• 18.06.2018
      14:40 Uhr
      Magie des Monsuns (1/4) Ruhe vor dem Sturm | 3sat
       

      Ein Wetterphänomen beherrscht ganz Südostasien von Tibet bis nach Australien: der Monsun. Er bringt Regenzeiten mit den größten Niederschlagsmengen der Erde, aber auch Trockenperioden. In seinem Einflussgebiet hat er der gesamten Natur seinen Stempel aufgedrückt. Aber der Monsun hat auch die Kulturen im Fernen Osten mitgestaltet. Die Dokumentation führt in eine Welt, die dem gewaltigen Wettersystem völlig unterworfen ist.

      Heute
      14:40 - 15:25 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Ein Wetterphänomen beherrscht ganz Südostasien von Tibet bis nach Australien: der Monsun. Er bringt Regenzeiten mit den größten Niederschlagsmengen der Erde, aber auch Trockenperioden. In seinem Einflussgebiet hat er der gesamten Natur seinen Stempel aufgedrückt. Aber der Monsun hat auch die Kulturen im Fernen Osten mitgestaltet. Die Dokumentation führt in eine Welt, die dem gewaltigen Wettersystem völlig unterworfen ist.

       

      Ein Wetterphänomen beherrscht ganz Südostasien von Tibet bis nach Australien: der Monsun. Er bringt Regenzeiten mit den größten Niederschlagsmengen der Erde, aber auch Trockenperioden. In seinem Einflussgebiet hat er der gesamten Natur seinen Stempel aufgedrückt. Aber der Monsun hat auch die Kulturen im Fernen Osten mitgestaltet. Die Dokumentation führt in eine Welt, die dem gewaltigen Wettersystem völlig unterworfen ist.

      Der Film steht ganz im Zeichen der Zeit vor dem großen Regen, der Jahreszeit, die von den australischen Aborigines "Gunumeleng" genannt wird: Noch ist es trocken im tropischen Norden des Kontinents, Wasser ist Mangelware. Flughunde versammeln sich am Roper River, der aus unterirdischen Quellen gespeist wird und auch um diese Zeit Wasser führt. Doch wo sie ihren Durst löschen, lauern auch Krokodile auf Beute.

      Die Hitze in Australien ist einer der Gründe für die Entstehung des Monsuns: Die heiße Luft über der riesigen Landmasse steigt auf, feuchte Luft vom Meer wird angezogen. Immer mehr Wolken türmen sich auf, bis sie sich endlich in heftigen Gewitterschauern ergießen. Doch bevor der erlösende Regen endlich kommt, droht dem ausgedörrten Land zusätzlich Gefahr: Immer wieder werden verheerende Buschfeuer durch Blitzschlag aus Trockengewittern ausgelöst.Weiter nördlich, auf der indonesischen Insel Sumatra, folgt auch das Leben der Orang-Utans dem Rhythmus des Monsuns.

      Die Muttertiere kennen ihren Lebensraum genau, sie wissen nicht nur, wo in ihrem Wald die Bäume stehen, die in der Trockenzeit essbare Früchte tragen, sie haben auch eine Art "Kalender" im Kopf, wo genau verzeichnet ist, wann es sich lohnt, die einzelnen Bäume aufzusuchen. Ein junger Orang-Utan bleibt jahrelang bei seiner Mutter und lernt von ihr auch andere nützliche Dinge, zum Beispiel, wie man ein großes Blatt als Regenschirm verwendet, wenn die schweren Niederschläge kommen.

      Für die Tiger in Zentralindien ist die Zeit vor den Monsunregen günstig, um ihre immer hungrigen Jungen mit genügend Nahrung zu versorgen: Ihre bevorzugte Beute, die Axishirsche, müssen sich in der Nähe der wenigen verbleibenden Wasserstellen aufhalten, um nicht zu verdursten. Doch die Hirsche haben ein Frühwarnsystem entwickelt: Sie äsen gern gemeinsam mit Hanuman-Languren.

      Die Affen sehen die Tiger oft frühzeitig und warnen die Axishirsche vor dem Angriff der Großkatzen. Mit eindrucksvollen Bildern zeigt die Sendung die Macht dieses großräumigen Wettersystems, seine Auswirkungen auf Asien und Australien, auf Tier und Mensch. So auch Holi, das "Fest der Farben", eine der ältesten Feierlichkeiten Indiens. Mit diesem Fest möchten die Menschen den Monsun willkommen heißen, jene Kraft, die in der unmittelbar bevorstehenden Regenzeit die durstige und staubige Landschaft mit Wasser reich beschenken soll.

      Film von Kathryn Jeffs

      Wunderwelt Erde - Ein Thementag in 3sat aus der Reihe "Universum"

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