• 20.06.2021
      00:45 Uhr
      Der amerikanische Freund Spielfilm Deutschland/Frankreich 1976 (L'ami americain) | MDR FERNSEHEN
       

      Der todkranke Jonathan lässt sich verzweifelt auf das obskure Angebot des Franzosen Minot ein. Für 250.000 Mark tötet er in Paris einen Auftragskiller. Als Jonathan erneut morden soll, kommt ihm Minots Partner, der Amerikaner Tom Ripley zu Hilfe. Ripley fühlt sich mitschuldig an Jonathans Lage und gerät dabei selbst in Lebensgefahr.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 20.06.21
      00:45 - 02:45 Uhr (120 Min.)
      120 Min.
      Stereo

      Der todkranke Jonathan lässt sich verzweifelt auf das obskure Angebot des Franzosen Minot ein. Für 250.000 Mark tötet er in Paris einen Auftragskiller. Als Jonathan erneut morden soll, kommt ihm Minots Partner, der Amerikaner Tom Ripley zu Hilfe. Ripley fühlt sich mitschuldig an Jonathans Lage und gerät dabei selbst in Lebensgefahr.

       

      Der ruhige Mittdreißiger Jonathan Zimmermann (Bruno Ganz) stellt in seiner Werkstatt am Hamburger Hafen Bilderrahmen her und ist glücklich mit Marianne (Lisa Kreuzer) verheiratet. Er leidet jedoch an einer unerklärlichen Krankheit.

      Eines Tages taucht der Franzose Minot (Gerard Blain) in seinem Laden auf. Er teilt Jonathan mit, dass er unheilbar erkrankt sei und macht ihm ein unglaubliches Angebot. Für eine Viertelmillion soll er in Paris einen Killer der Mafia umbringen.

      Jonathan ist schockiert. Wer hat Minot von seiner Krankheit erzählt? Steckt der mysteriöse Amerikaner Tom Ripley (Dennis Hopper) dahinter, der sich ebenfalls für Jonathan zu interessieren scheint.

      Trotz seiner Skrupel nimmt Jonathan den Auftrag an, um seiner Frau und seinem Sohn Daniel (Andreas Dedecke) etwas vererben zu können. In Paris lässt er sich von Minot zu einem bekannten Spezialisten schicken und erfährt, dass er Leukämie hat.

      Er führt den Auftrag aus und kehrt unerkannt nach Hamburg zurück. Marianne ist wegen Jonathans geheimnisvollem Verhalten bereits misstrauisch geworden, doch es gelingt ihm, sie zu beruhigen.

      Minot erwartet ihn bereits, um ihn zu einem noch riskanteren Mord anzustiften. Er soll zu einem zweiten Spezialisten reisen. An Bord des Trans-Europa-Express nach München ist ein weiterer amerikanischer Mafioso (Samuel Fuller) mit seinen Leibwächtern.

      Verzweifelt nimmt Jonathan auch diesen Auftrag an. Er überlebt die Reise nur, weil ihm plötzlich sein amerikanischer Freund Tom zur Seite steht. Jonathan glaubt, dass nun alles vorbei ist, doch kurz darauf braucht Tom seine Hilfe. Minots Syndikat hält ihn für einen Verräter. Jonathans Freundschaft mit Tom verwandelt sich in einen todbringenden Pakt.

      Wim Wenders gelang 1977 mit der atmosphärischen und sensiblen Verfilmung von Patricia Highsmiths Roman der internationale Durchbruch. In suggestiven Bildern entwarf er das faszinierende Psychogramm subjektiver Wirklichkeitserfahrung und die Tragödie eines angekündigten Verbrechens. In den verstörend-brillanten Bildern erscheinen die Städte Hamburg, Paris und New York als urbane Labyrinthe.

      Als Pointe hat Wenders "die Gangsterrollen fast durchgängig mit Regisseuren besetzt, weil das die einzigen Gauner sind, die ich kenne", darunter Nicholas Ray, Samuel Fuller, Peter Lilienthal, Daniel Schmid, Jean Eustache und Lou Castel.

      Wim Wenders gelang 1976 mit der atmosphärischen und sensiblen Verfilmung von Patricia Highsmiths Roman der internationale Durchbruch. In suggestiven Bildern entwarf er das faszinierende Psychogramm subjektiver Wirklichkeitserfahrung und die Tragödie eines angekündigten Verbrechens. In den verstörend-brillanten Bildern erscheinen die Städte Hamburg, Paris und New York als urbane Labyrinthe. Als besondere Pointe besetzte Wenders die Gangsterrollen seines modernen Film Noirs mit Regisseuren und Protagonisten des europäischen und internationalen Kinos wie Nicholas Ray, Samuel Fuller, Peter Lilienthal, Daniel Schmid, Jean Eustache und Lou Castel - "weil das die einzigen Gauner sind, die ich kenne", so Wenders. In den Hauptrollen brillieren Bruno Ganz und Dennis Hopper.

      Wim Wenders zählt zusammen mit Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog zu den prominentesten Vertretern des "Neuen Deutschen Films". Im Rahmen der langen Filmnacht: Wim Wenders folgt im Anschluss die mit Jeanne Moreau, William Hurt und Max von Sydow prominent besetzte Zukunftsvision "Bis ans Ende der Welt" aus dem Jahr 1991.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.07.2021