• 25.06.2018
      23:10 Uhr
      Eva Spielfilm Frankreich / Italien 1960 | arte
       

      Der walisische Schriftsteller Tyvian Jones ist anlässlich der Biennale in Venedig. Dort hat die Verfilmung seines erfolgreichen Romans Premiere. In der Lagunenstadt trifft der Schriftsteller die anziehende Eva, eine rätselhafte Frau, die ihn sofort verführt. Gleichzeitig macht sie klar: Sie wird sich nicht verlieben, und es soll sich auch niemand in sie verlieben. Nach einer kurzen Affäre kehrt Eva nach Rom zurück. Tyvian folgt ihr und erduldet alle möglichen Arten von Erniedrigung. Um sich von seiner Besessenheit zu befreien, heiratet Tyvian schließlich die schöne junge Francesca. Doch Eva taucht wieder auf in seinem Leben.

      Montag, 25.06.18
      23:10 - 00:55 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo HD-TV

      Der walisische Schriftsteller Tyvian Jones ist anlässlich der Biennale in Venedig. Dort hat die Verfilmung seines erfolgreichen Romans Premiere. In der Lagunenstadt trifft der Schriftsteller die anziehende Eva, eine rätselhafte Frau, die ihn sofort verführt. Gleichzeitig macht sie klar: Sie wird sich nicht verlieben, und es soll sich auch niemand in sie verlieben. Nach einer kurzen Affäre kehrt Eva nach Rom zurück. Tyvian folgt ihr und erduldet alle möglichen Arten von Erniedrigung. Um sich von seiner Besessenheit zu befreien, heiratet Tyvian schließlich die schöne junge Francesca. Doch Eva taucht wieder auf in seinem Leben.

       

      „Nicht alle Waliser trinken viel, und nicht alle Italiener sind ausgezeichnete Liebhaber“, heißt es zu Anfang des Films. Tyvian Jones, ein zu unverdientem Ruhm gelangter Schriftsteller aus Wales, trinkt überhaupt nichts. Wie sagt man gleich: „In vino veritas“ - Tyvian muss etwas zu verbergen haben. Und so ist es tatsächlich: Tyvians Bestseller, dessen Verfilmung ihm in Italien eine gewisse Bekanntheit verschafft hat, wurde in Wirklichkeit von seinem verstorbenen Bruder geschrieben.
      Dieses Geheimnis quält Tyvian, bis er auf die schelmische Eva trifft. Er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen und ist bereit, seine vielversprechende Beziehung mit der schönen Italienerin Francesca zu opfern. Eva aber macht sofort klar: Sie will keine Beziehung. Sie lässt sich von ihren vielen Anwärtern schöne Dinge kaufen und teure Reisen bezahlen, ohne jemals deren Gefühle zu erwidern.
      Dieser kalten und oberflächlichen Frau kann Tyvian endlich sein Geheimnis anvertrauen. Eva weiß sehr gut, wie sie eine Situation zu ihren Gunsten nutzt - das macht sie täglich mit den Männern, die ihr hinterherlaufen -, das heißt aber noch lange nicht, dass sie für Tyvian Empathie zeigt. Ganz im Gegenteil, nun verachtet sie ihn noch mehr.
      Entschlossen, nichts mehr von Eva wissen zu wollen, kehrt Tyvian zu Francesca zurück, Traumhochzeit in Venedig inklusive. Tyvian ist auf dem besten Weg, sein Geheimnis ein für alle Mal zu begraben. Da taucht Eva wieder auf.

      Die Welt in den Filmen von Joseph Losey ist von der Suche nach moralischen, psychologischen und politischen Gründen für das menschliche Verhalten geprägt. In den 50ern verhandeln seine Filme getreu der sozialkritischen Tradition des US-Kinos Themen wie Todesstrafe oder die atomare Bedrohung. Mit dem Melodram „Eva“ (1962) - inspiriert von einem Noir-Roman von James Hadley Chase - nimmt er sich ohne Umwege die Mann-Frau-Beziehung vor und die Hölle, die sie darstellen kann, das Ganze gedreht in einem eisigen Venedig. Wegen des sadomasochistischen Charakters der Beziehung erfuhr „Eva“ zahlreiche Kürzungen, weshalb Losey sich nicht mehr zu dem Film bekannte.

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      Montag, 25.06.18
      23:10 - 00:55 Uhr (105 Min.)
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