• 02.06.2022
      23:15 Uhr
      Wer hat Angst vor Sibylle Berg? SR Fernsehen
       

      Sibylle Berg provoziert. Mit ihren Texten und als Person. Ihre Lebensgeschichte vom DDR-Flüchtling bis zur Bestsellerautorin klingt fast so, als hätte sie sie selbst erfunden. "Die erbarmungsloseste deutsche Schriftstellerin". Dieses Urteil aus der Presse ist für die Autorinnen Wildtrud Baier und Sigrun Köhler die perfekte Ausgangsidee für ihren Film. Angst vor Sibylle Berg macht der Film jedoch nicht, sondern neugierig auf eine der schillerndsten und unfassbarsten Figuren des deutschen Literatur-Betriebs.

      Donnerstag, 02.06.22
      23:15 - 00:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Sibylle Berg provoziert. Mit ihren Texten und als Person. Ihre Lebensgeschichte vom DDR-Flüchtling bis zur Bestsellerautorin klingt fast so, als hätte sie sie selbst erfunden. "Die erbarmungsloseste deutsche Schriftstellerin". Dieses Urteil aus der Presse ist für die Autorinnen Wildtrud Baier und Sigrun Köhler die perfekte Ausgangsidee für ihren Film. Angst vor Sibylle Berg macht der Film jedoch nicht, sondern neugierig auf eine der schillerndsten und unfassbarsten Figuren des deutschen Literatur-Betriebs.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Sigrun Köhler
      Wiltrud Baier

      Sibylle Berg provoziert. Mit ihren Texten und als Person. Ihre Lebensgeschichte vom DDR-Flüchtling bis zur Bestsellerautorin klingt fast so, als hätte sie sie selbst erfunden. "Die erbarmungsloseste deutsche Schriftstellerin". Dieses Urteil aus der Presse ist für die Autorinnen Wildtrud Baier und Sigrun Köhler die perfekte Ausgangsidee für ihren Film. Angst vor Sibylle Berg macht der Film jedoch nicht, sondern neugierig auf eine der schillerndsten und unfassbarsten Figuren des deutschen Literatur-Betriebs.

      In Los Angeles besichtigt Sibylle Berg ihr Traumhaus, das leider nicht ihr, sondern einem schwerhörigen Milliardär gehört. Von Weimar ins Tessin gekommen hatte sie, völlig mittellos, eine Clownschule besucht, dort ihre ersten Schweizer Jahre verbracht. In Zürich, wo sie in einer Eigentumswohnung lebt, gibt sie ein ausführliches Interview. Bei den Stuttgarter Theaterproben zu einem ihrer Stücke kann man sie "bei der Arbeit" erleben.

      "Was ist das jetzt schon wieder für ein Themenfeld, über das ich nicht sprechen möchte?" Sibylle Berg liebt es, wenn dabei etwas für sie Überraschendes passiert, um darüber zu twittern. So hält sie Kontakt zu ihren Lesern. Diese Einlassungen werden gekonnt beiläufig in den Film integriert.

      Der Film setzt sich voller Humor mit den Gesetzmäßigkeiten eines sogenannten Schriftstellerporträts auseinander. Die Autorinnen begleiten ihre Protagonistin beim Spazierengehen, an die Orte ihrer Vergangenheit, führen ein "ellenlanges" Interview auf dem heimischen Sofa und sind bei den Begegnungen mit Bergs Freundinnen, die Schauspielerin Katja Riemann oder die Autorin Helene Hegemann dabei. Was Sibylle Berg in diesen Situationen über sich preis gibt, ist erfrischend anders und oft bissig-unterhaltsam.

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