• 17.01.2018
      09:05 Uhr
      Kulturzeit Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SF und ARD | 3sat
       

      Themen:

      • Amerikanisches Sittenbild: Der Roman "Babbbitt" von Sinclair Lewis
      • Literatur: Blutsbande. Verwandtschaft als Kulturgeschichte
      • Bildung am Ende? Wir waren bei der Kultusministerkonferenz in Berlin dabei.
      • Malerei als Abenteuer: Sebastian Schraders Bilder des Widerstands
      • Die Debatte um die documenta
      • Feine Sahne Fischfilet

      Moderation: Vivian Perkovic

      Mittwoch, 17.01.18
      09:05 - 09:45 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo HD-TV

      Themen:

      • Amerikanisches Sittenbild: Der Roman "Babbbitt" von Sinclair Lewis
      • Literatur: Blutsbande. Verwandtschaft als Kulturgeschichte
      • Bildung am Ende? Wir waren bei der Kultusministerkonferenz in Berlin dabei.
      • Malerei als Abenteuer: Sebastian Schraders Bilder des Widerstands
      • Die Debatte um die documenta
      • Feine Sahne Fischfilet

      Moderation: Vivian Perkovic

       
      • Amerikanisches Sittenbild: Der Roman "Babbbitt" von Sinclair Lewis

      Sinclair Lewis gilt als Chronist der US-amerikanischen Mittelschicht. Für seine gesellschaftlichen und satirischen Romane erhielt er 1930 als erster US-Amerikaner den Nobelpreisträger für Literatur. In der Satire "Babbitt", die erstmals 1922 erschienen ist, erzählt er die Geschichte des US-Immobilienmaklers George F. Babbitt, eines Mittelschichtamerikaners, der ein ereignisloses Leben in einer durchschnittlichen Kleinstadt lebt. Babbitt verkauft kleine Häuser und zieht bei größeren Projekten mit Zukunft die Strippen. Er ist in Maßen unehrlich, bigott und wählt republikanisch. Sein ganzes Streben ist auf gesellschaftliche Anerkennung und wirtschaftlichen Aufstieg gerichtet. Doch eines Tages wird ihm bewusst, dass er dies so nie gewollt hat - und wagt einen Ausbruchsversuch. Jetzt ist der Roman in einer Neuübersetzung bei Manesse erschienen.

      • Literatur: Blutsbande. Verwandtschaft als Kulturgeschichte

      Es gibt keinen Stoff, der je größere Wirkungsmacht in Geschichte und Fantasie entfaltet hat, als das Blut. Es fließt auch durch die Adern des Gemeinschaftskörpers, es verbindet und trennt. Verwandtschaft ist für uns Blutsverwandtschaft. Doch das ist eine Besonderheit westlicher Gesellschaften. Ohne die Idee der Blutsverwandtschaft ist auch der Rassenbegriff undenkbar. Und hinter dieser Idee stehen immer soziale und politische Machtstrategien. Christina von Braun hat Verwandschaft als Kulturgeschichte untersucht. Jetzt hat sie ihr Grundlagenwerk "Blutsbande" vorgelegt.

      • Bildung am Ende? Wir waren bei der Kultusministerkonferenz in Berlin dabei.

      Die Kultusministerkonferenz ist 70 Jahre alt. Bei ihrer Tagung am 15. Januar in Berlin wurde dies gefeiert, auch wenn die Stimmung alles andere als gut ist. Die KMK ist ein rasantes und unübersichtliches Personalkarussell geworden, in dem nachhaltige Ideen und Visionen kaum noch Platz haben. Die schnellen Personalwechsel sind ein Symptom für ein ernsthaftes Problem: Die deutsche Bildungspolitik gerät zunehmend aus den Fugen, und das gerade jetzt, wo es gilt, große Aufgaben zu meistern: das Niveau der Schülerleistungen zu steigern und dabei dem Flüchtlingskind genauso gerecht zu werden wie dem Hochbegabten. Wir waren bei der Kultusministerkonferenz in Berlin dabei.

      • Malerei als Abenteuer: Sebastian Schraders Bilder des Widerstands

      Er malt gegen alle Moden, virtuos, seltsam entrückt und doch aktuell: Sebastian Schraders Werke halten Übergangszustände fest, ohne sie zu konservieren. Seine Figuren verweilen in nachdenklichen Posen. Es sind Gegenbilder zum geschäftigen Leben. Schraders Bilder der Verweigerung und Rebellion kommen bei den Kunstsammlern gut an. Höchste Zeit, den 38-jährigen Künstler aus Berlin zu entdecken.

      • Die Debatte um die documenta

      135 Personen aus dem Kunstbetrieb kritisieren in einem offenen Brief an die documenta-Aufsicht Schuldzuweisungen an die documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff. Außerdem fordern sie, dass der Aufsichtsrat durch einen internationalen Expertenbeirat ergänzt wird und ein Budget, das den Anforderungen eines internationalen Kunstereignisses angemessen ist. Zudem starteten die Initiatoren eine Online-Petition, um weitere Mitstreiter für ihre Forderungen zu gewinnen. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Direktor des Museums Ludwig in Köln, Yilmaz Dziewior, der Filmemacher Alexander Kluge und der Kurator der Skulptur Projekte, Kasper König. Die documenta 14 war im September 2017 mit einem Defizit von 5,4 Millionen Euro zuende gegangen. Wir haben mit der Leiterin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers, gesprochen.

      • Feine Sahne Fischfilet

      Feine Sahne Fischfilet sind bekannt für ihre gerade Haltung und der Liebe zu ihrer Heimat Vorpommern. Die linke Punk-Band kommt aus der tiefsten Provinz in MeckPomm. Hier erhielt die AfD bei den letzten Wahlen bis zu 25 Prozent der Stimmen. Die Veröffentlichung ihres neuen Albums feierte die Band in Loitz bei Demmin. Vor dem Konzert organisierten sie einen Vortrag über die AfD. Die Punker wollen mehr als nur Partymusiker sein, sind schon lange politisch gegen rechts engagiert. Sie spielen auf Dorffesten und organisieren Fußballturniere mit Flüchtlingen. Sie sind überzeugt: Man darf die Provinz nicht aufgeben, abgehängte Landstriche auf keinen Fall räumen.

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