• 11.05.2020
      22:05 Uhr
      Do the Right Thing Spielfilm USA 1989 - Thema: Cannes@home | arte
       

      Die Luft flirrt über den Straßen von Bedford-Stuyvesant, Brooklyn. Schon morgens klettert das Quecksilber in die Höhe und mit den Temperaturen steigen auch die Aggressionen in der von zahlreichen und vor allem unterschiedlichen Kulturen bewohnten Nachbarschaft. Ein falsches Wort genügt und die angestauten Spannungen brechen gewaltsam hervor…
      Am Mikrokosmos eines Straßenzuges in Brooklyn zeigt Spike Lee auf beeindruckend realistischer Ebene das Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und stellt zugleich die Frage nach dem Unvermögen eines friedlichen Miteinanders.

      Montag, 11.05.20
      22:05 - 00:00 Uhr (115 Min.)
      115 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Die Luft flirrt über den Straßen von Bedford-Stuyvesant, Brooklyn. Schon morgens klettert das Quecksilber in die Höhe und mit den Temperaturen steigen auch die Aggressionen in der von zahlreichen und vor allem unterschiedlichen Kulturen bewohnten Nachbarschaft. Ein falsches Wort genügt und die angestauten Spannungen brechen gewaltsam hervor…
      Am Mikrokosmos eines Straßenzuges in Brooklyn zeigt Spike Lee auf beeindruckend realistischer Ebene das Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und stellt zugleich die Frage nach dem Unvermögen eines friedlichen Miteinanders.

       

      Die Sonne brennt auf den Asphalt und es ist unerträglich heiß auf den Straßen von Bedford-Stuyvesant. Eine Hitzewelle sorgt für den Ausnahmezustand in dem überwiegend schwarzen Viertel von Brooklyn. Die Menschen sitzen auf den Straßen, trinken kühles Bier und erfrischen sich unter dem Wasserstrahl eines Hydranten. Und sie essen Pizza. Sals Pizza. Vor 20 Jahren kam der Italo-Amerikaner in das Viertel, und seine Pizzeria ist mittlerweile eine Institution. Auch am heißesten Tag des Jahres steht das Telefon nicht still, und der etwas lustlose Pizzabote Mookie ist ständig unterwegs mit neuen Lieferungen.

      Mittags steigt das Thermometer auf 40 Grad Celsius und erhitzt die Gemüter in der Nachbarschaft. Der schwarze Aktivist Buggin Out kann sich plötzlich nicht mehr damit abfinden, dass Sals "Wall of Fame" nur weiße Berühmtheiten zieren, und beschließt, die Pizzeria zu boykottieren. Als auch Radio Raheem, der mit seinem Ghettoblaster das ganze Viertel beschallt, sich dem Boykott anschließt, eskaliert die Situation. Die kleine Auseinandersetzung wird zum Auslöser eines Straßenkampfes, bei dem sich die aufgestauten Aggressionen gewaltvoll entladen.

      Regisseur Spike Lee, selbst Afroamerikaner, behandelt in seinen Filmen soziale und gesellschaftspolitische Themen, insbesondere den Rassismus gegen die afroamerikanische Bevölkerung. Auch in "Do the Right Thing", der als sein bester Film gilt und in dem er selbst eine der tragenden Rollen spielt, beschäftigt er sich mit dem omnipräsenten Problem latent alltäglicher Xenophobie in der amerikanischen Gesellschaft. Lees unbeschwerte Herangehensweise voller Humor, Musik und Einfallsreichtum macht den Film zu einem kraftvollen Filmklassiker der späten 80er Jahre, der zum Nachdenken anregt: über Vorurteile, Klischees und Rassenhass. Der Film feierte 1989 bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere und wurde 1990 in zwei Kategorien für den Oscar nominiert.

      • Thema: Cannes@home

      Wegen der Corona-Krise wird das Filmfestival von Cannes nach jetzigem Stand verschoben. Trotzdem behält ARTE seinen geplanten Schwerpunkt bei. Wie jedes Jahr hat der deutsch-französische Sender für Ihr Heimkino ein Programm mit zahlreichen Filmen zusammengestellt, die an der Croisette Premiere und Erfolge feierten.
      Zu Ehren des diesjährigen Jurypräsidenten der Filmfestspiele von Cannes, Spike Lee, zeigt ARTE "Do the Right Thing" von 1989. Dem damals erst 32-jährigen Regisseur, der darin auch die Hauptrolle spielt, gelang ein furioser Film über den ganz alltäglichen Rassismus in den USA. Gleich zwei Abende sind dem Werk des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund gewidmet: Seine Gesellschaftssatire "The Square" gewann 2017 die Goldene Palme und heimste bei Publikum und Kritik viel Lob ein. Außerdem werden seine Komödie "Involuntary", das lakonische Filmdrama "Höhere Gewalt" sowie zwei Kurzfilme gezeigt. Marion Cotillard und Joaquin Phoenix treffen in "The Immigrant" aufeinander, der 2013 im Wettbewerb lief. Regisseur James Gray ließ sich dabei von der Geschichte seiner Großeltern inspirieren, die 1923 in die USA auswanderten. In dem Film "24 Hour Party People" von Michael Winterbottom ist viel Musik drin! Er beschreibt die Entwicklung der Musikszene in Manchester vom Punk in den 70ern bis zur "Rav-o-lution" Anfang der 90er Jahre. Ein weiterer Höhepunkt der diesjährigen ARTE-Reihe ist das russische Familiendrama "Loveless" von Andrej Swjaginzew, das 2017 für die Goldene Palme nominiert war und den Preis der Jury gewann. Es wird begleitet von einem Making-of, das ARTE erstmals ausstrahlt. Last not least ist Michael Haneke mit zwei Filmen vertreten: mit "Happy End" von 2017 und dem Historiendrama "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte", das 2009 die Goldene Palme gewann.

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      Montag, 11.05.20
      22:05 - 00:00 Uhr (115 Min.)
      115 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 02.06.2020