• 24.11.2013
      03:15 Uhr
      Kalter Krieg der Konzerte Wie Bruce Springsteen den Osten rockte | arte
       

      Im Sommer 1988 fand in Berlin der "Kalte Krieg der Konzerte" statt. Während im Westen Michael Jackson und Pink Floyd auftraten, konnten sich die Ost-Berliner über Konzerte von Bruce Springsteen, Depeche Mode, Bryan Adams und James Brown freuen. Die Dokumentation erzählt, mit welchen Methoden die Veranstalter die Konzerte bei der ostdeutschen Staatsmacht durchsetzten, und wie die Publikumslieblinge mit der Situation umgingen. Künstler, Veranstalter, Fans und Journalisten erzählen von ihren Erinnerungen.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 24.11.13
      03:15 - 04:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      VPS 03:20
      Stereo HD-TV

      Im Sommer 1988 fand in Berlin der "Kalte Krieg der Konzerte" statt. Während im Westen Michael Jackson und Pink Floyd auftraten, konnten sich die Ost-Berliner über Konzerte von Bruce Springsteen, Depeche Mode, Bryan Adams und James Brown freuen. Die Dokumentation erzählt, mit welchen Methoden die Veranstalter die Konzerte bei der ostdeutschen Staatsmacht durchsetzten, und wie die Publikumslieblinge mit der Situation umgingen. Künstler, Veranstalter, Fans und Journalisten erzählen von ihren Erinnerungen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Carsten Fiebeler

      Superstar-Konzerte in Ost-Berlin? Über ein Jahr vor dem Fall der Mauer ein kaum denkbares Szenario für viele ostdeutsche Rock- und Pop-Fans. Doch plötzlich geben sich innerhalb weniger Monate die Top-Stars der Musikszene die Klinke in die Hand. Depeche Mode und Bryan Adams, Joe Cocker und James Brown - sie alle spielen zwischen März und Juli 1988 vor Hunderttausenden begeisterten Zuschauern in der DDR. Bruce Springsteen und die E Street Band geben am 19. Juli 1988 sogar ihr bis dato größtes Solo-Konzert: vor über 160.000 Menschen auf der Radrennbahn Weißensee.

      Wer bei den historischen Konzerten dabei war, erinnert sich auch heute noch mit Gänsehaut daran, wie die lang herbeigesehnten Stars einen Abend lang zum Greifen nah erschienen. Um Größen vom Schlage eines Bruce Springsteen bei der Staatsmacht durchzusetzen, greifen die Organisatoren und Veranstalter auf abenteuerliche Manöver zurück. Das Konzert des "Boss" bekommt - ohne vorherige Absprache - das Motto "Ein Herz für Nicaragua" verpasst.

      Depeche Mode sollen zum Geburtstag der FDJ spielen. Und im Juni 1988 treten Bryan Adams und James Brown "Für atomwaffenfreie Zonen" und "Gegen Apartheid" auf, während - nur wenige Kilometer entfernt, am West-Berliner Reichstag - Pink Floyd und Michael Jackson attraktive Parallelkonzerte bieten. So wird der Sommer, in dem die Superstars den Osten rockten, auch zum Schauplatz eines "Kalten Krieges der Konzerte".

      Die Publikumslieblinge und ihre Entourage reagieren auf ihre Weise: Bruce Springsteen verliest eine auf Deutsch verfasste Rede, "in der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren fallen werden". Und die Depeche Mode Crew unterläuft trickreich die Kartenvergabe für das heiß begehrte Konzert in der Werner-Seelenbinder-Halle, für das ergebene Fans sogar bereit sind, einen Trabant im Tausch gegen ein Ticket herzugeben.

      Die Dokumentation blickt zurück auf einen atemberaubenden, einzigartigen, bisweilen auch skurrilen Konzertsommer, der für immer einen Platz in den Herzen der Fans haben wird.

      Dokumentation Deutschland 2013

      20 Zeitzeugen erzählen von ihren Erinnerungen, Sänger wie Joe Cocker, Dave Gahan, Dirk Zöllner und Katharina Franck, Rammstein-Keyboarder Flake, Springsteen-Manager Jon Landau, Veranstalter, Fans und Journalisten. Ihre Schilderungen sind bebildert mit teils exklusiven Konzertausschnitten, von Bruce Springsteen bis James Brown.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 24.11.13
      03:15 - 04:05 Uhr (50 Min.)
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      VPS 03:20
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