• 26.07.2021
      13:50 Uhr
      Ray Spielfilm USA 2004 | arte
       

      Ray Charles ist schwarz, blind und stammt aus dem Armenviertel von Albany, Georgia. Aber anstatt zu resignieren, besteigt der junge Teenager eines Tages einen Bus, der ihn nach Seattle bringen soll, der damals angesagtesten Jazz-Szene Amerikas. Dank seines einzigartigen Talents gelingt es dem Neuankömmling schnell, sich einen Namen zu machen, doch der Weg zum Weltstar ist steinig - er ringt mit dem eigenen Stil, stößt auf soziale Widerstände und gerät an ausbeuterische Plattenfirmen.

      Montag, 26.07.21
      13:50 - 16:35 Uhr (165 Min.)
      165 Min.

      Ray Charles ist schwarz, blind und stammt aus dem Armenviertel von Albany, Georgia. Aber anstatt zu resignieren, besteigt der junge Teenager eines Tages einen Bus, der ihn nach Seattle bringen soll, der damals angesagtesten Jazz-Szene Amerikas. Dank seines einzigartigen Talents gelingt es dem Neuankömmling schnell, sich einen Namen zu machen, doch der Weg zum Weltstar ist steinig - er ringt mit dem eigenen Stil, stößt auf soziale Widerstände und gerät an ausbeuterische Plattenfirmen.

       

      Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - doch wer aus dem Armenviertel Albany, Georgia, stammt, darf sich in der Regel auf keine vielversprechende Zukunft freuen. Ray Charles gehört zu der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung Albanys, die noch weit bis in die 70er Jahre hinein massiv unter der Rassentrennung zu leiden hatte. Im Alter von sieben Jahren, kurz nachdem er mit ansehen musste, wie sein Bruder ertrinkt, erkrankt Ray an einer Krankheit, die ihm das Augenlicht nimmt. Von seinem schier unüberwindbaren Handicap lässt er sich jedoch nicht entmutigen - durch die Rückendeckung seiner alleinstehenden Mutter, die ihn unentwegt bestärkt, fasst er Vertrauen in sein Talent am Klavier.

      Wenige Jahre nach ihrem frühen Tod besteigt der gerade einmal 17 Jahre alte Ray den Bus, der ihn in das damalige Jazz-Mekka Seattle bringen soll. Dank seines einzigartigen Talents gelingt es dem Neuankömmling schnell, sich einen Namen zwischen Größen wie Charles Brown und Nat King Cole zu machen - doch der Aufstieg zum gefeierten Superstar der internationalen Musikwelt bringt auch Probleme mit sich.

      Sein Leben lang plagen ihn Selbstzweifel, geschürt von den ungebrochenen sozialen Missständen, er kämpft mit dem eigenen Stil, eine abenteuerliche Mischung aus Rhythm & Blues, Country, Gospel, Soul und Pop und gerät an ausbeuterische Plattenfirmen, die seine Blindheit schamlos auszunutzen versuchen. Doch die eigentliche Gefahr lauert hinter ganz anderen Dingen - Drogen und Frauen bringen den in der Zwischenzeit zweimal verheirateten Mehrfachvater Ray vom rechten Weg ab, er gibt sich zahllosen Liebesaffären hin und verfällt dem Heroin. "Jamie Foxx trifft Mimik und Gestik des blinden Künstlers perfekt; wie er beim Musizieren den Körper im Hohlkreuz hin und her schwingt, wie er das Kinn reckt und die Augen einem ungesehenen Lichte zuwendet. Was zur Parodie hätte missraten können, gelingt ihm würdevoll. Foxx imitiert nicht - er verkörpert Ray Charles bis in die Fingerspitzen." (Berliner Zeitung)

      "Die Filmbiografie besticht durch eine erlesene Auswahl von Songs, die differenzierte schauspielerische Darstellung des Protagonisten und eine gelungene dramaturgische Inszenierung der frühen Jahre des Sängers [...]. Trotz des etwas aufdringlichen Happy Ends eine ergreifende Hommage an Ray Charles und seinen innovativen Musikstil." (Lexikon des Internationalen Films)

      Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - doch wer aus dem Armenviertel Albany, Georgia, stammt, darf sich in der Regel auf keine vielversprechende Zukunft freuen. Ray Charles gehört zu der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung Albanys, die noch weit bis in die 70er Jahre hinein massiv unter der Rassentrennung zu leiden hatte. Im Alter von sieben Jahren, kurz nachdem er mit ansehen musste, wie sein Bruder ertrinkt, erkrankt Ray an einer Krankheit, die ihm das Augenlicht nimmt. Von seinem schier unüberwindbaren Handicap lässt er sich jedoch nicht entmutigen - durch die Rückendeckung seiner alleinstehenden Mutter, die ihn unentwegt bestärkt, fasst er Vertrauen in sein Talent am Klavier.

