• 11.02.2018
      05:25 Uhr
      Kunst im Reich der Mitte (1/3) Die Suche nach dem Paradies | arte
       

      „Kunst im Reich der Mitte - Die Suche nach dem Paradies“ erkundet die Ursprünge der chinesischen Kunst: die Sicht auf das Leben und den Tod und besonders die Suche nach Unsterblichkeit, nach dem Paradies. Von den frühesten, aliengleichen Funden aus der Zeit der verschollenen Zivilisation von Sanxingdui über die allmächtige Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers bis zum gefundenen und wieder verlorenen Paradies in den riesigen Gemälden und Buddha-Statuen der Mogao-Höhlen von Dunhuang.

      Sonntag, 11.02.18
      05:25 - 06:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      „Kunst im Reich der Mitte - Die Suche nach dem Paradies“ erkundet die Ursprünge der chinesischen Kunst: die Sicht auf das Leben und den Tod und besonders die Suche nach Unsterblichkeit, nach dem Paradies. Von den frühesten, aliengleichen Funden aus der Zeit der verschollenen Zivilisation von Sanxingdui über die allmächtige Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers bis zum gefundenen und wieder verlorenen Paradies in den riesigen Gemälden und Buddha-Statuen der Mogao-Höhlen von Dunhuang.

       

      In Sanxingdui bei Chengdu in der Provinz Sichuan tauchte 1986 eine verschwunden geglaubte Zivilisation wieder auf: In Opfergruben wurden Tausende Stücke aus Gold, Jade und Bronze gefunden, die sorgfältig zerbrochen, teilweise verbrannt und dann vergraben worden waren. Besonders auffallend waren vor allem riesige, aliengleiche Masken mit hervorspringenden Augen. Die Entdeckung der Ritualgräber zählt zu den bedeutendsten archäologischen Funden des 20. Jahrhunderts, von den Chinesen gerne als 9. Weltwunder gefeiert. Vieles an dem Fund ist bis heute rätselhaft geblieben. In jedem Fall erschütterte er den Glauben, die Wiege der chinesischen Zivilisation sei allein an den Ufern des Gelben Flusses zu finden. Dort waren die ersten Zeugnisse der chinesischen Schrift gefunden worden. Die Kalligraphie ist nicht nur Unterrichtsfach an chinesischen Schulen geblieben, sondern gilt weiterhin als wichtige Kunstform.

      Vom Gelben Fluss aus führt die Reise zur spektakulären Terrakotta-Armee. Ein Zufallsfund brachte 1974 die Sensation ans Tageslicht: über 6.000 lebensgroße, realistische Figuren. Zigtausende Menschen hatten Jahrzehnte daran gearbeitet, die Vision des ersten chinesischen Kaisers Realität werden zu lassen: eine Armee, die ihn nicht nur auf dem Weg ins Paradies eskortieren, sondern den Tod selbst besiegen sollte.

      Von der Terrakotta-Armee geht es weiter zu den Mogao-Höhlen an der Seidenstraße. Hier wurden zwischen dem 4. und 14. Jahrhundert nach Christus Hunderte Höhlen in den Sandstein geschlagen, die mit überwältigenden Buddha-Statuen und Wandmalereien ausgeschmückt sind. Wie in einem Brennglas werden hier Tausend Jahre der chinesischen Kunst und des chinesischen Lebens sichtbar.

      Chinas Einfluss ist heute überall auf der Welt zu spüren. Wie manches andere ist dabei die chinesische Kunst oft rätselhaft geblieben. Die bahnbrechende Reihe „Kunst im Reich der Mitte“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch ein Land voll atemberaubender Schönheit und zeigt Kunstwerke aus mehr als 4.000 Jahren, von den Ritualgräbern in Sichuan und der Terrakotta-Armee bis zu den Künstlern des 21. Jahrhunderts. Die großen Kunstwerke spiegeln die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft von damals bis heute und werden zum Schlüssel für das Verständnis der Entwicklung des riesigen Reichs der Mitte.

      Regie: Mike Christie

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.05.2018