• 18.06.2018
      21:50 Uhr
      Bernadette Lafont Frei, leidenschaftlich und inspirierend | arte
       

      Sie brach mit den guten Sitten und brach ein in das männerdominierte Gebiet des Films: Bernadette Lafont. Mit ihr verstarb im Jahr 2013 eine Muse der Nouvelle Vague. Sie galt als progressive, aufsehenerregende und dennoch verführerische, selbstbewusste Schauspielerin, die ab Ende der 50er Jahre das bestehende misogyne Gesellschaftsbild der Frau maßgeblich verändern sollte. Sie wirkte in mehr als 100 Filmen mit, ihr Durchbruch gelang ihr mit "Die Enttäuschten" (OT "Le Beau Serge") von Claude Chabrol.

      Montag, 18.06.18
      21:50 - 22:55 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

      Sie brach mit den guten Sitten und brach ein in das männerdominierte Gebiet des Films: Bernadette Lafont. Mit ihr verstarb im Jahr 2013 eine Muse der Nouvelle Vague. Sie galt als progressive, aufsehenerregende und dennoch verführerische, selbstbewusste Schauspielerin, die ab Ende der 50er Jahre das bestehende misogyne Gesellschaftsbild der Frau maßgeblich verändern sollte. Sie wirkte in mehr als 100 Filmen mit, ihr Durchbruch gelang ihr mit "Die Enttäuschten" (OT "Le Beau Serge") von Claude Chabrol.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Esther Hoffenberg

      Ihre große, verzehrende Liebe war das Kino, alles andere stand an zweiter Stelle: Bernadette Lafont war eine der großen Musen der Nouvelle Vague. Ihr Debüt hatte die junge Kult- und Skandalschauspielerin in François Truffauts Film "Die Unverschämten". Ihr Idol: Brigitte Bardot. Es folgten weitere Filmproduktionen mit Claude Chabrol ("Die Enttäuschten"), Nelly Kaplan ("Die Piratenbraut"), Jean Eustache ("Die Mama und die Hure") und wieder Truffaut mit "Ein schönes Mädchen wie ich" - ein Film, wie für Bernadette auf den Leib geschneidert. Ihre imagebildenden Rollen reichten vom Pin-up-Girl mit natürlichem Charme und Vorbild sexueller Freiheit bis hin zur dealenden Oma - starke und unkonventionelle Frauen. Sie steht für mehrere Jahrzehnte Kinogeschichte und für Veränderungen der französischen, misogyn orientierten Gesellschaft.
      Ihr feministisches Engagement war nicht im Sinne einer politischen Aktivistin, sondern real, spontan und authentisch. Gepaart mit Lafonts unverfälschtem Frohsinn und ihrer Idee von Freiheit belebt Filmautorin Esther Hoffenberg ihre freche und bestimmte Stimme wieder: Sie erzählt von Lafonts Vorstellung vom Leben und von ihrem Bedürfnis, etwas zu hinterlassen, das von Dauer ist.

      Leichten Schrittes folgt das Porträt dem Rhythmus von Lafonts Lebensweg, zeigt ihre Wutanfälle, ihre Lebenslust und künstlerischen Entscheidungen, ihre treuen Wegbegleiter und ihren Anspruch auf Privatsphäre. Kontrapunktisch zu ihrer Karriere werden die freigeistige Familie, die treuen Freunde und das private Vermächtnis gesetzt. Ihre drei Enkelinnen lassen ihr Leben in ihrem Familienhaus in den Cevennen, in dem noch heute ihre Gegenwart zu spüren ist, Revue passieren.

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      Montag, 18.06.18
      21:50 - 22:55 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.08.2018