      Wenige Jahre nach ihrem frühen Tod besteigt der gerade einmal 17 Jahre alte Ray den Bus, der ihn in das damalige Jazz-Mekka Seattle bringen soll. Dank seines einzigartigen Talents gelingt es dem Neuankömmling schnell, sich einen Namen zwischen Größen wie Charles Brown und Nat King Cole zu machen - doch der Aufstieg zum gefeierten Superstar der internationalen Musikwelt bringt auch Probleme mit sich.

      Sein Leben lang plagen ihn Selbstzweifel, geschürt von den ungebrochenen sozialen Missständen, er kämpft mit dem eigenen Stil, eine abenteuerliche Mischung aus Rhythm & Blues, Country, Gospel, Soul und Pop und gerät an ausbeuterische Plattenfirmen, die seine Blindheit schamlos auszunutzen versuchen. Doch die eigentliche Gefahr lauert hinter ganz anderen Dingen - Drogen und Frauen bringen den in der Zwischenzeit zweimal verheirateten Mehrfachvater Ray vom rechten Weg ab, er gibt sich zahllosen Liebesaffären hin und verfällt dem Heroin. "Jamie Foxx trifft Mimik und Gestik des blinden Künstlers perfekt; wie er beim Musizieren den Körper im Hohlkreuz hin und her schwingt, wie er das Kinn reckt und die Augen einem ungesehenen Lichte zuwendet. Was zur Parodie hätte missraten können, gelingt ihm würdevoll. Foxx imitiert nicht - er verkörpert Ray Charles bis in die Fingerspitzen." (Berliner Zeitung)

      "Die Filmbiografie besticht durch eine erlesene Auswahl von Songs, die differenzierte schauspielerische Darstellung des Protagonisten und eine gelungene dramaturgische Inszenierung der frühen Jahre des Sängers [...]. Trotz des etwas aufdringlichen Happy Ends eine ergreifende Hommage an Ray Charles und seinen innovativen Musikstil." (Lexikon des Internationalen Films)

      Taylor Hackfords "Biopic" über das erblindete Musik-Genie Ray Charles zeichnet dessen Karriere vom Geheimtipp der schwarzen Künstler-Szene zum einflussreichen Musik-Virtuosen auf fesselnde Weise nach. Ray Charles gehört zu den Ikonen der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Über fünf Jahrzehnte gestaltete er innovativ Elemente des Rhythm & Blues, Country, Gospel, Soul und Pop zu einem Stil, der bis heute nachhallt. Die Fülle an unterschiedlichen Rollen und Problemen in der Karriere des realen Ausnahme-Musikers weiß Regisseur Taylor Hackford gekonnt zusammenzuführen. Seinen Fokus legt er dabei auf die frühen Jahre der Selbstfindung und des Durchbruchs.

      "Ray" gewann 2005 zwei Oscars. Einer ging an das Team aus Bob Beemer, Steve Cantamessa, Scott Millan und Greg Orloff für die beste Tonmischung, der andere hochverdient an Jamie Foxx als bester Hauptdarsteller. Darüber hinaus wurde der Film mit zahlreichen weiteren Film- und Musik-Preisen bedacht, unter anderem 2006 auch bei der renommierten Grammy-Verleihung. Die Darstellung Rays durch Jamie Foxx gekoppelt mit der eleganten Inszenierung Hackfords, die große Erfolge mit stilisierten Rückblenden und Einblicken ins Privatleben verwebt, verschafften dem Film ausgesprochen gute Kritiken. Bevor er 2004 starb, konnte Ray Charles noch die Rohfassung der Filmbiografie beurteilen und fand sie gut.

      Taylor Hackfords "Biopic" über das erblindete Musik-Genie Ray Charles zeichnet dessen Karriere vom Geheimtipp der schwarzen Künstler-Szene zum einflussreichen Musik-Virtuosen auf fesselnde Weise nach. Ray Charles gehört zu den Ikonen der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Über fünf Jahrzehnte gestaltete er innovativ Elemente des Rhythm & Blues, Country, Gospel, Soul und Pop zu einem Stil, der bis heute nachhallt. Die Fülle an unterschiedlichen Rollen und Problemen in der Karriere des realen Ausnahme-Musikers weiß Regisseur Taylor Hackford gekonnt zusammenzuführen. Seinen Fokus legt er dabei auf die frühen Jahre der Selbstfindung und des Durchbruchs.

      "Ray" gewann 2005 zwei Oscars. Einer ging an das Team aus Bob Beemer, Steve Cantamessa, Scott Millan und Greg Orloff für die beste Tonmischung, der andere hochverdient an Jamie Foxx als bester Hauptdarsteller. Darüber hinaus wurde der Film mit zahlreichen weiteren Film- und Musik-Preisen bedacht, unter anderem 2006 auch bei der renommierten Grammy-Verleihung. Die Darstellung Rays durch Jamie Foxx gekoppelt mit der eleganten Inszenierung Hackfords, die große Erfolge mit stilisierten Rückblenden und Einblicken ins Privatleben verwebt, verschafften dem Film ausgesprochen gute Kritiken. Bevor er 2004 starb, konnte Ray Charles noch die Rohfassung der Filmbiografie beurteilen und fand sie gut.

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