• 22.01.2019
      05:15 Uhr
      Geisterschiff im Wattenmeer Film von Friedrich Steinhardt und Robert Schotter | PHOENIX
       

      Im März 1822 läuft in der Elbmündung bei Cuxhaven die "Gottfried“ auf Grund. Das Schiff war von Triest nach Hamburg unterwegs und führte eine kostbare Sammlung ägyptischer Objekte für den Preußenkönig an Bord. Noch immer sind die Schätze nicht geborgen. Erst 2002 gibt es wieder eine heiße Spur. Als die Ägyptologin Renate Germer in der ägyptischen Abteilung des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe die Haarlocke einer Mumie entdeckt, nimmt sie Kontakt zu ihrem Kollegen Dr. Joachim Karig vom Ägyptischen Museum in Berlin auf. Der Wissenschaftler ist schon lange auf der Suche nach der verlorenen Fracht der „Gottfried“.

      Dienstag, 22.01.19
      05:15 - 06:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im März 1822 läuft in der Elbmündung bei Cuxhaven die "Gottfried“ auf Grund. Das Schiff war von Triest nach Hamburg unterwegs und führte eine kostbare Sammlung ägyptischer Objekte für den Preußenkönig an Bord. Noch immer sind die Schätze nicht geborgen. Erst 2002 gibt es wieder eine heiße Spur. Als die Ägyptologin Renate Germer in der ägyptischen Abteilung des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe die Haarlocke einer Mumie entdeckt, nimmt sie Kontakt zu ihrem Kollegen Dr. Joachim Karig vom Ägyptischen Museum in Berlin auf. Der Wissenschaftler ist schon lange auf der Suche nach der verlorenen Fracht der „Gottfried“.

       

      1822 verschwindet in der Elbmündung ein Schiff mit kostbarer Fracht aus Ägypten. Ein schwerer Orkan verhindert die Rettung der Mannschaft, die Ladung geht über Bord: Im März 1822 läuft in der Elbmündung bei Cuxhaven die "Gottfried" auf Grund. Das Schiff war von Triest nach Hamburg unterwegs und führte eine kostbare Sammlung ägyptischer Objekte für den Preußenkönig an Bord. Noch immer sind die Schätze nicht geborgen.

      Die Fracht - hunderte altägyptische Kostbarkeiten - hat der preußische Adlige Freiherr Menu von Minutoli zum Teil selbst ausgegraben, zum Teil im ägyptischen Luxor eingekauft. Die Havarie der "Gottfried" stürzt von Minutoli in den finanziellen Ruin und in eine persönliche Krise. Er träumte davon, in Berlin ein großartiges Museum zu bauen - zu Ehren des Vaterlandes und von König Friedrich Wilhelm III.

      Jahrzehntelang vergessen: Im Lauf der Jahrzehnte geraten Schiff und Ladung in Vergessenheit. Erst 2002 gibt es wieder eine erste heiße Spur. Die renommierte Ägyptologin Renate Germer entdeckt in der Ägyptischen Abteilung des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe die Haarlocke einer Mumie, die auf das Unglück an der Elbmündung hinweist. Schnell ist der Kontakt zu ihrem Kollegen Dr. Joachim Karig vom Ägyptischen Museum in Berlin hergestellt. Das Haus besitzt einen Teil von Minutolis Sammlerstücken. Der Wissenschaftler ist schon lange auf der Suche nach der verlorenen Fracht. Er hat immer gehofft, das Museum um einige imposante Objekte von der Gottfried zu bereichern.

      Und Karig ist nicht allein. Der Techniker Rainer Leive, den er irgendwann auf seinen Streifzügen durch die Bibliotheken kennen gelernt hat, ist vom "Schatz der Gottfried" genauso fasziniert wie er selbst. Mehr als 30 Jahre ihres Lebens widmen sich die beiden Weggefährten der Suche nach dem Geisterschiff im Wattenmeer - nahezu unbeachtet von der Öffentlichkeit. Sie werten alte Seekarten aus und stellen mit Hilfe von Wind- und Strömungsmodellen zahlreiche Berechnungen der Sturmnacht an, in der das Schiff unterging. Dann glauben sie sich endlich am Ziel.

      Die Fundstelle liegt inmitten des weiten Mündungstrichters der Elbe, ein gefährliches Suchgebiet mit massenhaftem Schiffsverkehr und ständiger Bewegung des Meeresbodens durch Ebbe und Flut. Die Zeit drängt, denn wenn mit dem beschlossenen Elbausbau begonnen wird, sind die Schätze aus Ägypten vermutlich endgültig verloren.

      Im Sommer 2011 ist es soweit. Das Lebenswerk von Joachim Karig und Rainer Leive steht auf dem Spiel. Unterwasserarchäologen unter der Führung von Dr. Martin Segschneider vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein machen die Probe aufs Exempel. Stimmen die Berechnungen der beiden Männer oder entzieht sich die Fracht aus Ägypten für immer dem Zugriff?

      "Terra X" ist bei der Suche dabei und erzählt die außergewöhnliche Geschichte von zwei gegensätzlichen Männern, die fest entschlossen sind, die kostbare Fracht zu finden.

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