• 11.02.2017
      08:55 Uhr
      360° Geo Reportage Boliviens junge Wilde | arte
       

      In der bolivianischen Hauptstadt La Paz sind Tiere anzutreffen, die selbst im Dschungel selten sind. In Säcke und Kisten gepfercht, werden Affen, Papageien, Schlangen und sogar Jaguare auf Märkten an private Halter, Zoos und Hotels verkauft, obwohl Wilderei in Bolivien verboten ist. Juan Carlos Antezana versucht, diesen Tieren zu helfen. Aber mit seiner Organisation Inti Wara Yassi befreit er nicht nur gefangene Wildtiere, sondern er hilft auch vielen verwahrlosten Straßen- und Waisenkindern, dem Gewalt- und Drogensumpf der Metropole La Paz zu entkommen. "360° Geo Reportage" beobachtet dieses einmalige Projekt.

      Samstag, 11.02.17
      08:55 - 09:35 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      In der bolivianischen Hauptstadt La Paz sind Tiere anzutreffen, die selbst im Dschungel selten sind. In Säcke und Kisten gepfercht, werden Affen, Papageien, Schlangen und sogar Jaguare auf Märkten an private Halter, Zoos und Hotels verkauft, obwohl Wilderei in Bolivien verboten ist. Juan Carlos Antezana versucht, diesen Tieren zu helfen. Aber mit seiner Organisation Inti Wara Yassi befreit er nicht nur gefangene Wildtiere, sondern er hilft auch vielen verwahrlosten Straßen- und Waisenkindern, dem Gewalt- und Drogensumpf der Metropole La Paz zu entkommen. "360° Geo Reportage" beobachtet dieses einmalige Projekt.

       

      Täglich kommen neue Tiere in den Parque Machía am Rande des bolivianischen Regenwaldes, die meisten in jämmerlichem Zustand: Papageien, denen die Federn ausgerissen wurden, Wildkatzen mit Brandwunden, verängstigte Kapuzineraffen, die als Haustiere in winzigen Käfigen ausharren mussten. Etwa 500 Kilometer von der Hauptstadt La Paz entfernt haben Juan Carlos Antezana und seine Organisation Inti Wara Yassi - zu Deutsch "Sonne, Mond und Sterne" - einen Rehabilitationspark für Tiere in Not errichtet. Hier finden sie Zuflucht und Pflege, bis sie in die freie Wildbahn zurückkehren können.

      Verstoßen, verängstigt und verwahrlost - ähnlich wie den Tieren geht es auch unzähligen Waisen- und Straßenkindern in Bolivien. Juan Carlos Antezana setzt sich deswegen nicht nur für Tiere ein. Unter Anleitung von Pflegern und Tierärzten lernen Waisen und Kinder aus zerstörten Familien, Verantwortung für die Tiere im Park zu übernehmen, sie zu pflegen und zu füttern. Durch den intensiven Kontakt sollen Tiere und Kinder einander helfen, Vertrauen und Liebe wieder zu entdecken.

      Auch der 14-jährige Miguel hat Verantwortung für eines der Tiere im Parque Machía übernommen: Der zahme Puma Gato ist sein neuer Freund. Vor noch gar nicht langer Zeit lebte Miguel im gesetzlosen Niemandsland von La Paz. Durch Juan Carlos hat er die einmalige Chance erhalten, sein bisher von Drogen und Gewalt bestimmtes Leben hinter sich zu lassen. Doch als Miguel von einem Affen gebissen wird, fühlt er sich abgelehnt und möchte den Park verlassen. Juan Carlos Antezana muss sich etwas einfallen lassen, um Miguel zum Bleiben zu bewegen.

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