• 28.10.2020
      00:00 Uhr
      Bücherjournal NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • "Reckless 4": Gespräch mit Cornelia Funke
      • "Bauern, Land": eine Geschichte der Landwirtschaft im Norden
      • "Wie alles kam": der Sams-Erfinder Paul Maar erzählt seine Kindheit
      • "Beinahe Alaska": Arezu Weitholz als Gast im "Bücherjournal"
      • Flucht aus Hannover: Roman über den Künstler Kurt Schwitters
      • Die Rechte der Geflüchteten: ein Plädoyer von Dina Nayeri
      • "Der verlorene Sohn": der neue Roman von Olga Grjasnowa

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.10.20
      00:00 - 00:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Themen:

      • "Reckless 4": Gespräch mit Cornelia Funke
      • "Bauern, Land": eine Geschichte der Landwirtschaft im Norden
      • "Wie alles kam": der Sams-Erfinder Paul Maar erzählt seine Kindheit
      • "Beinahe Alaska": Arezu Weitholz als Gast im "Bücherjournal"
      • Flucht aus Hannover: Roman über den Künstler Kurt Schwitters
      • Die Rechte der Geflüchteten: ein Plädoyer von Dina Nayeri
      • "Der verlorene Sohn": der neue Roman von Olga Grjasnowa

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      Redaktion Niels Grevsen
      Produktion Katja Theile
      • "Reckless 4": Gespräch mit Cornelia Funke

      Ihre Bücher haben unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Lesen verführt. Cornelia Funke schreibt einen Bestseller nach dem anderen: von "Die Wilden Hühner" über die "Tintenwelt"-Trilogie bis zu "Reckless". In wenigen Tagen erscheint der vierte Band der Fantasy-Reihe über die Brüder Jacob und Will: "Reckless 4 – Auf silberner Fährte" (Dressler). Eigentlich wollte Cornelia Funke nach Deutschland kommen, um ihr Buch vorzustellen, aber wegen Corona bleibt sie in ihrer Wahlheimat Malibu. Per Videoschalte spricht sie im "Bücherjournal" über ihr neues Buch, aber auch über die aktuelle Coronasituation in den USA, über die politische Lage kurz vor der Präsidentenwahl und ihr Engagement für andere Künstler*innen.

      • "Bauern, Land": eine Geschichte der Landwirtschaft im Norden Früher wurden die Bauern geachtet, denn man hat sie gebraucht: Sie ernährten die Menschen in der Stadt. Heute gibt es Lebensmittel en masse auf dem Weltmarkt, und viele Bauern fühlen sich von der Politik gegängelt und von den Städtern als Umweltsünder oder Tierquäler verachtet. Die Autorin und Journalistin Uta Ruge ist selbst auf einem Bauernhof in Niedersachsen groß geworden und hat ein Buch über den Wandel der Landwirtschaft geschrieben: In "Bauern, Land" (Kunstmann Verlag) erzählt sie am Beispiel ihres Heimatdorfes Neubachenbruch, wie das Leben auf dem Land sich radikal verändert hat: von der Ansiedlung und Urbanmachung des Moores im 18. Jahrhundert über die Industrialisierung des Ackerbaus, die EU-Agrarpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Höfesterben. Die Historie verknüpft sie mit persönlichen Erinnerungen aus ihrer Kindheit und dem Alltag der Bauern heute.

      • "Wie alles kam": der Sams-Erfinder Paul Maar erzählt seine Kindheit

      Mit seinen Büchern hat er viele Kinder begeistert: der große Autor und Menschenfreund Paul Maar. Seine eigene Kindheit jedoch war nicht immer leicht: Die Mutter ist früh gestorben, der Vater musste an die Front, war dann lange in
      Kriegsgefangenschaft. Und als der Vater zurückkam, konnte er mit dem Sohn, der die Bücher liebt, wenig anfangen: Paul soll nicht lesen, sondern den Malereibetrieb der Familie übernehmen. In dem Buch "Wie alles kam" erzählt Maar den "Roman seiner Kindheit". Das Buch ist auch eine Liebeserklärung an seine Frau Nele, die ihm dabei half, seinen eigenen Weg zu gehen und Schriftsteller zu werden.

