• 24.04.2021
      15:30 Uhr
      Plusminus Das Wirtschaftsmagazin | tagesschau24
       

      Themen der Sendung:

      • Wohnmobile als Dreckschleudern: Nun trifft der Diesel-Skandal auch Wohnmobil-Eigentümer.
      • Verloren unter gerichtlicher Betreuung: Haus weg, Erinnerungsstücke weg, Familiengrab weg: traurige Bilanz einer gerichtlichen Betreuung.
      • Wohnungsmangel: Können Unternehmen gegensteuern? Der Wohnungsmangel in deutschen Ballungszentren macht vielen Unternehmen immer mehr zu schaffen.
      • Warten auf den digitalen Euro: Die Nachfrage der Bürger nach Bargeld geht in der Corona-Pandemie spürbar zurück.

      Samstag, 24.04.21
      15:30 - 16:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen der Sendung:

      • Wohnmobile als Dreckschleudern: Nun trifft der Diesel-Skandal auch Wohnmobil-Eigentümer.
      • Verloren unter gerichtlicher Betreuung: Haus weg, Erinnerungsstücke weg, Familiengrab weg: traurige Bilanz einer gerichtlichen Betreuung.
      • Wohnungsmangel: Können Unternehmen gegensteuern? Der Wohnungsmangel in deutschen Ballungszentren macht vielen Unternehmen immer mehr zu schaffen.
      • Warten auf den digitalen Euro: Die Nachfrage der Bürger nach Bargeld geht in der Corona-Pandemie spürbar zurück.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sandra Rieß
      Sandra Rieß
      • Wohnmobile als Dreckschleudern: Nun trifft der Diesel-Skandal auch Wohnmobil-Eigentümer. Nach "Plusminus"-Messungen stoßen Fahrzeuge mit Motoren des Herstellers Fiat fast das Zwanzigfache des erlaubten Wertes aus. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2014 bis 2019. Es geht um Hunderttausende Fahrzeuge in Deutschland. Viele deutsche Wohnmobil-Hersteller greifen als Basis auf Fahrgestell und Motoren des Fiat-Konzerns zurück. Besonders pikant: Deutsche und europäische Behörden wussten seit 2016 von den schlechten Messwerten. Doch passiert ist in den vergangenen fünf Jahren wenig. Jetzt wächst unter den Wohnmobil-Fans die Angst vor Stilllegungen oder komplizierten und teuren Nachrüstungen: "Plusminus" über Politik- und Behördenversagen auf allen Ebenen.

      • Verloren unter gerichtlicher Betreuung: Haus weg, Erinnerungsstücke weg, Familiengrab weg: traurige Bilanz einer gerichtlichen Betreuung. Immer wieder kommt es zu Ärger mit gerichtlich eingesetzten Betreuern. Angehörige bleiben außen vor, haben keine Rechte und müssen tatenlos zusehen, wie Hab und Gut verschwindet. Es kann jeden treffen. Unfall, Krankenhausaufenthalt, handlungs- und entscheidungsunfähig: Dann muss der Arzt bei Gericht eine Betreuung anregen, andernfalls könnte er sich strafbar machen. Ein gerichtlich bestimmter Betreuer entscheidet dann über Operationen, über Einweisung in Heime und regelt Vermögensfragen, quasi das ganze Leben. Rund 1,3 Millionen gerichtliche Betreuungsfälle gibt es in Deutschland. Und häufig gerät die Betreuung aus den Fugen. Da ändert auch eine im März beschlossene Reform des Betreuungsrechts nur wenig.

      • Wohnungsmangel: Können Unternehmen gegensteuern? Der Wohnungsmangel in deutschen Ballungszentren macht vielen Unternehmen immer mehr zu schaffen. Denn bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften spielt das Thema bezahlbarer Wohnraum oft eine entscheidende Rolle. Deshalb setzen einige, vor allem mittelständische, Firmen wieder auf Mitarbeiterwohnungen. Noch vor wenigen Jahren verkauften große Konzerne ihre teils riesigen Immobilienbestände - heute wird wieder gebaut. Doch viel zu wenig. Internet-Konzerne wie Facebook oder Google bauen auch im großen Stil Betriebswohnungen - allerdings im Silicon Valley und nicht an ihren deutschen Standorten. Plusminus über fehlende Betriebswohnungen in Deutschlands Boom-Regionen.

