• 10.09.2021
      14:30 Uhr
      Als meine Frau mein Chef wurde Fernsehfilm Deutschland 2013 | rbb Fernsehen Mediathek
       

      Das Angebot kommt aus heiterem Himmel: Hanna Jens, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin bei einer Hamburger Werft beschäftigt ist, soll zur stellvertretenden Geschäftsführerin befördert werden. Begeistert nimmt sie den Job an und ist sich anfänglich nicht bewusst, in welchen Zwiespalt sie damit gerät. Denn ihr Vorgesetzter Bernd Möller, der absichtlich die Schließung der Werft herbeiführen will, hat sie insgeheim nur als nützliche Erfüllungsgehilfin seiner perfiden Pläne eingestellt. Er zwingt Hanna, unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen, von denen auch Martins ambitionierte Projektarbeit betroffen ist.

      Freitag, 10.09.21
      14:30 - 16:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Das Angebot kommt aus heiterem Himmel: Hanna Jens, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin bei einer Hamburger Werft beschäftigt ist, soll zur stellvertretenden Geschäftsführerin befördert werden. Begeistert nimmt sie den Job an und ist sich anfänglich nicht bewusst, in welchen Zwiespalt sie damit gerät. Denn ihr Vorgesetzter Bernd Möller, der absichtlich die Schließung der Werft herbeiführen will, hat sie insgeheim nur als nützliche Erfüllungsgehilfin seiner perfiden Pläne eingestellt. Er zwingt Hanna, unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen, von denen auch Martins ambitionierte Projektarbeit betroffen ist.

       

      Hanna Jens (Marie-Lou Sellem) und ihr Mann Martin (Götz Schubert) sind glücklich verheiratete Eltern des elfjährigen Paul (Louis Althaus) und arbeiten gemeinsam in einer großen Hamburger Werft: sie im Qualitätsmanagement, er in der Entwicklungsabteilung. Trotz ihrer langjährigen Firmenzugehörigkeit und der damit verbundenen Berufserfahrung ist Hanna völlig überrascht, als ihr der Juniorchef Bernd Möller (Patrick Heyn) eines Tages den Posten als stellvertretende Geschäftsführerin offeriert. Begeistert nimmt sie das lukrative Jobangebot an - auch wenn das bedeutet, dass sie ab sofort die Vorgesetzte ihres Ehegatten ist.

      Für Martin kein Problem, für seinen Vater Wilfried (Ulrich Pleitgen), der kurzfristig bei Sohn, Schwiegertochter und Enkel eingezogen ist, allerdings schon: Ein derart vertauschtes Rollenverhältnis passt so gar nicht in das Weltbild des pensionierten Unternehmers alten Schlages.

      Hanna stützt sich in die Arbeit und muss schnell feststellen, dass es um die Wirtschaftslage der Werft nicht zum Besten steht. Ihre ehrgeizige Vorgehensweise liegt allerdings so gar nicht im Interesse von Bernd Möller, der aus der bewusst herbeigeführten Schließung des väterlichen Unternehmens seinen persönlichen Vorteil ziehen will. Als er sie anweist, ein ambitioniertes Projekt, an dem Martin und seine Kollegen seit Jahren arbeiten, kurzerhand auf Eis zu legen, sieht sich Hanna gezwungen, ihren Mann vor vollendete Tatsachen zu stellen.

      Es kommt zu ersten Meinungsverschiedenheiten, die sich stetig mehren, als Hanna immer weiter in einen Gewissenskonflikt gerät - verantwortungsbewusste Chefin auf der einen, treu sorgende Mutter und liebende Ehefrau auf der anderen Seite. Sie vernachlässigt ihre Familie, verbringt die Abende in der Firma und steht zunehmend isoliert da, während Martin seinen Frust gemeinsam mit der jungen Kollegin Kai (Luisa Katharina Davids) beim Feierabendbier ertränkt.

      Als es zwischen Hanna und Martin schließlich zum bitteren Zerwürfnis kommt, scheint es für die beiden keine gemeinsame Zukunft mehr zu geben. Bis Hanna feststellen muss, dass sie von Möller nur als nützliches Werkzeug für dessen falsches Spiel benutzt wurde. Doch für den Versuch, die Firma und ihre Ehe zu retten, scheint es zu spät zu sein.

      Solche Frauen braucht das mittlere Management: Marie-Lou Sellem macht als liebende Ehegattin, verantwortungsvolle Mutter und durchgreifende Geschäftsführerin eine absolut überzeugende Figur - auch wenn ihr die anstrengende Dreifach-Belastung bald über den Kopf zu wachsen droht. Mit Humor, kluger Beobachtungsgabe und Hintersinn widmet sich die Komödie dem Rollenbild von Geschlechtern und Generationen. Für Götz Schubert als (nicht immer) verständnisvollen Ehemann und Ulrich Pleitgen, der hier eine Extravorstellung als griesgrämiger Opa mit konservativen Ansichten gibt, eine Herausforderung - für den Zuschauer ein großes Vergnügen.

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