• 22.08.2021
      06:10 Uhr
      Die Frau vom Checkpoint Charlie Deutschland 2007 | ONE
       

      Sara Bender, eine junge und selbstbewusste Frau, wird 1982 in der DDR wegen versuchter Republikflucht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Vorzeitig entlassen, wird sie in den Westen abgeschoben und beginnt einen erbitterten Kampf um ihre beiden Kinder.

      Sonntag, 22.08.21
      06:10 - 07:40 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Sara Bender, eine junge und selbstbewusste Frau, wird 1982 in der DDR wegen versuchter Republikflucht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Vorzeitig entlassen, wird sie in den Westen abgeschoben und beginnt einen erbitterten Kampf um ihre beiden Kinder.

       

      Stab und Besetzung

      Sara Bender Veronica Ferres
      Silvia Bender Maria Ehrich
      Sabine Bender Elisa Schlott
      Peter Koch Peter Kremer
      Richard Panter Filip Peeters
      Eva Landmann Cristin König
      Gerd Landmann Tom Quaas
      Hans Wimpel Michael Schenk
      Johannes Bender Peter Franke
      Marlene Engel Peggy Lukac
      Britta Sandfuß Winnie Böwe
      Regie Miguel Alexandre
      Drehbuch Annette Hess
      Kamera Jörg Widmer

      Fast zwei Jahre sind vergangen. Silvia und Bine sind noch immer im Heim, Sara im Gefängnis. Da wird sie vom Westen freigekauft. Bevor sie allerdings ausreisen darf, muss sie unterschreiben, dass sie der DDR das Sorgerecht für ihre Kinder überträgt. Sara tut es in dem Glauben, die DDR könnte sonst ihre Kinder nicht zu ihr in den Westen ausreisen lassen. In Gießen zieht Sara bei Marlene, der ehemaligen Freundin ihres Vaters, ein. Sie ist voller Hoffnung, ihre Kinder bald wieder zu sehen. Doch da wird ihr mitgeteilt, dass die Mädchen in eine Pflegefamilie gekommen sind. Sie geht nach West-Berlin und nimmt Kontakt zur IGFM auf, der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Doch als das keine Erfolge bringt, stellt sie sich mit einem Plakat an den Checkpoint Charlie: 'Gebt mir meine Kinder zurück!'.

      Der Stasi gefällt Saras Aktion gar nicht und sie wird bedroht. Zuerst nur telefonisch, dann findet ein körperlicher Übergriff statt. Aber Sara gibt nicht klein bei. Sie gewinnt den Journalisten Robert Panter, um ihre Sache bundesweit publik zu machen. Obwohl ihre Aktion weltweites Aufsehen erregt hat, lässt Saras Kraft nach. Zeitgleich holt die Stasi zum ultimativen Schlag aus. Sie erzählen den Mädchen, ihre Mutter sei im Westen gestorben. Sara erfährt, dass ihre Töchter sich mit einer Adoption durch die Pflegeeltern Pries einverstanden erklärt haben. Im letzten Moment kann Robert Panter sie davon abhalten, über die Grenze am Checkpoint Charlie zurück in den Osten zu gehen - was einem Selbstmord gleichkäme. Über den Vorfall wird im Fernsehen berichtet. Die DDR-Führung gibt nach. Die Mädchen dürfen ausreisen. Sara, mit Robert versöhnt, kann am Checkpoint Charlie ihre Kinder nach über drei Jahren endlich wieder in die Arme schließen.

      "Die Frau vom Checkpoint Charlie" ist ein bewegendes Drama, das den Zuschauer in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt. Der Regisseur Miguel Alexandre, geboren 1968 in Faro / Portugal, studierte Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Sein Kurzfilm "About War" erhielt eine Oscarnominierung für den besten ausländischen Studentenfilm. 1995 beendete er sein Studium mit dem Fernsehspiel "Nana". Seitdem arbeitet er als Regisseur, Produzent und Autor in Hamburg. 1996 wurde er für "Der Pakt - Wenn Kinder töten" mit dem Goldenen Löwen und dem Telestar als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Es folgten viele erfolgreiche Fernsehfilme wie "Schutzengel gesucht" (2001) und "Das Geheimnis des Lebens" (2002). Mit "Gran Paradiso" konnte man im Jahre 2000 seinen ersten Kinofilm auf der Leinwand betrachten. Seine jüngsten Produktionen sind der Dreiteiler "Die Patin - Kein Weg zurück" (2008), "Kinder des Sturms" (2009) und "Eine Frage des Vertrauens" (2009), der auf den Filmfestspielen in Hamburg zu sehen war.
      Veronica Ferres wurde am 10. Juni 1965 in Solingen geboren und studierte Theaterwissenschaften in Wien. Im Fernsehen, Theater sowie im Kino hat sie bereits mit einem breiten Rollenrepertoire ihre schauspielerischen Fähigkeiten bewiesen.
      Zuerst sah man sie 1987 in Ulf Miehes "Der Unsichtbare". 1992 wirkte sie in Helmut Dietls erfolgreicher Satire "Schtonk!" und an der Seite von Robert Atzorn in der Fernsehserie "Unser Lehrer Doktor Specht" mit. Neben einigen Rollen im "Tatort" sah man sie 1996 in Sönke Wortmanns "Das Superweib" und ein Jahr später in Helmut Dietls "Rossini". Es folgte 1999 eine Hauptrolle in "Jacks Baby" (Regie: Jan Josef Liefers) und 2001 "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (Regie: Heinrich Breloer), in der sie die Nelly Kröger Mann spielte. 2005 sah man Veronica Ferres außerdem in "Kein Himmel über Afrika" (Regie: Roland Suso Richter). Schließlich wirkte sie in Dieter Wedels "Mein alter Freund Fritz" und Vivian Naefes "Die wilden Hühner und die Liebe" mit. Als Letztes konnte man ihren Auftritt in "Unter Bauern - Retter in der Nacht" (2009) verfolgen.
      Für ihre Rolle als Nelly Kröger Mann erhielt Veronica Ferres im Jahre 2002 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Außerdem im selben Jahr die Goldene Kamera für ihre schauspielerische Leistung in "Bobby" (2002, Regie: Vivian Naefe) und den Romy Gala Preis als beliebteste Schauspielerin. 2004 folgte nochmals der Bayerische Fernsehpreis für ihre Hauptrolle in "Annas Heimkehr" (2003, Regie: Xaver Schwarzenberger) und 2005 bekam sie den Bambi als beste Schauspielerin. 2008 wurde sie für ihre Rolle in dem Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie" mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin gekürt. Ebenfalls erhielt sie für denselben Film den Jupiter-Preis für den besten TV-Film. 2009 sollte ihr der Erich-Kästner-Preis verliehen werden, den sie jedoch ablehnte.

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      06:10 - 07:40 Uhr (90 Min.)
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