• 04.02.2018
      21:00 Uhr
      BR-KLASSIK: Anne-Sophie Mutter und Maximilian Hornung spielen Brahms Konzert für Violine und Violoncello | ARD-alpha
       

      Gipfeltreffen der Klassik-Stars! Anne-Sophie Mutter, Maximilian Hornung, Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gestalten das berühmte Doppelkonzert von Johannes Brahms. Ein absolutes Highlight im Konzertrepertoire. Der berühmte Geiger Joseph Joachim, der in der Kölner Uraufführung 1887 den Violinpart gestaltete, sah sich gar zur Aussage hingerissen, dem "Doppelkonzert fast den Vorrang vor seinem Violinkonzert zugestehen" zu wollen.

      Sonntag, 04.02.18
      21:00 - 21:40 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Dolby

      Gipfeltreffen der Klassik-Stars! Anne-Sophie Mutter, Maximilian Hornung, Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gestalten das berühmte Doppelkonzert von Johannes Brahms. Ein absolutes Highlight im Konzertrepertoire. Der berühmte Geiger Joseph Joachim, der in der Kölner Uraufführung 1887 den Violinpart gestaltete, sah sich gar zur Aussage hingerissen, dem "Doppelkonzert fast den Vorrang vor seinem Violinkonzert zugestehen" zu wollen.

       

      Stab und Besetzung

      Dirigent Mariss Jansons

      Sie ist einer der wenigen Stars, die man auch außerhalb der Klassikszene kennt: Weltklassegeigerin Anne-Sophie Mutter. Wo sie hinkommt sind alle Augen auf sie gerichtet. Doch im November 2015 teilte sie sich das Podium mit einem weiteren Solisten: Dem Cellisten Maximilian Hornung. Gemeinsam spielten sie das Doppelkonzert a-Moll, op. 102 von Johannes Brahms mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Chefdirigent Mariss Jansons leitete im Herkulessaal der Münchner Residenz ein Werk, das zu Beginn keineswegs unumstritten war.

      "Schon die Gattung hat von Haus aus etwas Bedenkliches. So ein Doppelkonzert gleicht einem Drama, das anstatt eines Helden deren zwei besitzt, welche einander nur im Wege stehen." So skeptisch äußerte sich der Wiener Kritikerpapst Eduard Hanslick zum Konzert für Violine, Violoncello und Orchester von Johannes Brahms. Was war der Grund dafür, war doch gerade Hanslick sonst ein großer Befürworter der Brahmsschen Musik? Wohl in erster Linie, dass die Gattung "Doppelkonzert" im 19. Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit geraten oder zumindest vollkommen aus der Mode gekommen war. Die alles beherrschende Form in der Romantik war das Solokonzert. Und so machte sich Brahms in der Entstehungszeit 1887 des Werkes lustig über sich selbst, bezeichnete es gar als "Dummheit", dieses in der Barockzeit sowie in der Klassik als concerto grosso bzw. sinfonia concertante sehr beliebte Genre neu zu beleben.

      Gelungen ist es ihm sein letztes Orchesterwerk allemal. Denn wie bereits in seinem Violinkonzert legte Brahms auch größten Wert auf das gemeinsame Musizieren, das Miteinander. Also das genaue Gegenteil von Hanslicks Beurteilung zweier Helden, welche sich im Wege stehen. Die Soloinstrumente sind eng verwoben mit den Orchesterstimmen, immer wieder musizieren Orchestersolisten kammermusikalisch zusammen oder agieren selbstständig. Und auch Solovioline und -cello gehen eine enge Symbiose ein, müssen nahtlos Läufe voneinander übernehmen, Phrasen ergänzen oder punktgenau parallel spielen, sich quasi den symphonischen Ball zuspielen. Brahms bezeichnete (angeblich) die Soloinstrumente dieses Konzertes nicht von ungefähr als "achtseitige Riesengeige." Zwei Instrumente, die zu einem Klangkörper verschmelzen sollen.

      Anne-Sophie Mutter und Maximilian Hornung fällt dies nicht allzu schwer, da beide sich künstlerisch sehr gut kennen. Denn der junge Cellist war Stipendiat in Mutters Stiftung. Laut eigener Aussage stand sie ihm an allen Punkten seiner Karriere beratend und unterstützend zur Seite. Und auch mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks verbindet beide Solisten ein vertrautes Verhältnis. Maximilian Hornung avancierte bereits mit 21 Jahren zum Solocellisten dieses Orchesters, ehe er 2014 freiwillig aus dem Klangkörper ausschied, um sich ganz seiner Solokarriere zu widmen. Anne-Sophie Mutter arbeitet als eine der bedeutendsten Geigerinnen unserer Zeit seit Jahren mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie Mariss Jansons künstlerisch äußerst fruchtbar zusammen.

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