• 26.10.2016
      21:55 Uhr
      Das Kino des Ken Loach Wut, Mut und Menschlichkeit - Filmreihe: Ein Abend mit Ken Loach | arte
       

      Erst im Mai dieses Jahres hat der britische Regisseur Ken Loach bei den Filmfestspielen in Cannes für sein anrührendes Sozialdrama Ich, Daniel Blake die Goldene Palme bekommen, nachdem er eigentlich vor zwei Jahren schon seinen Ruhestand als Filmemacher bekannt gegeben hatte. Im Juni feierte er seinen 80. Geburtstag. Dieser Dokumentarfilm ist eine ebenso unterhaltsame wie provokante Rückschau auf die außergewöhnliche Karriere von Ken Loach, dessen Kino seit 50 Jahren für politisches Engagement und gegen soziale Ungerechtigkeit steht.

      Mittwoch, 26.10.16
      21:55 - 23:30 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Erst im Mai dieses Jahres hat der britische Regisseur Ken Loach bei den Filmfestspielen in Cannes für sein anrührendes Sozialdrama Ich, Daniel Blake die Goldene Palme bekommen, nachdem er eigentlich vor zwei Jahren schon seinen Ruhestand als Filmemacher bekannt gegeben hatte. Im Juni feierte er seinen 80. Geburtstag. Dieser Dokumentarfilm ist eine ebenso unterhaltsame wie provokante Rückschau auf die außergewöhnliche Karriere von Ken Loach, dessen Kino seit 50 Jahren für politisches Engagement und gegen soziale Ungerechtigkeit steht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Louise Osmond

      2016 ist ein besonderes Jahr für Ken Loach: Im Sommer wurde er 80, sein Fernsehspiel "Cathy Come Home" feierte 50-jähriges Jubiläum und im November kommt sein 50. Spielfilm "Ich, Daniel Blake" ins Kino. Er erzählt darin die anrührende Geschichte eines Mannes im Räderwerk der Bürokratie. Das Porträt beginnt mit einem Blick hinter die Kulissen und zeigt Ken Loach, wie er gerade den Kinostart seines jüngsten Films vorbereitet. Louise Osmond, die Regisseurin der Dokumentation, hatte exklusiven Zutritt zu den Dreharbeiten von "Ich, Daniel Blake".

      Ihre Dokumentation schildert den Werdegang einer Galionsfigur des britischen Films: Loachs erster Job als Double von Kenneth Williams in einer Revue, dann seine Fernsehproduktionen wie "Up The Junction" und "Cathy Come Home", die frischen Wind in die TV-Landschaft brachten.

      Für seine Spielfilme, unter anderem "Kes", "Riff-Raff", "The Wind That Shakes The Barley" (Goldene Palme 2006) und "Angels' Share", wurde Ken Loach mehrfach preisgekrönt. Neben Loach selbst kommen auch Freunde, Mitarbeiter und Kritiker des Regisseurs zu Wort.

      Louise Osmond hat nicht nur eine Dokumentation über Arbeit und Karriere eines großen Filmemachers realisiert, sondern auch eine unterhaltsame Studie über die Widrigkeiten des künstlerischen Schaffensprozesses, der jedem einzigartigen Werk vorausgeht.

      Dokumentarfilm Frankreich / Großbritannien 2016

      • Filmreihe: Ein Abend mit Ken Loach

      ARTE widmet dem englischen Regisseur Ken Loach zum 80. Geburtstag einen Abend. Seinen ersten großen Erfolg beim Publikum und der Kritik hatte der für seinen Sozialrealismus bekannte Regisseur bereits mit seinem zweiten Spielfilm Kes (1969) , der seine Premiere in Cannes hatte. Cannes hat überhaupt den Weg dieses einzigartigen Regisseurs markiert. Selbst in schwierigen künstlerischen Phasen, in Momenten ausbleibenden Erfolges in seiner Heimat, blieben seine Filme international viel beachtet. So brachte Mein Name ist Joe (1998) seinem Hauptdarsteller Peter Mullan mehrere Preise für den besten männlichen Darsteller ein.

      Mit The Wind That Shakes the Barley (2006) folgte dann die erste Goldene Palme in Cannes. Ken Loachs präziser und zugleich warmherziger und verständnisvoller Blick auf die, die von der Gesellschaft an den Rand gedrängt werden, zeichnet die meisten seiner Filme aus. Schonungslos deckt er die sozial bedingten Mechanismen von Zerstörung und Gewalt in den menschlichen Beziehungen auf und schafft damit Werke, die, obwohl sie an eine konkrete historische Epoche gebunden sind, durch ihre cineastische Qualität und die überragende Genauigkeit in der Zeichnung der Figuren absolut zeitlos sind.

      So auch der Spielfilm, den ARTE zeigt: Sweet Sixteen (2002). Die Geschichte dieses 15-jährigen Jungen, der aus Liebe zu seiner Mutter alles versucht, um für sie einen Ort zu schaffen, an den sie gehen kann, wenn sie aus dem Gefängnis kommt, und der dabei immer mehr in die Spirale von Brutalität und Werteverlust gerät, die ihn letztendlich zum Mörder werden lässt, sucht ihresgleichen in der Filmgeschichte.

      Es folgt eine brandneue englisch-französische Dokumentation von Louise Osmond, die zu großen Teilen die Dreharbeiten zu seinem letzten Spielfilm Ich, Daniel Blake begleitet, der Loach in diesem Jahr in Cannes die zweite Goldene Palme einbrachte.

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