• 21.07.2022
      23:40 Uhr
      Tödliches Schweigen Fernsehfilm Deutschland 1996 | MDR FERNSEHEN
       

      Im vogtländischen Dorf Schönborn feiert Fleischermeister Plache seinen 60. Geburtstag. Das Fest zum Anlass nehmend, hat Lisa Plache eine besondere Überraschung vorbereitet. Sie hat die Adresse des Sohnes, Chrisian Plache, ausfindig gemacht, der vor der Wende nach West-Berlin geflohen war. Christian erscheint tatsächlich auf dem Fest und auch seine Ex-Frau Sophie, inzwischen wieder verheiratet, kommt dazu. Doch nachdem der Festlärm verklungen ist, macht sich Schweigen breit. Die zugefügten Wunden sind noch längst nicht verheilt. Und die Unfähigkeit, miteinander zu reden, wird zum Ausgangspunkt für eine Familientragödie.

      Donnerstag, 21.07.22
      23:40 - 01:10 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Im vogtländischen Dorf Schönborn feiert Fleischermeister Plache seinen 60. Geburtstag. Das Fest zum Anlass nehmend, hat Lisa Plache eine besondere Überraschung vorbereitet. Sie hat die Adresse des Sohnes, Chrisian Plache, ausfindig gemacht, der vor der Wende nach West-Berlin geflohen war. Christian erscheint tatsächlich auf dem Fest und auch seine Ex-Frau Sophie, inzwischen wieder verheiratet, kommt dazu. Doch nachdem der Festlärm verklungen ist, macht sich Schweigen breit. Die zugefügten Wunden sind noch längst nicht verheilt. Und die Unfähigkeit, miteinander zu reden, wird zum Ausgangspunkt für eine Familientragödie.

       

      Stab und Besetzung

      Hans Plache Bruno Ganz
      Lisa Plache Monika Lennartz
      Christian Plache Ulrich Mühe
      Sophie Plache Claudia Messner
      Joachim Deymann Florian Martens
      Sebastian Deymann Julian Braun
      Kommissar Schiller Gunter Schoß
      Toni Seiffert Michael Lucke
      Bernhard Reich Helmut Straßburger
      Schlüter Jeanette Arndt
      Regie Bernd Böhlich
      Musik Tamas Kahane
      Kamera Gero Steffen
      Georg Steffen

      Im vogtländischen Dorf Schönborn feiert Fleischermeister Plache seinen 60. Geburtstag. Sorgen und familiärer Kummer sollen an diesem Tag vergessen sein. Das Fest zum Anlass nehmend, hat Lisa Plache eine besondere Überraschung vorbereitet.

      Mitte der Achtzigerjahre verließ ihr Sohn Christian das Dorf. Er verschwand bei Nacht und Nebel, seine Familie und die Eltern im Ungewissen zurücklassend. Später erreichten Schönborn einige Karten aus Österreich und West-Berlin. Christian lebte also und es ging ihm gut. Mehr war diesen Lebenszeichen nicht zu entnehmen. Und auch nach dem Fall der Mauer gab es bei Plaches keine familiäre Wiedervereinigung, denn Christian blieb dem Dorf fern. Die Menschen in Schönborn bewegten andere Probleme, sie dachten nicht weiter an Christian Plache. Seine Frau Sophie hatte wieder geheiratet. Jochen Deymann, einen ehemaligen Grenzoffizier. Deymann liebt Sophie, mehr vielleicht noch den neunjährigen Sebastian. Für seine Familie tut er alles, aber seine Bemühungen, eine sichere soziale Existenz zu schaffen, blieben bisher erfolglos.

      Lisa hat Christians Adresse ausfindig gemacht und den Sohn zum Geburtstag des Vaters eingeladen. Als Christian auf dem Fest erscheint und die erste stürmische Begrüßung vorüber ist, merkt er, dass die Jahre seines Fernbleibens nichts verändert haben. Er wird als Störenfried angesehen, man lässt es ihn merken. Deymanns lang angestaute Wut richtet sich gegen den Rückkehrer, denn ohnmächtig muss er mit ansehen, wie sich Sophie wieder Christian zuwendet und somit seine letzte Hoffnung, die Familie, zerstört wird. Deymann wird das nicht hinnehmen. Sophie bedrängt Christian und will nicht begreifen, dass dieser für sie unerreichbar bleiben wird. Denn Christian lebt mit einem Mann zusammen. Der alte Hans Plache ist nicht bereit, mit seinem Sohn über die Gründe seiner Flucht aus dem Elternhaus zu sprechen. Und so macht sich Schweigen breit, nachdem der Festlärm verklungen ist. Die Unfähigkeit, miteinander zu reden, wird zum Ausgangspunkt für eine Familientragödie.

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