      • Warten auf den digitalen Euro: Die Nachfrage der Bürger nach Bargeld geht in der Corona-Pandemie spürbar zurück. Gleichzeitig werden die Rufe nach dem digitalen Euro lauter, einem gesetzlichen digitalen Zahlungsmittel im Euroraum. Mit dem digitalen Euro kann der Kunde, so der Plan, an der Ladenkasse oder online bezahlen. Die Menschen wollen aber, das zeigen Umfragen, dass das Bezahlen mit dem digitalen Euro genauso anonym bleibt wie heute mit Scheinen und Münzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigt, sie habe kein Interesse an den Daten der Bezahlvorgänge der Bürger, ganz anders als internationale private Konzerne, die digitale Bezahlsysteme managen würden. Ihnen will die EZB nicht das Feld überlassen. Allerdings lässt sie sich mit der Einführung Zeit. Vor 2026 wird der digitale Euro wohl nicht auf den Markt kommen. Anders als etwa in China, dass seine digitale Währung, den digitalen Yuan, schon 2022 herausgeben will. Die private Wirtschaft erwartet vom digitalen Euro einen Innovationsschub im Finanzsektor und für die Industrie 4.0. Sie appelliert, die Einführung jetzt schneller voranzutreiben, um die Eurozone nicht zu einer digitalen Kolonie anderer Anbieter zu machen.

      • Wohnmobile als Dreckschleudern: Nun trifft der Diesel-Skandal auch Wohnmobil-Eigentümer. Nach "Plusminus"-Messungen stoßen Fahrzeuge mit Motoren des Herstellers Fiat fast das Zwanzigfache des erlaubten Wertes aus. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2014 bis 2019. Es geht um Hunderttausende Fahrzeuge in Deutschland. Viele deutsche Wohnmobil-Hersteller greifen als Basis auf Fahrgestell und Motoren des Fiat-Konzerns zurück. Besonders pikant: Deutsche und europäische Behörden wussten seit 2016 von den schlechten Messwerten. Doch passiert ist in den vergangenen fünf Jahren wenig. Jetzt wächst unter den Wohnmobil-Fans die Angst vor Stilllegungen oder komplizierten und teuren Nachrüstungen: "Plusminus" über Politik- und Behördenversagen auf allen Ebenen.

      • Verloren unter gerichtlicher Betreuung: Haus weg, Erinnerungsstücke weg, Familiengrab weg: traurige Bilanz einer gerichtlichen Betreuung. Immer wieder kommt es zu Ärger mit gerichtlich eingesetzten Betreuern. Angehörige bleiben außen vor, haben keine Rechte und müssen tatenlos zusehen, wie Hab und Gut verschwindet. Es kann jeden treffen. Unfall, Krankenhausaufenthalt, handlungs- und entscheidungsunfähig: Dann muss der Arzt bei Gericht eine Betreuung anregen, andernfalls könnte er sich strafbar machen. Ein gerichtlich bestimmter Betreuer entscheidet dann über Operationen, über Einweisung in Heime und regelt Vermögensfragen, quasi das ganze Leben. Rund 1,3 Millionen gerichtliche Betreuungsfälle gibt es in Deutschland. Und häufig gerät die Betreuung aus den Fugen. Da ändert auch eine im März beschlossene Reform des Betreuungsrechts nur wenig.

      • Wohnungsmangel: Können Unternehmen gegensteuern? Der Wohnungsmangel in deutschen Ballungszentren macht vielen Unternehmen immer mehr zu schaffen. Denn bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften spielt das Thema bezahlbarer Wohnraum oft eine entscheidende Rolle. Deshalb setzen einige, vor allem mittelständische, Firmen wieder auf Mitarbeiterwohnungen. Noch vor wenigen Jahren verkauften große Konzerne ihre teils riesigen Immobilienbestände - heute wird wieder gebaut. Doch viel zu wenig. Internet-Konzerne wie Facebook oder Google bauen auch im großen Stil Betriebswohnungen - allerdings im Silicon Valley und nicht an ihren deutschen Standorten. Plusminus über fehlende Betriebswohnungen in Deutschlands Boom-Regionen.

      • Warten auf den digitalen Euro: Die Nachfrage der Bürger nach Bargeld geht in der Corona-Pandemie spürbar zurück. Gleichzeitig werden die Rufe nach dem digitalen Euro lauter, einem gesetzlichen digitalen Zahlungsmittel im Euroraum. Mit dem digitalen Euro kann der Kunde, so der Plan, an der Ladenkasse oder online bezahlen. Die Menschen wollen aber, das zeigen Umfragen, dass das Bezahlen mit dem digitalen Euro genauso anonym bleibt wie heute mit Scheinen und Münzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigt, sie habe kein Interesse an den Daten der Bezahlvorgänge der Bürger, ganz anders als internationale private Konzerne, die digitale Bezahlsysteme managen würden. Ihnen will die EZB nicht das Feld überlassen. Allerdings lässt sie sich mit der Einführung Zeit. Vor 2026 wird der digitale Euro wohl nicht auf den Markt kommen. Anders als etwa in China, dass seine digitale Währung, den digitalen Yuan, schon 2022 herausgeben will. Die private Wirtschaft erwartet vom digitalen Euro einen Innovationsschub im Finanzsektor und für die Industrie 4.0. Sie appelliert, die Einführung jetzt schneller voranzutreiben, um die Eurozone nicht zu einer digitalen Kolonie anderer Anbieter zu machen.

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