• 17.06.2018
      06:35 Uhr
      Kunst im Paradies Das James Turrell Museum in Colomé / Argentinien | arte
       

      Nicht jedes Kunstobjekt bedarf Pinsel und Farbe. So arbeitet Künstler James Turrell mit Licht, ihm zu Ehren ließ der Schweizer Donald Hess ein privates Museum, umgeben von Weinbergen in den Anden, errichten.

      Sonntag, 17.06.18
      06:35 - 07:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Nicht jedes Kunstobjekt bedarf Pinsel und Farbe. So arbeitet Künstler James Turrell mit Licht, ihm zu Ehren ließ der Schweizer Donald Hess ein privates Museum, umgeben von Weinbergen in den Anden, errichten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sabine Pollmeier

      Mitten in den Anden, auf einer Höhe von 2.300 Metern, liegt ein privates Museum, das ausschließlich einem Künstler gewidmet ist: dem amerikanischen Lichtkünstler James Turrell. Erbaut hat es der Schweizer Kunstsammler und Unternehmer Donald Hess.

      Sein Museum ist umgeben von Weinbergen, mit einem atemberaubenden Blick auf die Gipfel der Anden. Colomé liegt im Nordwesten Argentiniens, in der Nähe der Grenze zu Bolivien und Chile. Die nächste größere Stadt ist über 200 Kilometer entfernt, und mindestens fünf Stunden dauert die Fahrt über staubige Schotter- und Sandpisten.
      Der Unternehmer Donald Hess sammelt seit über 40 Jahren Kunst und besitzt auf der ganzen Welt Weingüter: in den USA, in Australien und Südafrika. Im Jahre 2001 kaufte er die Bodega Colomé, das älteste Weingut Argentiniens. Das klare Licht in dieser großen Höhe und die einsame Landschaft begeisterten den Sammler. Colomé war für ihn der perfekte Platz, um dort die Werke seines Lieblingskünstlers zu präsentieren.

      Im Jahr 2009 wurde das Museum eröffnet, und nirgendwo sonst auf der Welt ist eine so große Zahl von Werken des Künstlers James Turrell versammelt, die einen Überblick über 40 Jahre seines Schaffens geben. James Turrell arbeitet ausschließlich mit einem Medium: Licht.

      Colomé, dieser kleine Ort in einem Hochtal der Anden, ist nicht leicht zu erreichen. Die Anreise ist wie eine Pilgerfahrt zu den Werken des Künstlers, die hier ihre eigene magische Kraft entfalten.

      An den unwahrscheinlichsten Orten der Welt finden sich neue Museen mit großartigen Kunstwerken, die ihre Entstehung den Visionen privater Sammler verdanken. Kunstparadiese - geschaffen von Sammlern, die als Selfmademen ein riesiges Vermögen gemacht haben. Im fernen Tasmanien, in abgelegenen Tälern der argentinischen Anden, auf einer japanischen Inselgruppe, und am Rande einer chinesischen Metropole - die Reihe „Kunst im Paradies“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise quer über den Globus.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.10.2018