• 24.06.2013
      01:55 Uhr
      Die Frau von früher Fernsehfilm Deutschland 2012 | arte
       

      Als Frank, Claudia und ihr 17-jähriger Sohn aufgrund eines berufliches Fiaskos nach Toronto ziehen müssen, steht plötzlich Franks Jugendliebe Romy vor der Tür. Diese fordert die von ihm vor 24 Jahren versprochene ewige Liebe ein, was alle Beteiligten an die Grenzen bringt und ihre dunkelsten Seiten offenbart.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 24.06.13
      01:55 - 03:40 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo HD-TV

      Als Frank, Claudia und ihr 17-jähriger Sohn aufgrund eines berufliches Fiaskos nach Toronto ziehen müssen, steht plötzlich Franks Jugendliebe Romy vor der Tür. Diese fordert die von ihm vor 24 Jahren versprochene ewige Liebe ein, was alle Beteiligten an die Grenzen bringt und ihre dunkelsten Seiten offenbart.

       

      Dass Frank seit 19 Jahren mit Claudia verheiratet ist, beeindruckt Romy nicht. Sie ist der festen Überzeugung, dass Frank sie nicht vergessen hat, und fordert von ihm die Auslöschung seiner gesamten Zeit mit Claudia und ihrem gemeinsamen Sohn.

      Durch Romys Beharrlichkeit verliert die Gegenwart immer mehr Substanz, bis am Ende nicht nur die Vergangenheit ausgelöscht ist. Der zuerst scheinbar handfeste Rahmen entzieht sich durch diese zeitlichen Unreinigkeiten immer mehr der Logik der Protagonisten, wodurch sie allen Halt verlieren und in ihr dramatisches Schicksal schlittern.

      Der für seine Filme "Wege in die Nacht" (1999), "Mein Vater" (2003) und "Freischwimmer" (2007) mehrfach preisgekrönte Regisseur Andreas Kleinert verfilmt dieses Spiel aus Verlangen und Eifersucht mit einer erstklassigen Besetzung: Devid Striesow als Frank, Anna Loos als Claudia und Ursina Lardi als Romy.

      "Die Frau von früher" ist eines der meistgespielten Stücke des deutschen Gegenwartsdramatikers Roland Schimmelpfennig. Das Stück ist ein raffiniertes Spiel mit Wirklichkeits- und Möglichkeitsformen. In Wiederholungsschleifen, Vor- und Rückblenden bricht nicht nur die Zeit, sondern ein ganzes Familiengefüge auseinander.

      Kleinerts filmische Adaption nimmt die Dramaturgie des Vor- und Zurückspringens auf, setzt neu an, retardiert und pointiert dieses spannende Psychodrama, das sich zu einem handfesten Thriller auswächst.

      2000 gibt Devid Striesow sein Kinodebüt in Rainer Kaufmanns "Kalt ist der Abendhauch". Eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis erhält Striesow 2003 für die Darstellung eines erfolglosen Matratzenhändlers in Hans-Christian Schmids "Lichter". Ein Jahr darauf folgen "Napola" (Regie: Dennis Gansel) und "Der Untergang" (Regie: Oliver Hirschbiegel), in denen Striesow einen SS-Offizier verkörpert. Einen homosexuellen Dramaturg spielt er 2006 in Dominik Grafs "Der rote Kakadu".

      Für seine Rolle im späteren Auslandsoscar-Gewinner "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky gewinnt Striesow den Deutschen Fernsehpreis für die beste männliche Nebenrolle. Christian Petzolds "Yella" zeigt ihn dagegen als nur scheinbar smarten und unnahbaren Private-Equity-Manager an der Seite von Nina Hoss. Im Fernsehen sieht man ihn unter anderem in der hoch gelobten Serie "KDD Kriminaldauerdienst" (2008). 2011 ist Striesow in Rainer Kaufmanns Drama "Blaubeerblau" mit Stipe Erceg und in Edward Bergers "Ein guter Sommer" mit Jördis Triebel zu sehen. 2012 war er mit Lars Jessens Komödie "Fraktus" in den Kinos.
      Seit Januar 2013 ermittelt Striesow als Saarbrücker Hauptkommissar in der Krimireihe "Tatort". Jüngst abgedreht hat Striesow "Alles außer Kontrolle", den neuen Film von Johannes Naber.

      Anna Loos wurde in Brandenburg geboren und floh mit 17 aus der DDR. Für Horst Sczerbas "Halt mich fest!", wo sie an der Seite ihres späteren Ehemanns Jan Josef Liefers spielt, gewann sie 2000 den Darstellerpreis des Fernsehfilm-Festivals in Baden-Baden. Der Durchbruch gelang ihr noch im selben Jahr als Medizinstudentin Gretchen in Stefan Ruzowitzkys Medizin-Thriller "Anatomie".

      "In Liebe eine Eins" (Regie: Hartmut Giesmayr) überzeugte sie 2004 in der Rolle einer geistig behinderten Mutter, die um das Sorgerecht für ihren Sohn kämpft. In der viel gelobten Mini-Serie "Weissensee" (2010, Regie: Friedemann Fromm) spielte sie die Rolle der Vera Kupfer. 2011 war sie in Tim Tragesers "Die Lehrerin" an der Seite von Meret Becker und Axel Prahl zu sehen. Anfang 2013 spielte Loos zusammen mit ihrem Ehemann Jan Josef Liefers ein leidenschaftliches Paar in Friedemann Fromms "Nacht über Berlin", das die Wirren der Weimarer Republik und den Reichtagsbrand 1933 zum Hintergrund hat.

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