• 30.10.2022
      06:15 Uhr
      Emil und die Detektive Spielfilm Deutschland 1931 | MDR FERNSEHEN
       

      Emil Tischbein darf in den Ferien zur Großmutter nach Berlin fahren. Seine Mutter gibt ihm 140 Mark mit, auf die er gut aufzupassen verspricht. Doch im Zugabteil schenkt ihm ein zwielichtiger Herr ein Bonbon, das ihn ganz schläfrig macht. Als er in Berlin aufwacht, ist der Mann schon weg. Und mit ihm das mühsam ersparte Geld für die Großmutter! Emil heftet sich an die Fersen des Diebs. Dabei lernt er Gustav mit der Hupe kennen, der alle seine Freunde mobilisiert. Schon bald überwacht eine ganze Schar junger Detektive den Verbrecher und treibt ihn in die Enge.

      Emil Tischbein darf in den Ferien zur Großmutter nach Berlin fahren. Seine Mutter gibt ihm 140 Mark mit, auf die er gut aufzupassen verspricht. Doch im Zugabteil schenkt ihm ein zwielichtiger Herr ein Bonbon, das ihn ganz schläfrig macht. Als er in Berlin aufwacht, ist der Mann schon weg. Und mit ihm das mühsam ersparte Geld für die Großmutter! Emil heftet sich an die Fersen des Diebs. Dabei lernt er Gustav mit der Hupe kennen, der alle seine Freunde mobilisiert. Schon bald überwacht eine ganze Schar junger Detektive den Verbrecher und treibt ihn in die Enge.

       

      Stab und Besetzung

      Grundeis Fritz Rasp
      Emil Tischbein Rolf Wenkhaus
      Emma Tischbein, Mutter Käthe Haack
      Pony Hütchen Inge Landgut
      Großmutter Tischbein Olga Engl
      Gustav mit der Hupe Hans Joachim Schaufuß
      Der fliegende Hirsch Hans Richter
      Professor Hubert Schmitz
      Der kleine Dienstag Hans Albrecht Löhr
      Gerold Waldemar Kupczyk
      Mittenzwey Ernst-Eberhard Reling
      Hotelpage Max Martin Rickelt
      Wachtmeister Jeschke Rudolf Biebrach
      Regie Gerhard Lamprecht
      Kamera Werner Brandes
      Musik Allan Gray
      Buch Billy Wilder

      Auch die Kinder in Neustadt sind manchmal Lausbuben. Emil Tischbein (Rolf Wenkhaus) verpasst zusammen mit zwei Klassenkameraden einem Denkmal eine verblüffende Ähnlichkeit mit Wachtmeister Jeschke (Rudolf Biebrach). Als dieser kurz darauf mit Emils Mutter spricht, rutscht dem Jungen das Herz in die Hose. In nächster Zeit will er sich lieber von der Polizei fernhalten! Emma Tischbein (Käthe Haack) betreibt einen kleinen Friseursalon, mit dem sie sich und ihren Sohn mal besser, mal schlechter über die Runden bringt. Diesmal hat sie sogar 140 Mark für die Großmutter (Olga Engl) in Berlin gespart.

      Emil persönlich wird sie übergeben, denn er darf in den Ferien zu ihr fahren, allein mit der Eisenbahn! Er freut sich schon - ganz besonders auf seine Cousine Pony Hütchen (Inge Landgut). Das Geld steckt er in der Innentasche seines Anzugs zur Sicherheit sogar mit einer Nadel fest, damit es auf keinen Fall verloren geht. Doch dann schenkt ihm ein zwielichtiger Herr (Fritz Rasp) in seinem Abteil ein Bonbon, von dem Emil ganz schläfrig wird. Er träumt lauter wirres Zeug und wacht erst in Berlin wieder auf - der Mann und die 140 Mark sind weg! Emil sieht ihn gerade noch um die Ecke biegen und heftet sich an seine Fersen. Die Polizei kann er schließlich nicht um Hilfe bitten, wo er doch sicher selbst gesucht wird! Vergeblich warten die Großmutter und Pony Hütchen auf ihren Feriengast. Denn Emil muss dem Dieb das Geld, das seine Mutter so hart verdient hat, wieder abnehmen!

      Während er ihn verfolgt, lernt er einen Berliner Jungen kennen: Gustav mit der Hupe (Hans Joachim Schaufuß). Der wiederum mobilisiert alle seine Freunde: unter ihnen der "Fliegende Hirsch" (Hans Richter), der Professor (Hubert Schmitz) und der "Kleine Dienstag“ (Hans Albrecht Löhr) - alle wollen dem Jungen aus Neustadt helfen. "Parole Emil" heißt es, wenn die jungen Detektive in einer mustergültig durchorganisierten Aktion den Verbrecher beschatten. Ihr Hauptquartier schlagen sie neben dem Hotel auf, in das sich der Herr unter dem Namen Grundeis einquartiert hat. Unterstützung bekommen sie auch vom Hotelpagen Max (Martin Rickelt) und Pony Hütchen. Gemeinsam mit Hunderten Berliner Kindern treiben sie den Dieb in die Enge.

      Gerhard Lamprecht brachte den Kinderbuchklassiker Erich Kästners 1931 ins Kino. "Es muss schon einer sehr verknöchert oder sehr blasiert sein, wenn er nicht nach den ersten zweihundert Metern auf der Leinwand seine zehn oder dreißig oder fünfzig Jahre ‚Erwachsenen-Dasein’ vergisst und als Kind den Sorgen und Freuden der Kinder folgt", begeistert sich der "Filmkurier" nach der Premiere. "Emil und die Detektive" wurde von den großen und kleinen Zuschauern euphorisch aufgenommen und für die Ufa zu einem riesigen Erfolg. Selbst in London und New York lief der Film ein Jahr lang im Kino. In Deutschland wurde er bis 1937 gezeigt, obwohl die Nazis Kästners Bücher längst verbrannt und den Autor mit Schreibverbot belegt hatten.

      Drehbuchautor Billy Wilder hatte Deutschland nach der Machtübernahme Hitlers 1933 verlassen und machte später in Hollywood eine große, von sechs Oscars gekrönte Karriere. Die Karriere vieler der jugendlichen Darsteller, die durch ihr wunderbar natürliches Spiel beeindrucken, war dagegen nur von kurzer Dauer: Rolf Wenkhaus (Emil), Hans Schaufuß (Gustav mit der Hupe) und Hans Albrecht Löhr (Der kleine Dienstag) kamen im Zweiten Weltkrieg als Soldaten ums Leben.

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