• 17.05.2021
      21:55 Uhr
      Ein gefährliches Leben Spielfilm Frankreich 2017 (Une vie violente) | arte
       

      Anlässlich der Beerdigung seines Freundes Christophe kehrt der Exil-Korse Stéphane auf seine Heimatinsel zurück und begibt sich damit in Lebensgefahr. Denn in seiner Vergangenheit gehörte der Sohn aus bürgerlichem Hause der Terrorgruppe an, die in den 1990er Jahren gewaltsam gegen die Einflussnahme des französischen Staates vorzugehen versuchte.
      Der Film von Thierry de Peretti zeigt nicht nur die brutale Vorgehensweise der sich als Teil der korsischen Befreiungsbewegung begreifenden jungen Männer, sondern auch den persönlichen Preis, den sie dafür zahlen.

      Montag, 17.05.21
      21:55 - 23:40 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      VPS 21:50
      Stereo

      Anlässlich der Beerdigung seines Freundes Christophe kehrt der Exil-Korse Stéphane auf seine Heimatinsel zurück und begibt sich damit in Lebensgefahr. Denn in seiner Vergangenheit gehörte der Sohn aus bürgerlichem Hause der Terrorgruppe an, die in den 1990er Jahren gewaltsam gegen die Einflussnahme des französischen Staates vorzugehen versuchte.
      Der Film von Thierry de Peretti zeigt nicht nur die brutale Vorgehensweise der sich als Teil der korsischen Befreiungsbewegung begreifenden jungen Männer, sondern auch den persönlichen Preis, den sie dafür zahlen.

       

      Trotz zahlreicher Morddrohungen beschließt der junge Exil-Korse Stéphane, das sichere Paris zu verlassen und in seine von politischen Unruhen geplagte Heimat Bastia zurückzukehren, um dort dem Begräbnis seines guten Freundes Christophe beizuwohnen, der einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Stéphane erinnert sich, wie er in den 1990er Jahren zum Mitglied einer Terrororganisation gegen den französischen Staat geworden ist und zusammen mit seinen Kameraden Anschläge in der korsischen Kleinstadt Bastia verübte.

      Es fing an mit einem Auftrag als Kurier, bei dem der Sohn aus bürgerlichem Hause für seine nationalistischen Freunde einen Koffer mit Waffen aufs Festland schmuggelte. Während seines Gefängnisaufenthaltes - Stéphane wurde erwischt und wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt - lässt er sich von François, dem Kopf einer politischen Terrororganisation, anwerben.

      In seinem Film geht Peretti der Frage nach, wie nationalistische Radikalisierung entsteht, welchen Sog sie auf junge Menschen ausübt und wie diese zu Tätern werden. Er entwirft ein durch das zurückgenommene Spiel der Darsteller nüchternes und zugleich emotionsgeladenes Porträt von Korsika in den 1990er Jahren.

      Der Regisseur und Schauspieler Thierry de Peretti wurde 1970 in Ajaccio auf Korsika geboren. In seinen Filmen untersucht er die gesellschaftlichen und politischen Unruhen seiner Heimatinsel, wie beispielsweise in seinem Langfilmdebüt "Les Apaches" (2013), wo er den Mord an einem jungen Korsen zum Thema macht. Auch in "Ein gefährliches Leben" orientiert sich Peretti an wahren Begebenheiten. Beim Europäischen Filmfestival in Sevilla 2017 wird er mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

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      Montag, 17.05.21
      21:55 - 23:40 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.06.2021