• 19.05.2021
      20:15 Uhr
      Ich, Daniel Blake Spielfilm Belgien/Frankreich/Großbritannien 2016 (I, Daniel Blake) | arte
       

      Nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat, kann der 59-jährige britische Witwer Daniel Blake nicht mehr seinem Beruf als Zimmermann nachgehen. So sieht er sich gezwungen, zum ersten Mal in seinem Leben staatliche Unterstützung in Form von Sozialhilfe zu beantragen. Sein Antrag wird abgelehnt, obwohl er von seiner Ärztin als arbeitsunfähig eingestuft wurde. Doch Daniel lässt sich vom zermürbenden Bürokratieapparat weder seine Würde noch seine Menschlichkeit nehmen und beschließt, für seine Rechte als aufrichtiger Staatsbürger zu kämpfen.

      Mittwoch, 19.05.21
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat, kann der 59-jährige britische Witwer Daniel Blake nicht mehr seinem Beruf als Zimmermann nachgehen. So sieht er sich gezwungen, zum ersten Mal in seinem Leben staatliche Unterstützung in Form von Sozialhilfe zu beantragen. Sein Antrag wird abgelehnt, obwohl er von seiner Ärztin als arbeitsunfähig eingestuft wurde. Doch Daniel lässt sich vom zermürbenden Bürokratieapparat weder seine Würde noch seine Menschlichkeit nehmen und beschließt, für seine Rechte als aufrichtiger Staatsbürger zu kämpfen.

       

      Daniel Blake lebt als Witwer im nordöstlichen Newcastle upon Tyne und erleidet kurz vor der Rente einen Herzinfarkt, der ihn als Zimmermann arbeitsunfähig macht. Da er stets ins Sozialsystem eingezahlt hat und seinen Pflichten als verantwortungsbewusster Bürger Großbritanniens nachgekommen ist, erhofft er sich in dieser schweren Zeit finanzielle Unterstützung vom Staat und beantragt Sozialhilfe. Doch sein Antrag wird kurzerhand abgelehnt und er erhält auch nach mehrmaligem Nachfragen keine eindeutige Begründung für diesen für ihn fatalen Bescheid.

      In der zuständigen Behörde rät man dem stets bemühten Daniel, Arbeitslosenhilfe zu beantragen und sich in der Zwischenzeit nach einem neuen Job umzusehen. Daniel hat nicht nur mit dem zermürbenden Bürokratieapparat und dessen Intransparenz zu kämpfen, sondern auch mit der fortschreitenden Digitalisierung des immer komplexer werdenden Arbeitsmarktes.

      Eines Tages, erneut mit Anträgen und Formularen der Behörde kämpfend, lernt er die alleinerziehende Mutter Katie kennen, die ebenfalls an der fehlenden staatlichen Hilfe zu verzweifeln droht. Getrieben von seinem Streben nach sozialer Gerechtigkeit und einem zunehmenden Verantwortungsbewusstsein gegenüber der jungen Frau und ihren zwei Kindern beschließt Daniel, die kleine Familie zu unterstützen, wo er nur kann.

      Ken Loach zeigt in seinem Film nicht nur die Herzlosigkeit des Verwaltungsapparates, sondern auch den bewegenden Sieg der Menschlichkeit darüber.

      Der britische Regisseur Ken Loach, 1936 im mittelenglischen Nuneaton geboren, ist für seine authentische Darstellung und die Anprangerung sozialer Ungerechtigkeiten in seinen preisgekrönten Sozialdramen berühmt. Sein 2006 erschienenes Drama "The Wind that Shakes the Barley" über den irischen Unabhängigkeitskrieg in den 1920er Jahren wurde mit der Goldenen Palme für den besten Film und dem Europäischen Filmpreis für die beste Kamera ausgezeichnet. Mit "Ich, Daniel Blake" eroberte Loach noch einmal das Festival in Cannes und ging mit einer weiteren Palme nach Hause.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.06.2021