• 23.12.2014
      13:15 Uhr
      Die Schatzinsel der Wikinger Film von Peter Preste | phoenix
       

      1983 fand ein Bauer auf Gotland beim Pflügen den größten jemals gehobenen Wikingerschatz - 55 Kilogramm Silber. Bisher wurden dort über 700 Schätze entdeckt. Fachleute sprechen der schwedischen Insel in der Ostsee die höchste Schatzdichte auf der ganzen Welt zu. Doch woher stammt dieser phantastische Reichtum? Die Spurensuche der Archäologen richtet sich nach Osten, sogar bis nach Byzanz. Denn viele Funde auf Gotland stammen aus den Weiten Russlands. Der Film folgt der Waräger-Route über Tschernigow ins einst so glänzende Kiew. Auch hier: Funde, die von der Existenz der Wikinger zeugen.

      Dienstag, 23.12.14
      13:15 - 14:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      1983 fand ein Bauer auf Gotland beim Pflügen den größten jemals gehobenen Wikingerschatz - 55 Kilogramm Silber. Bisher wurden dort über 700 Schätze entdeckt. Fachleute sprechen der schwedischen Insel in der Ostsee die höchste Schatzdichte auf der ganzen Welt zu. Doch woher stammt dieser phantastische Reichtum? Die Spurensuche der Archäologen richtet sich nach Osten, sogar bis nach Byzanz. Denn viele Funde auf Gotland stammen aus den Weiten Russlands. Der Film folgt der Waräger-Route über Tschernigow ins einst so glänzende Kiew. Auch hier: Funde, die von der Existenz der Wikinger zeugen.

       

      Der legendäre "Weg der Waräger zu den Griechen" ist in mittelalterlichen Chroniken beschrieben. Er führte von der Ostsee über die Flüsse Russlands zum reichen Byzanz - und von dort direkt zu den Quellen des gotländischen Silbers. An den Ufern von Wolchow, Dnjepr und Wolga finden die Archäologen Runen auf Schwertern und Trinkhörnern.

      Bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts berichtet die "Chronik von den vergangenen Zeiten" von der Gründung des ersten russischen Reiches: "... und sie begaben sich über das Meer zu den Warägern, zu den Rus und sprachen: Unser Land ist groß und reich an Nahrung, aber es ist keine Ordnung in ihm. Kommt, regiert und herrscht über uns."

      Die Waräger/Wikinger entsandten daraufhin Rjurik, der sich 862 in Nowgorod niederließ. Sein Nachfolger Oleg zog nach Süden und unterwarf Kiew. Das erste russische Großreich war geboren. So will es die Chronik. Zu Zeiten des Kommunismus wanderte man für diese These in den Gulag.

      Erst heute dürfen russische und ukrainische Archäologen offen aussprechen, dass an der Legende etwas Wahres sein könnte. Professor Evgenij Nosov ist Grabungsleiter einer der ältesten Ausgrabungen Russlands in der Nähe von Nowgorod. Er sagt: "Wenn es Rjurik wirklich gegeben hat, dann hat er von hier aus sein Reich regiert." Die gefundenen Befestigungen weisen den Ort eindeutig als Sitz der ersten Fürsten Russlands aus.

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