• 14.01.2018
      22:45 Uhr
      Traumhäuser Ein Haus aus Feuer und Glas | ARD-alpha
       

      Entdeckt hat sie der Architekt – ausgerechnet in Venedig, auf der Architektur-Biennale, im japanischen Pavillon. Er war sofort entflammt: Yakisugi, die uralte Methode der Holzveredelung durch Feuer.

      Der Nürnberger René Rissland nahm die Idee mit nach Hause, fest entschlossen, das daheim in Franken einmal auszuprobieren.

      Sonntag, 14.01.18
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Entdeckt hat sie der Architekt – ausgerechnet in Venedig, auf der Architektur-Biennale, im japanischen Pavillon. Er war sofort entflammt: Yakisugi, die uralte Methode der Holzveredelung durch Feuer.

      Der Nürnberger René Rissland nahm die Idee mit nach Hause, fest entschlossen, das daheim in Franken einmal auszuprobieren.

       

      Entdeckt hat sie der Architekt – ausgerechnet in Venedig, auf der Architektur-Biennale, im japanischen Pavillon. Er war sofort entflammt: Yakisugi, die uralte Methode der Holzveredelung durch Feuer.

      Der Nürnberger René Rissland nahm die Idee mit nach Hause, fest entschlossen, das daheim in Franken einmal auszuprobieren.

      Yakisugi ist fast zu gut, um wahr zu sein: Ökologisch, langlebig, kostengünstig, pflegeleicht. In Japan verkohlt man seit Jahrhunderten Zedernholz für die Fassadenverkleidung. Ganz natürlich, ohne Chemie, Nachbehandlung nicht nötig. Doch die alte Tradition war lange aus der Mode gekommen, im Rest der Welt weitgehend unbekannt und wird erst jetzt langsam neu entdeckt. Wer würde das Risiko eingehen, die in Europa noch kaum erprobte Methode mit ihm zu realisieren? Mit Simone und Siegfried Ottinger fand René Rissland vom Nürnberger Architekturbüro Eyland 07 Bauherren, die aufgeschlossen und mutig genug waren, ihr Traumhaus der Feuerprobe zu unterziehen.

      Doch nicht nur die Fassade des Hanghauses in Wilhermsdorf mit ihrer fast schwarzen Holzverkleidung und den starken Farbakzenten in Form von breiten Aluminium-Fensterrahmen ist ungewöhnlich. Auch das Haus selbst zeugt von hoher architektonischer Qualität. Der in das abfallende Gelände eingeschobene Baukörper scheint auf einem Glassockel zu schweben. Trotz der Hanglage ist er dank eines Aufzugs barrierefrei. Die verschiedenen Ebenen sind durch offene Treppen und einen Luftraum verbunden. Netze dienen als Absturzsicherung und sorgen gleichzeitig für große Durchlässigkeit zwischen den Stockwerken. Sichtbeton, Estrich, Glasbausteine und große Fensterfronten lassen den Innenbereich modern und puristisch wirken.

      Der Film zeigt nicht nur, wie es schließlich gelang, Yakisugi nach Franken zu bringen. Er präsentiert auch ein Beispiel gelungener zeitgenössischer Architektur.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.08.2018