      • "Beinahe Alaska": Arezu Weitholz als Gast im "Bücherjournal" Mit ihren wunderbaren Fischgedichten und ihrem ersten Roman war Arezu Weitholz bereits Gast im "Bücherjournal". Nun stellt die Autorin, die auch als Songtexterin für Herbert Grönemeyer oder die Toten Hosen gearbeitet hat, ihren neuen Roman vor: "Beinahe Alaska" (Mare Verlag). Es geht darin um eine Frau, die nach einem Verlust eine Expeditionskreuzfahrt nach Alaska macht. Sie ist Fotografin und hat einen ganz genauen Blick auf ihre Umwelt, nicht nur auf die unglaubliche Natur, sondern auch auf ihre Mitreisenden auf dem Schiff. Ohne sie vorzuführen, charakterisiert sie diese präzise. Die Nörglerin, die Angeberin, den Besserwisser, aber auch den Bücherwurm, mit dem sie sich anfreundet, oder den verwitweten Rentner. Ebenso präzise beschreibt Weitholz die Landschaften, die Orte, die sie bereist, und findet ausdrucksstarke Bilder für die Natur im hohen Norden. Im "Bücherjournal" spricht Arezu Weitholz mit Julia Westlake über Reisen und Lebensentwürfe, über die Faszination der Arktis und darüber, warum Menschen, wie Eisberge sind: "Man sieht nur ein Siebtel", heißt es in ihrem Roman.

      • Flucht aus Hannover: Roman über den Künstler Kurt Schwitters Er wollte eine neue, eine freie Kunst: Der Dichter, Grafiker und Maler Kurt Schwitters (1887 - 1948) schuf in Hannover mit seinem Merz eine eigene Form, angelehnt an Dada. Abfall, Reklame, Zeitungsausschnitte, alles war ihm Material für Collagen und für eine große Raumskulptur, den Merzbau. Doch die Nazis bannten seine Kunst als "entartet" und Schwitters musste fliehen: zuerst nach Norwegen, dann nach England. Im Exil lebte der Künstler in Armut, zwischenzeitlich war er sogar in einem Internierungslager. Die Schriftstellerin Ulrike Draesner hat nun einen Roman über die Flucht und die letzten Lebensjahre von Kurt Schwitters veröffentlicht: "Schwitters" (Penguin Verlag). Für die leidvolle Fluchtgeschichte und für sein einzigartiges Werk hat sie eine eigene, poetische Sprache gefunden.

      • Die Rechte der Geflüchteten: ein Plädoyer von Dina Nayeri

      Sie hat Flucht und Heimatverlust selbst erlebt, weiß, was Entfremdung und Identitätssuche bedeuten: Die Schriftstellerin Dina Nayeri wurde 1979 als Tochter eines iranischen Arztehepaars geboren. Als sie acht Jahre alt war, floh sie mit der Mutter und dem jüngeren Bruder aus dem Iran und kam später in die USA. Dina Nayeri studierte in Princeton und Harvard, wurde zu einer exzellent ausgebildeten, erfolgreichen Vorzeigemigrantin und blieb doch immer eine Geflüchtete. In ihrem neuen Buch "Der undankbare Flüchtling" verknüpft sie ihre eigene Migrationsgeschichte mit den Schicksalen anderer Geflüchteter, die sie unter anderem in griechischen Lagern, in London und Amsterdam getroffen und interviewt hat. Ihr Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rechte der Geflüchteten und für ein Umdenken in der Migrationspolitik.

      • "Der verlorene Sohn": der neue Roman von Olga Grjasnowa Geboren wurde sie in Aserbaidschan, aber seit vielen Jahren lebt Olga Grjasnowa in Deutschland und gehört inzwischen zu einer der wichtigsten jungen Stimmen in der Literaturszene. In ihrem neuen Roman "Der verlorene Sohn" schreibt sie über Jamalludin, dem Sohn eines mächtigen Imams, der im Kaukasischen Krieg den Russen als Geisel übergeben wird. Jamalludin wird an den Hof des Zaren gebracht, wächst in St. Petersburg auf. Beeindruckend kenntnisreich, packend und mit großer erzählerischer Wucht erzählt Olga Grjasnowa diese wahre Geschichte aus dem Kaukasischen Krieg.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.11.2020