• 31.01.2020
      20:15 Uhr
      die nordstory - Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen Deutsch-deutsche Gutshausgeschichten zum Jubiläumsjahr | NDR Fernsehen
       

      Im Jubiläumsjahr des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern 2020 nimmt die Wiedererweckung der verfallenen Schlösser und Schlösschen richtig Fahrt auf. Ob eine Villa Massimo in Mecklenburg, ein Skulpturenpark in Behren-Lübchin oder ein Leben auf Schloss Kobrow - an Ideen für ihre historischen Anwesen fehlt es in der Gutshausretter-Szene nicht. Doch der Kampf gegen den Verfall kostet Arbeit, Nerven und viel Geld.

      Freitag, 31.01.20
      20:15 - 21:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Im Jubiläumsjahr des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern 2020 nimmt die Wiedererweckung der verfallenen Schlösser und Schlösschen richtig Fahrt auf. Ob eine Villa Massimo in Mecklenburg, ein Skulpturenpark in Behren-Lübchin oder ein Leben auf Schloss Kobrow - an Ideen für ihre historischen Anwesen fehlt es in der Gutshausretter-Szene nicht. Doch der Kampf gegen den Verfall kostet Arbeit, Nerven und viel Geld.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktion Birgit Müller
      Produktion Frederik Keunecke
      Autor Steffen Schneider

      Über 2.000 Gutshäuser soll es in Mecklenburg-Vorpommern geben. Sie liegen oft versteckt in winzigen Dörfern, abseits der Touristenströme und Fernverkehrsrouten. Manche sehen aus wie kleine Schlösser, andere kommen bodenständig als rustikales Landgut daher. Große Herrenhäuser gibt es, uralte Ritterburgen oder neoklassizistische Kästen der Postmoderne. Ein kulturhistorischer Reichtum, der in Vergessenheit geraten war.

      Im Jubiläumsjahr des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern 2020 aber nimmt die Wiedererweckung der verfallenen Schlösser und Schlösschen richtig Fahrt auf. Die Gutshausretterszene wächst so schnell wie nie zuvor!

      Im Gutshaus in Behren-Lübchin ist vor Kurzem Wadim Wolf eingezogen, ein Berliner Künstler, der hier einen frei zugänglichen buddhistischen Skulpturenpark einrichten will. Aber Wadim Wolf hat das alles etwas unterschätzt: die Größe des Hauses, die Weite des Gutshausparks, die Menge an Totholz, Müll und Schutt. Dennoch ist Wadim Wolf ist froh, dem Berliner Großstadtdschungel entkommen zu sein.

      Auf Schloss Kobrow bei Laage baut Philipp Kaszay seit sieben Jahren am Haus. Erst jetzt entschließt er sich, auch die zweite, viel größere Haushälfte zu beleben. Er wird dort selber einziehen. Denn bisher lebte er mit Tochter Paula in drei Zimmern im Obergeschhoss, seine Küche war im Keller.

      In der Gutshausruine von Scharpzow tastet sich ein junges Paar durch Bauschutt und verschimmelte Tapetenreste, Nina Hollensteiner und Vincenzo Latronico. Es wird Englisch, Deutsch und Italienisch gesprochen. Die beiden sind Künstler, pendeln zwischen Berlin, Stavenhagen und Italien. Sie wollen aus dem verfallenden Schlösschen einen Rückzugsort für Kreative machen. Eine Art Villa Massimo in Mecklenburg. Workspace! Aber im Gebälk des Gutshauses gibt es einige unangenehme Überraschungen, hier wuchert der Hausschwamm, der gefürchtete Pilz. Aber am Ende, so hoffen die enthusiastischen Macher, wird alles gut im Gutshaus!

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