• 27.10.2020
      00:00 Uhr
      Playland USA Dokumentarfilm Deutschland 2017 | arte
       

      Das postfaktische Zeitalter begann 1492. Oder: Die Arche landete einst im gelobten Land, den Vereinigten Staaten von Amerika. Benjamin Schindlers poetischer Dokumentarfilm "Playland USA" zeigt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor allem als eins der unbegrenzten Identitätsbildungen zwischen Popkultur und christlichem Glauben. Realität und Inszenierung, Traum und Wahnsinn, Sakrales und Banalität geraten dabei in einen Strudel, in den sich auch der Film selbst stürzt. Die Welt ist aus dem "American Dream" aufgewacht - spätestens nachdem die Wirklichkeit von der inszenierten Fiktion übertrumpft wurde.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 27.10.20
      00:00 - 01:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Das postfaktische Zeitalter begann 1492. Oder: Die Arche landete einst im gelobten Land, den Vereinigten Staaten von Amerika. Benjamin Schindlers poetischer Dokumentarfilm "Playland USA" zeigt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor allem als eins der unbegrenzten Identitätsbildungen zwischen Popkultur und christlichem Glauben. Realität und Inszenierung, Traum und Wahnsinn, Sakrales und Banalität geraten dabei in einen Strudel, in den sich auch der Film selbst stürzt. Die Welt ist aus dem "American Dream" aufgewacht - spätestens nachdem die Wirklichkeit von der inszenierten Fiktion übertrumpft wurde.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Benjamin Schindler

      Das postfaktische Zeitalter begann 1492. Oder: Die Arche landete einst im gelobten Land, den Vereinigten Staaten von Amerika. Benjamin Schindlers poetischer Dokumentarfilm "Playland USA" zeigt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor allem als eins der unbegrenzten Identitätsbildungen zwischen Popkultur und christlichem Glauben. Realität und Inszenierung, Traum und Wahnsinn, Sakrales und Banalität geraten dabei in einen Strudel, in den sich auch der Film selbst stürzt. Die Welt ist aus dem "American Dream" aufgewacht - spätestens nachdem die Wirklichkeit von der inszenierten Fiktion übertrumpft wurde.

      Durch die Kombination unzähliger, teils kurioser Orte der Inszenierung, spürt der Film dem Selbstverständnis einer Nation nach. In imposanten Kinobildern lässt sich der Film von diesem leiten und zeichnet einen Bogen von der Arche Noah zur Eroberung fremder Planeten. Immer deutlicher wird dabei, dass Benjamin Schindler aus vielen "American Dreams" einen "American Nightmare" zusammensetzt, der wie im Wahn Pop- und Hollywoodzitate in die Geschichte einschreibt, so dass es irgendwann fast logisch erscheint, dass die USA mit wehenden Fahnen den Mars erobern.

      Die assoziative Montage nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch schaurig-schöne Bilderwelten und verweist auf deren kollektive emotionale Steuerung durch Politik, Werbung und Popkultur. Spätestens wenn der Dokumentarfilm vom Kino-Massaker in Aurora erzählt, endet die wohlige Entertainmentkultur. Die Grenzen der Fiktion sind überschritten.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 27.10.20
      00:00 - 01:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.12.2020