• 08.02.2022
      14:20 Uhr
      Krabat Spielfilm Deutschland 2008 | arte
       

      Der Waise Krabat zieht durch das vom Krieg verwüstete Land. Eines Tages hört er in seinen Träumen eine Stimme, die ihn zu einer Wassermühle führt. Der Müllermeister nimmt ihn als Lehrling auf. Rasch merkt Krabat jedoch, dass er und seine Gefährten nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in der schwarzen Magie ausgebildet werden.

      Dienstag, 08.02.22
      14:20 - 16:55 Uhr (155 Min.)
      155 Min.

      Der Waise Krabat zieht durch das vom Krieg verwüstete Land. Eines Tages hört er in seinen Träumen eine Stimme, die ihn zu einer Wassermühle führt. Der Müllermeister nimmt ihn als Lehrling auf. Rasch merkt Krabat jedoch, dass er und seine Gefährten nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in der schwarzen Magie ausgebildet werden.

       

      Elternlos streift der junge Krabat (David Kross) als Sternsinger durch das hungernde, vom Dreißigjährigen Krieg verwüstete Deutschland. Eines Nachts dringt eine unheimliche Stimme in seine Träume ein und führt ihn zu einer Wassermühle am Koselbruch bei Schwarzkollm in der Lausitz. Dort bietet ihm der strenge, aber charismatische Meister (Christian Redl) eine Lehre als Müllerbursche an, die Krabats Leben für immer verändern soll. Erst lernt er unter elf Mitgesellen Tonda (Daniel Brühl) kennen, der zu seinem besten Freund wird, dann durch den Meister die Macht der Schwarzen Magie.

      In zwei Sommern eignet sich Krabat große Kräfte und die Fähigkeit an, in einen Raben verwandelt mit den Wolken über die Hügel, Berge und Täler zu gleiten. Noch verführerischer aber als die Schwarze Kunst ist der Zauber von Kantorka (Paula Kalenberg), einem Bauernmädchen, in das Krabat sich auf den ersten Blick verliebt. Damit jedoch riskiert er ihr Leben und auch das seine. Denn der Meister duldet niemand neben sich, fordert Gehorsam und fürchtet die Liebe. Nur sie nämlich kann seinen geheimnisvollen Bund mit dem Tod und damit den Fluch der Mühle brechen, der jedes Jahr einem der Gesellen das Leben nimmt.

      Der Film "Krabat" beruht auf Otfried Preußlers literarischem Meisterwerk, das seit mehr als 35 Jahren Menschen in der ganzen Welt begeistert. Als Vorlage diente Preußler eine alte sorbische Volkserzählung aus einem Lausitzer Sagenbuch, das er als Kind in der Bibliothek seines Vaters gefunden hatte. Die Sage spielt im ausgehenden 17. Jahrhundert in der schlesischen Oberlausitz, in der Nähe von Hoyerswerda und Kamenz.

      "Krabat" ist die zweite Realverfilmung des Themas. Bereits 1975 wurde die Sage nach dem Buch von Jurij Brězan unter dem Titel "Die schwarze Mühle" für das Fernsehen der DDR verfilmt.

      „Krabat“ ist einer der wenigen erfolgreichen deutschen Fantasy-Filme, denen eine stimmige und atmosphärisch dichte Umsetzung ihrer literarischen Vorlage gelingt. Suggestiv vermittelt der Film dem Publikum die Antagonismen der Geschichte – den Widerstreit zwischen Meister und Zauberlehrling, verlockender Macht und moralischem Widerstand, Tod und Leben.
      Otfried Preußler – Autor der Romanvorlage, die von der sorbischen Krabat-Sage inspiriert wurde – bescheinigt dem Regisseur, er habe „tatsächlich das Kunststück fertiggebracht, sowohl dem Medium Film als auch meinem Buch gerecht zu werden. Es ist ein höchst anspruchsvolles, in sich stimmiges Ganzes entstanden.“ Preußlers Buch findet seit vielen Jahren als Schulliteratur Verwendung und auch der Film erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“ mit der Begründung: „Hier wurde sehr behutsam und zurückhaltend ein Meisterwerk geschaffen, das bisweilen die düsteren Züge von Nosferatus Grauen in sich trägt.“
      „Krabat“ konnte mit seiner Starbesetzung und imponierenden Szenenbildern bei den Bayrischen Filmpreisen 2009 den Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm gewinnen sowie bei den Jupiter Awards 2010 für David Kross den Preis als besten deutschen Schauspieler.

      Marco Kreuzpaintner realisierte schon mit 25 Jahren seinen ersten Kinofilm „Ganz und gar“ (2003) als Regisseur. Die Claussen und Wöbke Filmproduktion produzierte seinen zweiten Spielfilm „Sommersturm“ (2004) – der Beginn einer Zusammenarbeit, aus der ebenfalls „Krabat“ (2008) hervorging.
      Für Kreuzpaintner war Krabat in seiner Jugend eine spannende Identifikationsfigur: „Krabat ist ein besonderer Held. Er besitzt Stärke, Mut, Gefühl und repräsentiert wichtige Werte. (…) 'Krabat' erzählt ja nicht nur vom Erwachsenwerden, der Selbstbestimmung, Freundschaft und der Liebe, sondern auch vom Tod.“

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      Dienstag, 08.02.22
      14:20 - 16:55 Uhr (155 Min.)
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