• 13.02.2018
      04:20 Uhr
      Baukunst Die Van-Nelle-Fabrik in Rotterdam | arte
       

      ARTE begibt sich auf eine Reise zu einzigartigen Gebäuden quer über den Globus. Die ausgewählten Folgen der Reihe „Baukunst“ wecken Begeisterung für die beeindruckende Welt der Architektur, indem sie in leidenschaftlichen Porträts die Architekten, ihre visionären Konzepte und bestechenden Bauwerke vorstellen. In Schiedam, einem Vorort von Rotterdam, steht die Van-Nelle-Fabrik. Der Gebäudekomplex ist das wichtigste und gelungenste Werk der Bewegung des Neuen Bauens auf dem Gebiet der Industriearchitektur. Seit 2014 zählt die Van-Nelle-Fabrik zum UNESCO-Weltkulturerbe.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 13.02.18
      04:20 - 05:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Neu im Programm
      Stereo

      ARTE begibt sich auf eine Reise zu einzigartigen Gebäuden quer über den Globus. Die ausgewählten Folgen der Reihe „Baukunst“ wecken Begeisterung für die beeindruckende Welt der Architektur, indem sie in leidenschaftlichen Porträts die Architekten, ihre visionären Konzepte und bestechenden Bauwerke vorstellen. In Schiedam, einem Vorort von Rotterdam, steht die Van-Nelle-Fabrik. Der Gebäudekomplex ist das wichtigste und gelungenste Werk der Bewegung des Neuen Bauens auf dem Gebiet der Industriearchitektur. Seit 2014 zählt die Van-Nelle-Fabrik zum UNESCO-Weltkulturerbe.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Stan Neumann

      In Schiedam, einem Vorort von Rotterdam, steht die Van-Nelle-Fabrik, gebaut zwischen 1926 und 1931 nach Plänen der Architekten Jan Brinkman und Leendert van der Vlugt. Van Nelle, eine holländische Tabak-, Kaffee- und Teefabrik, die bereits seit über 100 Jahren besteht, expandiert Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Fabrik im alten Leuvehafen wird den Bedürfnissen des Unternehmens nicht mehr gerecht. Doch die innerstädtische Lage lässt keine Vergrößerung zu.

      1924 wird daher der Bau einer neuen Fabrik beschlossen, außerhalb der Stadt, wo noch viel Platz ist. Der neue Standort liegt an einem großen Kanal, was den Effekt noch verstärkt, dass die Stirnseite und Hauptfassade der Fabrik an den Bug eines großen Schiffes erinnern.

      In diesem riesigen Gebäudekomplex wurden bis in die 80er Jahre Tabak, Kaffee und Tee verarbeitet. Entsprechend der verschiedenen Produkte sind die Gebäude unterschiedlich hoch. Für den Tabak, dessen Verarbeitung am kompliziertesten ist, stehen acht Stockwerke zur Verfügung, für den Kaffee sechs und für den Tee nur drei. Die Produkte werden nach modernsten, aus den USA übernommenen Methoden verarbeitet. Der gesamte Raum ist so eingeteilt, dass mehr und schneller produziert werden kann. Alle Wege haben die Form einer Geraden - die Form der größtmöglichen Effektivität.

      Die Van-Nelle-Fabrik verband also wirtschaftliche Prinzipien des Taylorismus mit architektonischen Visionen des Bauhauses. Beim Bau war das heutige Industriedenkmal in vieler Hinsicht seiner Zeit weit voraus. Eine Innovation, die den Entwurf der Fabrik mit ihren vollverglasten Fassaden beeinflusst hat, ist das Prinzip der sogenannten Daylight Factory, bei dem das Tageslicht bestmöglich genutzt wird. Diese Transparenz verleiht dem Gebäude trotz seiner gewaltigen Dimensionen Leichtigkeit und Eleganz.

      „Vom Zug aus gesehen“, schreibt ein Rotterdamer Journalist, „fühlt man sich an ein riesiges Aquarium oder besser an ein Laboratorium erinnert, in dem der neue Mensch geschaffen wird.“ Für Le Corbusier dagegen, der die Van-Nelle-Fabrik 1930 besichtigte, ist sie „der schönste Anblick der modernen Zeit - die Poesie des Lichts, die Lyrik der Makellosigkeit, der Glanz der Ordnung.“

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