• 20.01.2018
      19:30 Uhr
      Regen als Segen Indische Dörfer im Kampf gegen die Dürre | arte
       

      In dem kleinen Dorf Javele Baleshwar im indischen Bundesstaat Maharashtra arbeiten die Bewohner an einem Projekt, das den Monsunregen besser nutzbar machen will. Sie wollen den Kreislauf aus Dürre, Überschwemmungen, Verschuldung und Elend durchbrechen. Das Ziel ist, die Hänge mit Wasser zu versorgen und dadurch eine traditionelle, landwirtschaftliche Lebensweise zu erhalten. Die Dokumentation zeigt, wie die in mühevoller Handarbeit gezogenen Gräben und aus Steinen aufgeschütteten Dämme die Aufforstung einst kahler Hänge ermöglichen und so den Bauern auch in der Trockenzeit gefüllte Brunnen verschaffen.

      Samstag, 20.01.18
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      In dem kleinen Dorf Javele Baleshwar im indischen Bundesstaat Maharashtra arbeiten die Bewohner an einem Projekt, das den Monsunregen besser nutzbar machen will. Sie wollen den Kreislauf aus Dürre, Überschwemmungen, Verschuldung und Elend durchbrechen. Das Ziel ist, die Hänge mit Wasser zu versorgen und dadurch eine traditionelle, landwirtschaftliche Lebensweise zu erhalten. Die Dokumentation zeigt, wie die in mühevoller Handarbeit gezogenen Gräben und aus Steinen aufgeschütteten Dämme die Aufforstung einst kahler Hänge ermöglichen und so den Bauern auch in der Trockenzeit gefüllte Brunnen verschaffen.

       

      Jedes Jahr warten Millionen Bauern in Indien sehnsüchtig auf den Monsunregen, so auch in dem kleinen Dorf Javele Baleshwar. Kommt der Monsun zu spät, verdörrt ihnen die Saat. Ist der Regen zu stark, spült er den ausgebrachten Samen fort. Auch wenn in den wenigen Wochen oder gar Tagen des Monsuns der größte Teil der jährlichen Niederschläge fällt, kann die ausgedörrte Erde das Leben spendende Wasser kaum aufnehmen. Das meiste fließt dann unwiederbringlich ab und bleibt ungenutzt.

      Doch in Javele Baleshwar will man diesen Kreislauf jetzt durchbrechen. Die Bewohner des Dorfes haben sich einem groß angelegten Programm des Watershed Organization Trust (WOTR) angeschlossen, einer Nichtregierungsorganisation, die mit Hilfe von einfachen, aber wirkungsvollen Kanalisierungs- und Staumaßnahmen Regenwasser besser nutzbar machen will. Dafür ist die Mitarbeit aller Dorfbewohner nötig.
      In Javele Baleshwar sind die Menschen bereit, ihre Arbeitskraft dem Projekt zu widmen, denn die Wasserknappheit stürzt die Bauern in einen endlosen Kreislauf von Verschuldung und Elend. Viele von ihnen - Schätzungen zufolge bis zu 100 Millionen pro Jahr - sind gezwungen, sich Arbeit in Fabriken oder auf anderen, besser bewässerten Ländereien zu suchen. Nicht so in Javele Baleshwar, im Gegenteil. Längst gibt es hier auch für die Bewohner benachbarter Regionen Arbeitsplätze beim Bau der Dämme und Kanäle. Und dann fällt endlich der ersehnte Monsunregen und zeigt, ob die Maßnahmen wirkungsvoll waren. Muss das Wasser immer noch ungenutzt davon fließen?
      Filmautor Peter Weinert und sein Team haben das kleine Dorf Javele Baleshwar rund 150 Kilometer nordöstlich von Mumbai über einen längeren Zeitraum mehrmals besucht und seine Bewohner beim Bau ihres Wasserprojekts beobachtet. Die Dokumentation zeigt, wie die in mühevoller Handarbeit gezogenen Gräben und aus Steinen aufgeschütteten Dämme die Aufforstung einst kahler Hänge ermöglichen und so den Bauern auch in der Trockenzeit gefüllte Brunnen verschaffen. Bis es soweit ist, müssen die Experten von WOTR aber erst Aufklärung leisten, um die Skepsis der Bevölkerung zu überwinden.

      Dokumentation Deutschland 2012

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.07.2018