• 16.06.2018
      13:05 Uhr
      China: Die verlorenen Gräber der Unsterblichkeit Dokumentation Großbritannien / China 2015 - Thema: Archäologie 2018 | arte
       

      Die Kaiser der Han-Dynastie lebten in einer reichen und hoch entwickelten Zivilisation. Es war das goldene Zeitalter Chinas, in dem der Handel auf der Seidenstraße florierte. In ihrem Streben nach Unsterblichkeit ließen die Herrscher großartige Mausoleen errichten, in denen sie in Jadekostümen beigesetzt wurden. Gegenwärtig ergraben Archäologen diese faszinierenden Gräber mit modernsten Geräten. Für die größte Überraschung sorgte eine neue Terrakotta-Armee aus unbekleideten Miniaturfiguren.

      Samstag, 16.06.18
      13:05 - 14:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Kaiser der Han-Dynastie lebten in einer reichen und hoch entwickelten Zivilisation. Es war das goldene Zeitalter Chinas, in dem der Handel auf der Seidenstraße florierte. In ihrem Streben nach Unsterblichkeit ließen die Herrscher großartige Mausoleen errichten, in denen sie in Jadekostümen beigesetzt wurden. Gegenwärtig ergraben Archäologen diese faszinierenden Gräber mit modernsten Geräten. Für die größte Überraschung sorgte eine neue Terrakotta-Armee aus unbekleideten Miniaturfiguren.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Richard Max

      In Xi'an, der alten Hauptstadt des kaiserlichen China, wurden unweit der Fundstätte der berühmten Terrakotta-Armee in einem zweiten Grab Terrakottafiguren gefunden, die den gesamten kaiserlichen Hof repräsentieren - alle nackt. Die Ausgrabungsstätte enthält die sterblichen Überreste des Kaisers Jing, eines der bedeutendsten Herrscher der Han-Dynastie.

      Viele Aspekte der Han-Epoche, die für das goldene Zeitalter Chinas steht, sind bisher ungeklärt. Die Chinesen verstehen sich selbst als das "Volk der Han", ihre Sprache bezeichnen sie als die der Han, das Gleiche gilt für die Schrift. Doch oberhalb des Erdraums gibt es kaum sichtbare Zeugnisse aus ihrer Zeit, die besten Indizien enthalten ihre Gräber.

      Die in der letzten Ruhestätte des Kaisers Jing entdeckten Artefakte liefern neue Erkenntnisse über den Reichtum am Hof und die Regierungsform des Kaisers, der die Grundlagen für ein 2.000 Jahre währendes Reich legte. Auch über die Lebensweise und die besondere Art zu handeln, zu kämpfen und zu sterben geben sie Aufschluss. In Han Yang Ling befinden sich 8.000 Statuen. Sie stellen Personen in allen Situationen des Lebens dar und veranschaulichen die ungeheure Größe von Jings Reich.

      Genauere Untersuchungen ergaben, dass die Figuren ursprünglich in Seide, eines der wertvollsten Materialien der damaligen Zeit, gekleidet waren. Entdeckt wurden diese außergewöhnlichen Kunstwerke aus der Zeit einer der bedeutendsten Dynastien im Jahr 2015. Besonders beeindruckend sind die aus 4.000 Jadesteinen zusammengesetzten und mit Goldfäden zusammengenähten Kleidungsstücke sowie ein Sarg aus Jade, der restauriert werden konnte und in ganz China einzigartig ist.

      Der Zugang zu den laufenden Ausgrabungen war dem Filmteam dank einer Sondergenehmigung ermöglicht worden. Außerdem hatte es während der Dreharbeiten direkten Kontakt zu einem Ausgrabungsteam, das derzeit im nordostchinesischen Xuzhou ein weiteres Grab aus der Han-Dynastie erforscht.

      Thema: Archäologie 2018

      ARTE lädt seine Zuschauer auf eine Entdeckungsreise ein, die auf den Spuren untergegangener Zivilisationen von Europa nach Asien, von Afrika bis nach Südamerika führt.

      In der Primetime zeichnet die Dokumentation „Der erotische Blick - Johann Winckelmann“ das Leben des vergessenen Pioniers nach, der als Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und als Vater der Kunstgeschichte gilt. Mit seinem Credo der „edlen Einfalt und stillen Größe“ inspirierte er den Klassizismus, dessen Bau- und Kunstwerke noch heute in vielen Städten der Welt zu bewundern sind. Weniger bekannt ist, dass Winckelmann 1768 Opfer eines Raubmordes wurde.

      Pompeji, die antike Stadt am Vesuv, droht ein zweites Mal unterzugehen. Das mit Mitteln der EU finanzierte Großprojekt Pompeji (GPP) hat sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Erbe zu bewahren. „Pompeji, in Stein verewigt” besucht die berühmte Stätte und dokumentiert die aufwendigen Forschungs- und Restaurierungsarbeiten vor Ort.

      In „Archäologie 2.0 - Mit Hightech auf Spurensuche“ trifft Altertum ebenfalls auf hippe Technik. In Berlin entwickeln Archäologen gemeinsam mit Game-Designern Projekte. ARTE begleitet verschiedene Archäologenteams auf ihrer wissenschaftlichen Reise in virtuelle Welten.

      Der Thementag führt außerdem zur Han-Dynastie ins alte China und zur Chinesischen Mauer, einem der größten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Sie erstreckt sich über Tausende Kilometer von der Küste am Pazifik bis zur Wüste Gobi. Für kein anderes Projekt brauchte man so viel Zeit, Arbeitskraft und Material.

      Auf den Spuren der Khmer und der Pharaonen geht weiter nach Kambodscha und nach Ägypten. Wie konnten diese mächtigen Kulturen untergehen?

      In Lateinamerika befasst sich die Reihe „Abenteuer Archäologie“ mit dem Totenkult der Chachapoya, der Ruinenstadt Choquequirao und nicht zuletzt mit der Geburt der Metropole Teotihuacán.

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