• 12.02.2018
      04:20 Uhr
      Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Der Revolver von Paul Verlaine | arte
       

      Jedes Jahr werden in Auktionshäusern Tausende Kunstgegenstände und Kunstwerke versteigert. Einige Objekte heben sich durch ihre Machart, ihre Nutzung, ihre früheren Besitzer oder ihre Umwidmung - also durch ihr „Vorleben“ - von den übrigen ab und wecken dadurch das Interesse und zuweilen auch die Gier der Auktionatoren. Mit Unterstützung von Auktionatoren und Experten wurden auffällige, seltene und faszinierende Gegenstände ausgewählt. Ein echter Kunstkrimi, der mit der Versteigerung im Auktionshaus seinen Anfang nimmt und weit in die Geschichte zurückführt.
      Heute: Der Revolver von Paul Verlaine

      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.02.18
      04:20 - 05:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Neu im Programm
      Stereo

      Jedes Jahr werden in Auktionshäusern Tausende Kunstgegenstände und Kunstwerke versteigert. Einige Objekte heben sich durch ihre Machart, ihre Nutzung, ihre früheren Besitzer oder ihre Umwidmung - also durch ihr „Vorleben“ - von den übrigen ab und wecken dadurch das Interesse und zuweilen auch die Gier der Auktionatoren. Mit Unterstützung von Auktionatoren und Experten wurden auffällige, seltene und faszinierende Gegenstände ausgewählt. Ein echter Kunstkrimi, der mit der Versteigerung im Auktionshaus seinen Anfang nimmt und weit in die Geschichte zurückführt.
      Heute: Der Revolver von Paul Verlaine

       

      Bei dieser Versteigerung in Paris fiel der Hammer insgesamt 49 Mal für Objekte unterschiedlichster Epochen. Aber der von der Presse viel beachtete Star der Versteigerung war eine Waffe mit einer unglaublichen Geschichte. Unter den Hammer kam ein leichter Lefaucheux-Revolver, wie man ihn sich in Frankreich und Belgien in den 1870er Jahren beschaffen konnte. Es war eine weitverbreitete und regelrecht salonfähige Waffe, mit der man vor Frauen angeben und Angreifer in die Flucht schlagen konnte.

      Doch was macht genau dieses Exemplar so einzigartig? In einem Hotel in Brüssel schoss Paul Verlaine am 10. Juli 1873 mit diesem Revolver auf den zehn Jahre jüngeren Arthur Rimbaud und landete daraufhin für zwei Jahre im Gefängnis. Rimbaud wurde am Arm verletzt. Die beiden „Poètes maudits“ hatten eine ebenso leidenschaftliche wie zerstörerische homoerotische Beziehung geführt; auf Höhenflüge folgte meist Streit und Zank. Der legendäre Revolver versinnbildlicht also eine der turbulentesten Liebesgeschichten der Literaturgeschichte, die mit einem Gerichtsprozess endete.

      Regie: Antoine Coursat

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.05.2018