• 24.01.2021
      06:00 Uhr
      Die Westentaschenvenus Fernsehfilm Deutschland 2002 | MDR FERNSEHEN
       

      Die Buchhändlerin Sophie möchte ihren Lebenstraum verwirklichen und im alten Haus ihrer Tante ein Lesecafé einrichten. Aber das Anwesen ist baufällig, ein Klempner muss her. Und es scheint, als könnte Philipp Weiße auch noch andere Dinge richten als nur defekte Wasserrohre. Zum Beispiel das Chaos in Sophies Gefühlshaushalt.

      Sonntag, 24.01.21
      06:00 - 07:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Die Buchhändlerin Sophie möchte ihren Lebenstraum verwirklichen und im alten Haus ihrer Tante ein Lesecafé einrichten. Aber das Anwesen ist baufällig, ein Klempner muss her. Und es scheint, als könnte Philipp Weiße auch noch andere Dinge richten als nur defekte Wasserrohre. Zum Beispiel das Chaos in Sophies Gefühlshaushalt.

       

      Stab und Besetzung

      Sophie Dukakis Jeanette Hain
      Dr. Philip Weiße Jochen Horst
      Gräfin Anna Saskia Vester
      Wolfgang Leon Boden
      Frau Mayerkranz Daniela Ziegler
      Petra Ulrike Arnold
      Babsy Cecilia Kunz
      Joschi Mayerkranz Antonio Wannek
      Herr Rossert Fritz Roth
      Herr Schlüter Andreas Mannkopf
      Regie Kirsten Peters
      Musik Jürgen Kramlofsky
      Kamera Michael Wiesweg
      Drehbuch Thomas Pauli
      Daniel Maximilian

      Im Leben der etwas introvertierten und schusseligen Sophie Dukakis gibt es viele Bücher, wenige Freunde und keinen Mann. Aber Sophie ist nicht unzufrieden. Sie hat von ihrer verstorbenen Tante ein Haus mit Schuppen geerbt und geht ganz in ihrem Plan auf, in dem Anbau ein exquisites kleines Lesecafé zu eröffnen - die literarische Kompetenz bringt sie als Buchhändlerin mit und das Kuchenbacken hat sie von ihrer Tante gelernt. Das Problem ist nur: Momentan sind andere Talente gefragt.

      In dem alten Anwesen, das Sophie allein renoviert, tropft es an allen Ecken und Enden. Gelegentlich kommt es zu Wasserrohrbrüchen. Die junge Frau entschließt sich, den Klempnerbetrieb, der offensichtlich geschlampt hat, zu verklagen. Doch als sie wieder einmal den Notdienst anrufen muss, schickt die Firma einen Mann vorbei, den Sophie bereits kennt - als Kunden der kleinen Buchhandlung, in der sie arbeitet.

      Philipp Weiße hat Germanistik studiert, sich schließlich aber auf eine andere Art Dichtung verlegt, weil das Handwerk nun mal die krisenfestere Branche ist. Vielleicht liegt es an dieser seltsamen Karriere, dass Philipp ein so gelungenes Exemplar der Gattung Mann zu sein scheint: Einer, der in der einen Hand einen Band Liebesgedichte hält, während er mit der anderen den Wasserhahn repariert. Sophie erliegt seinem Charme sofort. Bis ihr aufgeht, dass "Mr. Perfect" erstens eine Vergangenheit - ausgerechnet mit Sophies schriller Kollegin Babsy - hat, und zweitens nicht der schlichte Angestellte ist, für den er sich ausgibt.
      Bevor das Durcheinander in Sophies Leben behoben werden kann, greift erst einmal Philipps "deterministische Chaosbildungstheorie".

      In "Die Westentaschenvenus", der Adaption des erfolgreichen Romans von Verena C. Harksen, entfaltet die junge Regisseurin Kirsten Peters die Talente, für die sie schon den Nachwuchspreis "First Steps" bekam: ein besonderes Gespür für die Zwischentöne in Beziehungen und eine präzise Beobachtungsgabe. Die Hauptrollen in Peters charmanter, von hintergründigem Humor und einer gewissen Chaos-Sehnsucht getragenen Liebeskomödie spielen zwei Stars der jüngeren deutschen Film- und TV-Landschaft: Jeanette Hain ("Frau Retttich, die Czerni und ich", "Das Trio"), die zuletzt in einer ganz anderen Rolle, als Femme fatale in "Sass", glänzte und Jochen "Balko" Horst.

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