• 03.09.2017
      11:30 Uhr
      Erstaunliche Gärten Der Werftpark Zhongshan in China | arte
       

      Heute: Er war einer der ersten öffentlichen Parks in China - der Werftpark im chinesischen Zhongshan. Auf der zwölf Hektar großen Industriebrache einer ehemaligen Werft schuf der Landschaftsarchitekt Yu Kongjian eine grüne Lunge für die Stadt. Er erkannte das Potenzial der stählernen Industrieruinen, die er in sein Konzept integrierte. Entstanden ist ein faszinierender städtischer Garten direkt am Fluss, der dem historischen Kulturerbe Chinas Rechnung trägt, aber gleichzeitig für eine neue, nachhaltige Gartenästhetik der Moderne steht.

      Sonntag, 03.09.17
      11:30 - 11:55 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Heute: Er war einer der ersten öffentlichen Parks in China - der Werftpark im chinesischen Zhongshan. Auf der zwölf Hektar großen Industriebrache einer ehemaligen Werft schuf der Landschaftsarchitekt Yu Kongjian eine grüne Lunge für die Stadt. Er erkannte das Potenzial der stählernen Industrieruinen, die er in sein Konzept integrierte. Entstanden ist ein faszinierender städtischer Garten direkt am Fluss, der dem historischen Kulturerbe Chinas Rechnung trägt, aber gleichzeitig für eine neue, nachhaltige Gartenästhetik der Moderne steht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Pat Marcel, Stéphane Carrel

      Um die Jahrtausendwende veränderte sich das Gesicht Chinas: Die Verstädterung schritt immer schneller voran, und während viele Reisfelder verschwanden, stieg die Zahl der Industriebrachen. Auf einem solchen Gelände, der ehemaligen Werft der Stadt Zhongshan in der Provinz Guangdong, legte das Team um den Landschaftsarchitekten Yu Kongjian einen Park an, der traditionelle chinesische Gartenkunst mit moderner Ökologie verbindet.

      Yu Kongjian schuf einen schlichten Gegenentwurf zum Urbanisierungswahn seines Heimatlandes, wobei er dem reichen Kulturerbe Chinas Rechnung trug, von Feng Shui bis zur roten Farbe als Symbol für den Maoismus. Der Zhongshan Shipyard Park ist ein kostenlos zugänglicher öffentlicher Raum, was im Reich der Mitte äußerst selten ist. Dabei gelang den Machern des Parks das Kunststück, nicht nur die Landschaft zu sanieren, sondern auch deren geschichtlichen Elemente zu bewahren, wie Teile der industriellen Stahlkonstruktionen oder der alten Maschinen als Hommage an die Werftarbeiter.

      Vor allem aber vollbrachten sie eine technische Meisterleistung: Die grüne Ruheoase liegt am Fluss Qijang, der ins Chinesische Meer mündet und dessen Wasserstand starke Gezeitenschwankungen aufweist. Mit einem Netz aus Brücken und einer Terrassenlandschaft lösten sie das Problem einer möglichen Überflutung.

      Die fünfteilige Reihe „Erstaunliche Gärten“ besucht außergewöhnliche Gärten weltweit und stellt jüngste Entwicklungen in der Landschaftsgestaltung vor. Außerdem lässt sie Menschen zu Wort kommen, die mit viel Kreativität und Erfindungsgeist poetische Freiräume in einer zunehmend verstädterten Welt schaffen.

      Dokumentationsreihe Frankreich 2015

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