• 17.06.2018
      20:15 Uhr
      Magie des Monsuns (2/4) Der große Regen | 3sat
       

      Am Höhepunkt des Sommermonsuns regnet es über dem Subkontinent Indien bis zu 17 Tonnen Wasser pro Minute. In Windeseile überzieht sich die ausgedörrte Landschaft mit frischem Grün. Flüsse wie der Mekong schwellen auf ein Vielfaches ihrer Größe an. Für landgebundene Vierbeiner werden die unablässig steigenden Wasserpegel bald zur tödlichen Bedrohung. Die Dokumentation zeigt die lebensbedrohliche und Leben spendende Macht des Monsunregens.

      Sonntag, 17.06.18
      20:15 - 20:55 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

      Am Höhepunkt des Sommermonsuns regnet es über dem Subkontinent Indien bis zu 17 Tonnen Wasser pro Minute. In Windeseile überzieht sich die ausgedörrte Landschaft mit frischem Grün. Flüsse wie der Mekong schwellen auf ein Vielfaches ihrer Größe an. Für landgebundene Vierbeiner werden die unablässig steigenden Wasserpegel bald zur tödlichen Bedrohung. Die Dokumentation zeigt die lebensbedrohliche und Leben spendende Macht des Monsunregens.

       

      Am Höhepunkt des Sommermonsuns regnet es über dem Subkontinent Indien bis zu 17 Tonnen Wasser pro Minute. In Windeseile überzieht sich die ausgedörrte Landschaft mit frischem Grün. Flüsse wie der Mekong schwellen auf ein Vielfaches ihrer Größe an. Für landgebundene Vierbeiner werden die unablässig steigenden Wasserpegel bald zur tödlichen Bedrohung. Die Dokumentation zeigt die lebensbedrohliche und Leben spendende Macht des Monsunregens.

      Die ersten Regentropfen bringen Erlösung von der langen Trockenheit: Kleine Rinnsale und Tümpel entstehen. Junge Assam-Makaken können hier zum ersten Mal ausgelassen im Wasser planschen, während die älteren Affen im Schlamm nach schmackhaften Schnecken suchen. Für Frösche und Kröten ist jetzt Paarungszeit, in Scharen versammeln sie sich an den Laichplätzen. Grasfresser wie der Axishirsch finden überall frische Halme, Panzernashorn und Elefant tun sich an der Wasserhyazinthe gütlich, und auch für den Lippenbären - das Vorbild für den gemütlichen Balu im "Dschungelbuch" - bricht eine Zeit des Überflusses an.

      Die Zeit der Monsunregen ist auch die Zeit der Fiebermücken und der Malaria. Zwei Wochen nach Beginn der Regenzeit schlüpfen die ersten Mücken. Ihr Larvenleben haben sie unter Wasser zugebracht, als fliegende Insekten sind sie vollkommen wasserabstoßend. Superzeitlupen-Bilder zeigen: Selbst den Zusammenstoß mit - im Verhältnis - riesengroßen Regentropfen überstehen sie unbeschadet. Der Mekong führt jetzt so viel Wasser, dass er seinen Zulauf, den Fluss Tonle Sap in Kambodscha, in die Gegenrichtung zwingt. Die Wassermassen drängen "flussaufwärts".

      Zahlreiche Fischschwärme erobern dabei neue Lebensräume - und der Tonle-Sap-See schwillt zum größten und fischreichsten Binnensee Südostasiens an. Die traditionellen Fischerdörfer Kambodschas sind auf Stelzen gebaut. Während der Trockenheit erreicht man die Hütten über lange Leitern - jetzt reicht das Wasser bis vor die Haustür. Aber der Mekong bringt nicht nur Nahrung für Fischerdörfer und Schlangenhalsvögel, er verteilt auch Schlick über das Land und sorgt damit wieder für frisch gedüngte Reisfelder.

      Der Kaziranga-Nationalpark im indischen Bundesstaat Assam ist einer der letzten Lebensräume des Panzernashorns. Hier ist es der Brahmaputra, der alljährlich Teile des Nationalparks überschwemmt und nährstoffreichen Schlamm ablagert. Das Elefantengras wird fast fünf Meter hoch, neben den Dickhäutern finden auch Wasserbüffel und Schweinshirsche reichlich Nahrung. Doch am Höhepunkt der Regenzeit, wenn der Pegel des Brahmaputra unbarmherzig steigt, müssen sie nicht selten um ihr Leben schwimmen.

      Film von Jonathan Clay

      Wunderwelt Erde - Ein Thementag in 3sat aus der Reihe "Universum"

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