• 16.06.2018
      06:15 Uhr
      Anjelica Huston erzählt James Joyce Dokumentation Irland 2017 | arte
       

      Tausend Seiten für einen einzigen Tag - mit seinem monumentalen Hauptwerk „Ulysses“ über den Anzeigenverkäufer Leopold Bloom hat James Joyce Weltliteratur geschrieben. Die Dokumentation taucht ein in das Werk des großen irischen Schriftstellers und verfolgt seinen turbulenten, durch zwei Weltkriege geprägten Lebensweg, der ihn von Dublin aus ins selbstgewählte Exil nach Triest, Pola, Paris und Zürich führte.

      Samstag, 16.06.18
      06:15 - 07:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Tausend Seiten für einen einzigen Tag - mit seinem monumentalen Hauptwerk „Ulysses“ über den Anzeigenverkäufer Leopold Bloom hat James Joyce Weltliteratur geschrieben. Die Dokumentation taucht ein in das Werk des großen irischen Schriftstellers und verfolgt seinen turbulenten, durch zwei Weltkriege geprägten Lebensweg, der ihn von Dublin aus ins selbstgewählte Exil nach Triest, Pola, Paris und Zürich führte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Blake Knox
      Kieron J. Walsh

      James Joyce ist von jeher ein Außenseiter: Er wächst in armen Verhältnissen auf und beginnt früh, gegen gesellschaftliche Konventionen zu rebellieren. Als Student gewinnt er zahlreiche Preise und Stipendien. Gleichzeitig führt er ein promiskuitives Liebesleben und geht bereits in jungen Jahren in Dubliner Bordellen ein und aus.

      Der 16. Juni 1904 ist der Tag, an dem er eine Beziehung mit dem jungen Zimmermädchen Nora Barnacle beginnt und an dem er später die gesamte Handlung seines berühmten Romans „Ulysses“ spielen lässt. Nora und er sind bis zu Joyces Tod ein Paar. Früh verlassen sie Irland und leben unter zumeist ärmlichen Bedingungen. Unbeirrt und zielstrebig arbeitet er auch in einer Zeit, in der Europa von politischen Umwälzungen und verheerenden Kriegen erschüttert wird. Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Frankreich wächst seine Sorge um die Sicherheit seines einzigen Enkels Stephen, eines Halbjuden. Schließlich flieht er mit seiner Familie ins Exil in die Schweiz, verstirbt aber nur wenige Wochen nach seiner Ankunft.

      Die turbulente Lebensgeschichte und das große Werk von James Joyce präsentiert in dieser Dokumentation die in Westirland aufgewachsene Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Anjelica Huston, deren eigene Karriere seit vielen Jahren sehr eng mit Joyces Werk verbunden ist. So hatte sie mit dem bekannten Monolog der Molly Bloom aus „Ulysses“ einen viel beachteten Bühnenauftritt und spielte die weibliche Hauptrolle im letzten Film ihres Vaters, dem legendären Regisseur John Huston. Das Werk basiert auf Joyces bedeutendster Erzählung „Die Toten“, die vielen als schönste Kurzgeschichte aller Zeiten gilt - und auch Hustons Film wurde von der Kritik als wahres Meisterwerk anerkannt.

      Anjelica Huston hat für die Dokumentation berühmte Schriftsteller interviewt, darunter die Booker-Preisträger Anne Enright und John Banville, den Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides sowie Edna O’Brien und Colm Toibin.

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      Samstag, 16.06.18
      06:15 - 07:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.10.2018