• 19.06.2018
      02:00 Uhr
      Stunde Null Die Kunstbewegung ZERO | arte
       

      1958 legen die Künstler Otto Piene und Heinz Mack den Grundstein für etwas, das als eine der größten Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird: Die Kunstbewegung ZERO. ZERO kehrte bewusst Strategien der jüngsten Vergangenheitsbewältigung den Rücken, wollte ästhetisch wie ideologisch „bei Null“ beginnen und revolutionierte mit ihrer puristischen Ästhetik das moderne Selbstverständnis der Kunst.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 19.06.18
      02:00 - 02:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      1958 legen die Künstler Otto Piene und Heinz Mack den Grundstein für etwas, das als eine der größten Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird: Die Kunstbewegung ZERO. ZERO kehrte bewusst Strategien der jüngsten Vergangenheitsbewältigung den Rücken, wollte ästhetisch wie ideologisch „bei Null“ beginnen und revolutionierte mit ihrer puristischen Ästhetik das moderne Selbstverständnis der Kunst.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Anna Pflüger
      Marcel Kolvenbach

      ZERO nannte sich eine internationale Gruppe von Künstlern der Nachkriegszeit, die 1958 von Heinz Mack und Otto Piene in Düsseldorf gegründet wurde und bis 1966 existierte. Neben der Kerngruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker entstand ein weiterer Kreis von internationalen Künstlern aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz. Die Idee eines absoluten Neubeginns der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einer neu gewonnenen Freiheit in Hinblick auf Materialien, Farben und Formen.

      Die ZERO-Künstler orientierten sich unter anderem an den monochromen Bildern von Yves Klein, sie arbeiteten mit Feuer und Wasser, Licht und Rauch und schufen Kunstwerke aus Nägeln, Aluplatten, Spiegeln oder Glas. Mit ihrer puristischen Ästhetik revolutionierten sie das moderne Selbstverständnis von Kunst. 1966 wurde das Ende der Bewegung erklärt, doch in den Werken von Künstlern wie Ólafur Elíasson erhält der Geist von ZERO neue Aktualität. Filmisch taucht die Dokumentation in das optische Spiel mit den Elementen Feuer, Luft und Licht ein. Im Sommer 2014 schlug Otto Piene vor, drei große Luftskulpturen über dem Dach der Neuen Berliner Nationalgalerie in den Himmel aufsteigen zu lassen.
      Die Filmemacher Anna Pflüger und Marcel Kolvenbach konnten Piene bei der Durchführung der Aktion begleiten und mit ihm ein letztes großes Interview über sein Gesamtwerk führen. Kurz darauf verstarb der Künstler im Alter von 86 Jahren.

      Anlässlich der großen Retrospektive zur Kunstbewegung ZERO im Martin-Gropius-Bau in Berlin vom 21. März bis 8. Juni 2015 spürt die Dokumentation dem Geist von ZERO damals und heute nach. Die Ausstellung widmet sich den ersten Gründungsmitgliedern Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, den ZERO nahestehenden internationalen Künstlern wie Yves Klein und Lucio Fontana sowie den in Vergessenheit geratenen Künstlern zu denen unter anderem Hermann Goepfert, Oskar Holweck oder Hans Salentin gehören. Die insgesamt 40 ausgewählten Künstler verbindet der formale und konzeptionelle Bezug zu den Ideen der ZERO-Gründer. Zum ersten Mal werden in großem Umfang Hauptwerke der internationalen Bewegung von 1957 bis 1967 zusammen gezeigt. Gleichzeitig präsentiert die ZERO Foundation in Berlin mit rund 200 Werken die bisher umfassendste ZERO-Ausstellung seit Bestehen der Bewegung.

      Regie: Anna Pflüger
      Regie: Marcel Kolvenbach

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