• 10.12.2020
      20:30 Uhr
      Nirgendwo in Afrika Spielfilm Deutschland 2001 | rbb Fernsehen
       

      Der jüdische Anwalt Walter Redlich flieht schon 1938 vor den Nazis nach Kenia. Seine Frau Jettel folgt ihm nur ungern. Sie entstammt einer wohlhabenden Familie und empfindet das entbehrungsreiche Leben im Busch als Zumutung. Für die deutsche Jüdin ist es noch unvorstellbar, dass sie in der Heimat verfolgt werden wird. Doch mit Ausbruch des Kriegs treffen schockierende Nachrichten ihrer deportierten Verwandten ein. Allmählich erscheint das Leben im Exil in einem anderen Licht.

      Donnerstag, 10.12.20
      20:30 - 22:45 Uhr (135 Min.)
      135 Min.
      VPS 20:15

      Der jüdische Anwalt Walter Redlich flieht schon 1938 vor den Nazis nach Kenia. Seine Frau Jettel folgt ihm nur ungern. Sie entstammt einer wohlhabenden Familie und empfindet das entbehrungsreiche Leben im Busch als Zumutung. Für die deutsche Jüdin ist es noch unvorstellbar, dass sie in der Heimat verfolgt werden wird. Doch mit Ausbruch des Kriegs treffen schockierende Nachrichten ihrer deportierten Verwandten ein. Allmählich erscheint das Leben im Exil in einem anderen Licht.

       

      Stab und Besetzung

      Jettel Redlich Juliane Köhler
      Walter Redlich Merab Ninidze
      Owuor Sidede Onyulo
      Walter Süßkind Matthias Habich
      Regina Redlich (als Kind) Lea Kurka
      Regina Redlich (jung) Karoline Eckertz
      Max Gerd Heinz
      Ina Hildegard Schmahl
      Buch und Regie Caroline Link
      Liesel Maritta Horwarth
      Käthe Regine Zimmermann
      Dienstmädchen Klara Gabrielle Odinis
      Frau Sadler Bettina Redlich
      Inge Julia Leidl
      Elsa Konrad Mechthild Großmann
      Kamera Gernot Roll
      Musik Niki Reiser

      Ab 1938 darf Walter Redlich (Merab Ninidze) seinen Beruf nicht mehr ausüben. Der jüdische Anwalt flieht nach Kenia, wohin seine ebenfalls jüdische Frau Jettel (Juliane Köhler) ihm nur widerstrebend folgt. Jettel fühlt sich in erster Linie als deutsche Staatsangehörige und dann erst ihrer Religion zugehörig. Dass man sie in ihrer Heimat verfolgen wird, kann sie sich nicht vorstellen - die Reise nach Afrika ist in ihren Augen ein Kurztrip. Statt des erbetenen Eisschranks packt sie lieber ihr Porzellanservice und ein neues Abendkleid ein. Mit dem bescheidenen Dasein im Busch, wo ihr Mann als Verwalter einer maroden Farm arbeitet, kann sie sich nicht anfreunden.

      Dagegen blüht ihre introvertierte Tochter Regina (Karoline Eckertz) in der Fremde erst richtig auf. Sie verfällt dem Zauber Afrikas, lernt die Sprache und findet im einheimischen Koch Owuor (Sidede Onyulo) einen Freund, der sie in die Geheimnisse seiner Kultur einführt. Mit Ausbruch des Kriegs treffen schockierende Nachrichten aus Deutschland ein. Jettel, die sich von Walter immer mehr entfernt hat, wird bewusst, dass das Leben im Exil ein Geschenk ist. Allmählich findet das Paar wieder zueinander.

      Nach Kriegsende wird Walter ein Posten als Richter in Frankfurt angeboten. Zwölf bewegte Jahre sind inzwischen vergangen, in denen Jettel und Regina Kenia schätzen gelernt haben. Die beiden wissen nicht so recht, ob sie in das Land zurückkehren wollen, in dem die Mörder ihrer Eltern noch leben.

      Caroline Link führt den Zuschauer ins Herz des afrikanischen Kontinents. Ihre eindrucksvolle Verfilmung des autobiografischen Weltbestsellers von Stefanie Zweig zeichnet ein realistisches Bild vom Leben jüdischer Flüchtlinge im Exil - ohne Postkarten-Idyllen à la Jenseits von Afrika". Merab Ninidze und Juliane Köhler spielen ein Paar auf der schwierigen Suche nach sich selbst. Nicht zuletzt dank Gernot Rolls beeindruckenden Landschaftspanoramen wurde "Nirgendwo in Afrika" mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

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      Donnerstag, 10.12.20
      20:30 - 22:45 Uhr (135 Min.)
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