• 10.11.2019
      16:00 Uhr
      Lieb & Teuer Die norddeutsche Antiquitätenshow | NDR Fernsehen
       
      • Porträt von Friedrich Stöffler
      • Wandplakette
      • Deckenlampe
      • Taleruhr
      • Bronze Kosake

      Moderation: Janin Ullmann

      Sonntag, 10.11.19
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV
      • Porträt von Friedrich Stöffler
      • Wandplakette
      • Deckenlampe
      • Taleruhr
      • Bronze Kosake

      Moderation: Janin Ullmann

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Anja Reingold
      Moderation Janin Ullmann
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      Redaktion Marina Bartsch-Rüdiger
      • Porträt von Friedrich Stöffler

      Das "Porträt einer jungen Dame", Öl auf Leinwand, wurde von dem Maler Friedrich Stöffler signiert und auf das Jahr 1843 datiert. Er war in den Jahren 1811 bis 1848 in Magdeburg und Berlin tätig, darüber hinaus ist über ihn sehr wenig bekannt. Gezeigt wird ein sehr fein gemaltes Biedermeierporträt. Der Maler verwendete große Sorgfalt auf die Darstellung der anatomischen Details, die rosige Haut, die Gesichtszüge und die Wiedergabe des glänzenden Haares. Das Bild ist aus dem Familienbesitz der Dargestellten, insofern ist bekannt, dass es sich um die Ehefrau des Künstlers handelt.

      • Wandplakette

      Das Wandbild "Mädchenkopf" entstand in der Manufaktur Villeroy & Boch in Mettlach um 1900. Die Plakette ist aus grünem Phanolith, eine Art Porzellan, das an die Jasperware der englischen Firma Wedgwood erinnert. Das Jugendstilporträt ist als weißes, durchscheinendes Profilrelief
      aufgesetzt und geht auf den Künstler Johann Baptist (auch Jean Baptiste) Stahl (1869 – 1932) zurück, der es verstand, eine malerische Tiefenwirkung zu erzielen. Im Katalog der Firma ist eine zweite Plakette aufgeführt, die als Pendant gedacht war.

      • Deckenlampe

      Die Deckenlampe besteht aus einem Balusterkorpus aus satiniertem Milchglas mit einer Messinghalterung und einer Kettenaufhängung. Sie ist mit umlaufenden floralen Motiven und Silhouettenporträts in Scherenschnittoptik verziert. Obwohl die Lampe wohl aus einer böhmischen
      Serienproduktion um 1920 stammt, ist die Dekoration eher individuell und in Handmalerei gestaltet.

      • Taleruhr

      Die Taschenuhr ist aus 18-karätigem Gold. Der Zwischendeckel ist aus Messing. Auf ihn wurden die technischen Daten graviert. Die damalige neue Werktechnik des Pariser Hofuhrmachers L´Epine hatte es im späten 18. Jahrhundert ermöglicht, die kompakte Form von Taschenuhren durch eine flache zylindrische Form zu ersetzen, die an einen Goldtaler erinnert. Daher leitet sich die Bezeichnung Taleruhr ab. Das Werk dieser Uhr steht in dieser Tradition und besitzt ein sogenanntes "fliegendes Federhaus", das nur einseitig befestigt ist, um die Uhr flach zu halten. Punziert ist die Uhr mit dem Eichstempel von Neuchâtel in der französischen Schweiz.

      • Bronze Kosake

      Die kleine Bronze ist unsigniert und hat keinen Gießereistempel. Der Entwurf des auf einer Eisscholle liegenden Kosaken ist mit großer Sicherheit von dem russischen Bildhauer Vassili Grachev (1831 – 1905). Der feine Guss und die äußerst kunstvolle Ziselierung zeugen von einer meisterhaften Ausführung. Das Fell des Mantels und das Leder der Reiterstiefel und Gurte sind sehr realistisch getroffen, ebenso die kleine Trinkflasche auf dem Rücken wie auch die Mechanik des Gewehrs. Die Figur ist wohl in den Jahren 1870/80 in Russland entstanden.

      Ist das Ölgemälde, das schon lange auf dem Dachboden verstaubt, vielleicht von einem berühmten Maler? Oder das Schnäppchen vom Flohmarkt ein wahrer Kunstschatz?
      Janin Ullmann lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen.

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