• 22.02.2018
      23:20 Uhr
      Pyromaniac - Bevor ich verbrenne Spielfilm Norwegen / Schweden / Dänemark 2016 (Pyromanen) | arte
       

      Bildstarker Thriller und raffiniertes psychologisches Drama: Die Idylle einer norwegischen Dorfgemeinschaft wird von Brandstiftungen erschüttert. Nach erster Panik offenbaren sich immer tiefere Brüche in der bürgerlichen Fassade, als nämlich die Recherchen des Polizisten vor Ort ergeben, dass der Pyromane kein Fremder ist, sondern ein Wolf inmitten der Herde.

      Donnerstag, 22.02.18
      23:20 - 00:50 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Bildstarker Thriller und raffiniertes psychologisches Drama: Die Idylle einer norwegischen Dorfgemeinschaft wird von Brandstiftungen erschüttert. Nach erster Panik offenbaren sich immer tiefere Brüche in der bürgerlichen Fassade, als nämlich die Recherchen des Polizisten vor Ort ergeben, dass der Pyromane kein Fremder ist, sondern ein Wolf inmitten der Herde.

       

      Der 19-jährige Dag lebt mit seinen Eltern Alma und Ingemann auf einem Bauernhof im norwegischen Hinterland. Ingemann ist Leiter der lokalen Freiwilligen Feuerwehr. Im Dörfchen Finsland gibt es keine Berufsfeuerwehr, nur eine Gruppe Freiwilliger, die zum Einsatz kommen, wenn Bedarf besteht. Was zum Glück selten vorkommt. Bisher zumindest.

      Denn plötzlich brechen immer wieder Feuer aus, erst kleine, dann immer größere, schlimmere, verheerendere. Immer öfter. Wieder und wieder erschallt die Feuerglocke am Bauernhof, mit der Ingemann die Freiwilligen zum Einsatz ruft. Dann rückt der Löschwagen aus der Scheune aus. Zuerst denkt man noch an Unfälle, an Zufälle, nichts Schlimmes. Doch als in einer einzigen Nacht gleich drei Feuer brennen, gibt es keinen Zweifel mehr: Hier ist ein Feuerteufel am Werk. Angst ergreift die kleine Dorfgemeinschaft - und Misstrauen, denn bald deuten die Recherchen des Dorfpolizisten Johansen darauf hin, dass jemand aus der Gegend für die Brände verantwortlich ist.

      Dag, der vor kurzem vom Wehrdienst zurückgekehrt ist, unterstützt seinen Vater unermüdlich bei den Löscheinsätzen. Bald wird er zum Helden. Doch zu Hause auf dem Bauernhof leuchtet sein Stern weniger hell. Bei seiner Mutter Alma machen sich Zweifel breit, Bedenken, dunkle Vermutungen, die sie nicht auszusprechen wagt. Gefühle zeigen, das gelingt in dieser Familie nicht besonders gut. Entscheidend ist der äußere Schein, eine makellose Fassade. Eine Maske der Harmonie über einer Fratze der Unzufriedenheit und des gegenseitigen Unverständnisses. Und der Angst vor der Konfrontation. Da steht es um die Familie nicht anders als um die ganze vermeintliche Dorfidylle.

      Das Handeln des Feuerteufels wird immer manischer, sein Vorgehen immer ungezügelter. Die Dorfgemeinschaft zerfällt, zurück bleibt verbrannte Erde. Immer höher schlagen die Flammen zum Inferno, bis sich einer aus der Gemeinde durchringt, die grausame Wahrheit auszusprechen.

      Der 1964 im norwegischen Tromsø geborene Regisseur Erik Skjoldbjærg debütierte 1997 mit dem aufsehenerregenden Kinospielfilm "Todesschlaf" ("Insomnia"), der gleich in Cannes lief und von dem Christopher Nolan ein Remake machte. Skjoldbjærgs Film "Pioneer" (2013) wurde bei der Verleihung der Norwegischen Filmpreise gleich mit mehreren Amandas honoriert, beim Internationalen Filmfestival von Chicago mit einem Silbernen Hugo ausgezeichnet, beim Internationalen Filmfestival in Toronto gespielt und in viele Märkte weltweit verkauft, darunter Großbritannien, USA und Japan.

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      Donnerstag, 22.02.18
      23:20 - 00:50 Uhr (90 Min.)
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