• 05.10.2014
      16:45 Uhr
      Lion Feuchtwanger - Geachtet & geächtet LIDO | ARD-alpha
       

      Im großen zeitgeschichtlichen Panorama seines Romans "Erfolg" schildert Lion Feuchtwanger das Biotop, aus dem Anfang der Zwanziger Jahre der Nationalsozialismus hervorging. 1925 war der gebürtige münchner Autor seinem Freund Brecht nach Berlin gefolgt. 1933 aus Deutschland vertrieben, ging er ins französische Exil und flüchtete später in die USA, wo er eine schriftstellerisch höchst produktive Existenz aufbauen konnte. In Dietrich Leubes Dokumentation kommentieren u.a. Tilman Spengler, Marcel Reich-Ranicki, Schüler des Münchner Lion-Feuchtwanger-Gymnasiums und die "Biermösl-Blosn" die Bedeutung des Schriftstellers heute.

      Sonntag, 05.10.14
      16:45 - 17:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Im großen zeitgeschichtlichen Panorama seines Romans "Erfolg" schildert Lion Feuchtwanger das Biotop, aus dem Anfang der Zwanziger Jahre der Nationalsozialismus hervorging. 1925 war der gebürtige münchner Autor seinem Freund Brecht nach Berlin gefolgt. 1933 aus Deutschland vertrieben, ging er ins französische Exil und flüchtete später in die USA, wo er eine schriftstellerisch höchst produktive Existenz aufbauen konnte. In Dietrich Leubes Dokumentation kommentieren u.a. Tilman Spengler, Marcel Reich-Ranicki, Schüler des Münchner Lion-Feuchtwanger-Gymnasiums und die "Biermösl-Blosn" die Bedeutung des Schriftstellers heute.

       

      In diesem großen zeitgeschichtlichen Panorama schildert er das Biotop, aus dem Anfang der Zwanziger Jahre der Nationalsozialismus hervorging. 1925 folgte der gebürtige Münchner Autor aus bürgerlich-jüdischem Milieu, bedrängt vom zunehmend stickigen Klima in der "Hauptstadt der Bewegung", seinem Freund Brecht nach Berlin. 1930 erschien mit "Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz" der erste Teil der "Wartesaal"-Trilogie. 1933 aus Deutschland vertrieben, vollendete er im französischen Exil die beiden anderen Teile. In "Die Geschwister Oppermann" schildert er Schicksale einer jüdischen Unternehmerfamilie, in "Exil" die Situation deutscher Emigranten in Paris. Nach der Besetzung Frankreichs gelang ihm die Flucht in die USA, wo er dank der Honorare seiner in hohen Auflagen übersetzten historischen Romane (Josephus-Trilogie, Jud Süß, Goya, Rousseau, Die Jüdin von Toledo) eine gesicherte Existenz aufbauen konnte.

      Als er 1958 starb, füllte seine kalifornische Villa eine Bibliothek von 35.000 Büchern. Die bayerische Heimat hat der Staatenlose nie wiedergesehen. In der filmischen Dokumentation von Leben und Werk Lion Feutwangers kommentieren Autoren wie Tilman Spengler, der Kritiker Marcel Reich-Ranicki, der Verleger Gotthard Erler, der Germanist Harold von Höfe; Schüler des Lion-Feuchtwanger-Gymnasiums in München und Hans Well von den "Biermösl-Blosn" die Bedeutung des Schriftstellers heute. Aufzeichnungen von Gesprächen mit Marta Feuchtwanger, die ihren Mann um drei Jahrzehnte überlebt hat, Ausschnitte aus Romanverfilmungen und historisches Filmmaterial tragen schließlich dazu bei, das Bild eines der erfolgreichsten Münchner Schriftstellers des 20. Jahrhunderts zu vervollständigen.

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      Sonntag, 05.10.14
      16:45 - 17:30 Uhr (45 Min.)
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