• 05.12.2014
      21:02 Uhr
      Die Spur der Bombe Neue Erkenntnisse im Mordfall Herrhausen | tagesschau24
       

      25 Jahre ist es jetzt her, dass Alfred Herrhausen, Chef der Deutschen Bank, von der RAF ermordet wurde. Bis heute wurden die Täter nicht identifiziert; die Chancen, die Mörder jemals vor Gericht zu stellen, sind über die Jahre immer weiter gesunken. Der Film versucht, die Hintergründe des Mordes von Bad Homburg neu zu beleuchten. Er geht dabei der Spur der tödlichen Waffe nach, der Alfred Herrhausen seinerzeit zum Opfer fiel. ARD-Autor Egmont R. Koch rekonstruiert die Herkunft des Spreng-Geschosses. Dabei wird er von dem deutschen Fraunhofer-Institut EMI und Robert Baer, einem ehemaligen CIA-Agenten im Nahen Osten, unterstützt.

      Freitag, 05.12.14
      21:02 - 21:47 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      25 Jahre ist es jetzt her, dass Alfred Herrhausen, Chef der Deutschen Bank, von der RAF ermordet wurde. Bis heute wurden die Täter nicht identifiziert; die Chancen, die Mörder jemals vor Gericht zu stellen, sind über die Jahre immer weiter gesunken. Der Film versucht, die Hintergründe des Mordes von Bad Homburg neu zu beleuchten. Er geht dabei der Spur der tödlichen Waffe nach, der Alfred Herrhausen seinerzeit zum Opfer fiel. ARD-Autor Egmont R. Koch rekonstruiert die Herkunft des Spreng-Geschosses. Dabei wird er von dem deutschen Fraunhofer-Institut EMI und Robert Baer, einem ehemaligen CIA-Agenten im Nahen Osten, unterstützt.

       

      25 Jahre ist es jetzt her, dass Alfred Herrhausen, Chef der Deutschen Bank, von der RAF ermordet wurde. Bis heute wurden die Täter nicht identifiziert; die Chancen, die Mörder jemals vor Gericht zu stellen, sind über die Jahre immer weiter gesunken.

      Der Film versucht, die Hintergründe des Mordes von Bad Homburg neu zu beleuchten. Er geht dabei der Spur der tödlichen Waffe nach, der Alfred Herrhausen seinerzeit zum Opfer fiel: Ein raffinierter Sprengsatz, durch den ein panzerbrechendes Geschoss auf das gesicherte Fahrzeug des Bankiers gefeuert wurde. Der Abschuss des Projektils war offenbar zentimetergenau berechnet worden, die Auslösung der Explosion erfolgte mittels einer Infrarot-Lichtschranke. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die RAF bei ihren Anschlägen wesentlich weniger komplexer Waffen bedient; und aus ihrem Bekennerschreiben zum Herrhausen-Attentat lässt sich herauslesen, dass sie selbst sich mit der verwendeten Technik nicht auskannte. Von woher bekamen die deutschen Terroristen also technische Unterstützung?

      ARD-Autor Egmont R. Koch rekonstruiert die Herkunft des Spreng-Geschosses. Dabei wird er von dem deutschen Fraunhofer-Institut EMI und Robert Baer, einem ehemaligen CIA-Agenten im Nahen Osten, unterstützt. Die aufwendige Spurensuche führt unter anderen nach Mailand, Barcelona und Kopenhagen - und in den Libanon.

      Am 22. November 1989 - genau acht Tage vor dem Attentat auf Herrhausen - wurde der frisch gewählte libanesische Präsident René Moawad das erste Opfer dieser damals noch neuen Terrorwaffe. Robert Baer glaubt sogar, den Erfinder des Spreng-Geschosses zu kennen. Er hält es zudem nicht für Zufall, dass die beiden Anschläge von Beirut und Bad Homburg so zeitnah erfolgten. Der frühere CIA-Agent ist davon überzeugt, dass es eine logistische Allianz hinter der RAF gab, die den deutschen Linksterroristen bei der Planung des Herrhausen-Attentats auf die Sprünge half. Im Zentrum dieser Allianz stand damals die palästinensische PFLP, dazu gehörten auch japanische Linksterroristen - und die spanische ETA.

      Film von Egmont R. Koch aus der Reihe "Geschichte im Ersten"

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