• 30.10.2014
      13:45 Uhr
      Die Flüchtigen Spielfilm Frankreich 2003 (Les Egarés) | arte
       

      Juni, 1940: Die Deutschen stehen vor den Toren von Paris. Panik bricht aus. Die Lehrerin Odile schließt sich mit ihren beiden Kindern im Schlepptau dem Flüchtlingsstrom an. Nach 50 Kilometern mühsamen Vorankommens auf der überfüllten Straße bricht das Desaster herein: Stukas bombardieren die Wagenkolonne. Unerwartete Rettung taucht auf in Form eines kahlrasierten 16-Jährigen, mit dessen Hilfe sie letztendlich Unterschlupf in einem verlassenen Landhaus finden. Vorläufig sich selbst überlassen, müssen die vier lernen, zu vertrauen und eigene Grenzen zu überwinden.

      Donnerstag, 30.10.14
      13:45 - 15:20 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Juni, 1940: Die Deutschen stehen vor den Toren von Paris. Panik bricht aus. Die Lehrerin Odile schließt sich mit ihren beiden Kindern im Schlepptau dem Flüchtlingsstrom an. Nach 50 Kilometern mühsamen Vorankommens auf der überfüllten Straße bricht das Desaster herein: Stukas bombardieren die Wagenkolonne. Unerwartete Rettung taucht auf in Form eines kahlrasierten 16-Jährigen, mit dessen Hilfe sie letztendlich Unterschlupf in einem verlassenen Landhaus finden. Vorläufig sich selbst überlassen, müssen die vier lernen, zu vertrauen und eigene Grenzen zu überwinden.

       

      Juni, 1940: Die Deutschen stehen vor den Toren von Paris. Allgemeine Panik macht sich breit. Lehrerin Odile schließt sich mit ihren zwei Kindern im Gepäck - dem 13-jährigen Phillipe und der 7-jährigen Cathy - dem Exodus gen Süden an. Tag und Nacht auf überfüllten Straßen im Wagen eingeschlossen, kommen sie nur schrittweise voran. Nach circa 50 Kilometern Wegstrecke bricht die Katastrophe herein: Deutsche Stukas bombardieren die Flüchtlingskolonne, ungeachtet der Tatsache, dass es sich um Zivilbevölkerung handelt mit Alten, Frauen und Kindern. Sehr schnell fängt das Auto der Familie Feuer. Und die Stukas gehen erneut in den Tiefflug, um die Flüchtenden auszulöschen. Plötzlich taucht aus einem Graben ein fremder Junge mit kahlrasiertem Schädel auf, der sie ins Unterholz führt, das Schutz vor der Luftattacke bietet.

      Was tun? Sich tiefer in den Wald zurückziehen oder auf die Straße zurückkehren? Es folgt eine sternenklare Nacht unter freiem Himmel. In aller Frühe irrt das Vierergespann auf der evakuierten Flur umher, bis es auf ein großes verlassenes Haus stößt. Der mysteriöse Retter, Yvan, klettert ohne zu zögern an einer Dachrinne hoch und steigt durch eine Luke ins Innere. Wer ist dieser erfinderische 16-Jährige, der in einem Atemzug lügt und beschützt? Laut André Téchiné ein "androgyner E.T.", dem Odile instinktiv misstraut und der mit seinem schelmischen Charme bereits ihre Kinder für sich gewonnen hat. Vorläufig abgeschnitten vom Rest der Welt beginnt in der idyllischen Isolation, in der friedlichen Oase des verlassenen Landguts, ein langsamer Prozess des sich Näherkommens.

      Ein Film von André Téchiné mit Emmanuelle Béart in der Rolle der Lehrerin.

      Nach dem faszinierenden Roman "Le garçon aux yeux gris" von Gilles Perrault aus dem Jahr 2001 hat André Téchiné einen trotz des omnipräsenten Zweiten Weltkriegs zeitlosen Film geschaffen. Nach einem Intro mit schwarz-weißen Archivbildern von Luftangriffen und der grausamen Bombardierung der Flüchtlingskolonne entwickelt sich die Erzählung zu einem Kammerspiel, wenn die Fluchtbewegung in dem leerstehenden Haus endet. Das Vierergespann - der junge Retter ist das vierte Rad am Wagen, nimmt die Rolle des abwesenden Vaters und Mannes ein - wird dort heimgesucht von den Phantomen derjenigen, die dort einmal lebten: jüdische Musiker, die deportiert wurden. Der geheimnisvolle Zauber von "Die Flüchtigen" ist besonders Gaspard Ulliel zu verdanken, seiner Darstellung des Yvan, dessen Rätsel bis zum Schluss ungelöst bleibt: Er spielt in jeder Sekunde die Ambivalenz zwischen Kind und Erwachsenem, zwischen Mann und Frau, zwischen Bestie und Engel.

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      Donnerstag, 30.10.14
      13:45 - 15:20 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
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