• 13.08.2021
      06:30 Uhr
      Die Frau vom Checkpoint Charlie (1/2) Fernsehfilm Deutschland 2007 | rbb Fernsehen
       

      Sara Bender lebt mit ihren Kindern in Erfurt. Im Frühjahr 1982 will sie ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Als ihr Vater zur Trauuung aus dem Westen anreist, verunglückt auf der Autobahn. Sara will ihren Vater im Krankenhaus besuchen, doch die DDR-Behörden verweigern ihr die Ausreise. Sara ist entsetzt, als ihr Vater kurz darauf stirbt. In ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen, und sie stellt einen Ausreiseantrag. Als der abgelehnt wird, nimmt sie Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf. Doch sie werden verhaftet, ihre Flucht ist verraten worden. Sara und die Mädchen werden getrennt.

      Freitag, 13.08.21
      06:30 - 08:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Sara Bender lebt mit ihren Kindern in Erfurt. Im Frühjahr 1982 will sie ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Als ihr Vater zur Trauuung aus dem Westen anreist, verunglückt auf der Autobahn. Sara will ihren Vater im Krankenhaus besuchen, doch die DDR-Behörden verweigern ihr die Ausreise. Sara ist entsetzt, als ihr Vater kurz darauf stirbt. In ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen, und sie stellt einen Ausreiseantrag. Als der abgelehnt wird, nimmt sie Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf. Doch sie werden verhaftet, ihre Flucht ist verraten worden. Sara und die Mädchen werden getrennt.

       

      Stab und Besetzung

      Sara Bender Veronica Ferres
      Peter Koch Peter Kremer
      Richard Panter Filip Peeters
      Silvia Bender Maria Ehrich
      Sabine Bender Elisa Schlott
      Hans Wimpel Michael Schenk
      Horst Seelig Karl Kranzkowski
      Jochen Hailer Bruno F. Apitz
      Britta Sandfuß Winnie Böwe
      Marlene Engel Peggy Lukac
      Regina Pries Julia Jäger
      Martin Pries Götz Schubert
      Aenne Bubach Charlotte Schwab
      Birgit Henning Katinka Auberger
      Eva Landmann Cristin König
      Gerd Landmann Tom Quaas
      Johannes Bender Peter Franke
      Marlene Engel Peggy Lukac
      Regie Miguel Alexandre
      Kamera Jörg Widmer
      Drehbuch Annette Hess
      Musik Dominic Roth

      Im Frühjahr 1982 will Sara Bender ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Sie lebt mit ihren Töchtern Silvia (11) und Bine (9) in Erfurt. Zur Trauung soll auch Saras Vater Johannes aus dem Westen anreisen - doch er verunglückt bei Helmstedt auf der Autobahn. Die Trauung wird vorerst abgesagt.

      Als Sara ihren Vater im Krankenhaus aufsuchen will, verweigern ihr die DDR-Behörden die Ausreiseerlaubnis. Sara ist entsetzt, als ihr Vater kurz darauf stirbt. In ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen. Sie überredet Peter schließlich, ebenfalls einen Ausreiseantrag zu stellen. Daraus folgen Repressalien für Sara und ihre Töchter: Sie verliert in der Firma ihre gute Position und den Kindern wird die schulische Entwicklung verbaut.

      Als ihr Ausreiseantrag abgelehnt wird, denkt sie an einen illegalen Weg. Aber Peter stellt sie vor die Entscheidung: er oder der Westen. Sara nimmt Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf; der Weg soll über Rumänien gehen. Der Abschied von Peter ist für beide sehr schmerzhaft. Doch sie werden verhaftet, denn ihre Flucht ist verraten worden.

      Sara und die Mädchen werden getrennt, die Kinder kommen in ein Kinderheim und Sara in Untersuchungshaft. Jemand in ihrer nächsten Nähe war ein Verräter ... Sara wird wegen Republikflucht zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Sie kommt in das berüchtigte Frauengefängnis nach Hoheneck.

      "Die Frau vom Checkpoint Charlie" ist ein bewegendes Drama, das den Zuschauer in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt. Der Regisseur Miguel Alexandre, geboren 1968 in Faro / Portugal, studierte Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Sein Kurzfilm "About War" erhielt eine Oscarnominierung für den besten ausländischen Studentenfilm. 1995 beendete er sein Studium mit dem Fernsehspiel "Nana". Seitdem arbeitet er als Regisseur, Produzent und Autor in Hamburg. 1996 wurde er für "Der Pakt - Wenn Kinder töten" mit dem Goldenen Löwen und dem Telestar als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Es folgten viele erfolgreiche Fernsehfilme wie "Schutzengel gesucht" (2001) und "Das Geheimnis des Lebens" (2002). Mit "Gran Paradiso" konnte man im Jahre 2000 seinen ersten Kinofilm auf der Leinwand betrachten. Seine jüngsten Produktionen sind der Dreiteiler "Die Patin - Kein Weg zurück" (2008), "Kinder des Sturms" (2009) und "Eine Frage des Vertrauens" (2009), der auf den Filmfestspielen in Hamburg zu sehen war. 2011 folgte dann der TV-Film "Der Mann mit dem Fagott" und die Serie "Schicksalsjahre".

      Veronica Ferres wurde am 10. Juni 1965 in Solingen geboren und studierte Theaterwissenschaften in Wien. Im Fernsehen, Theater sowie im Kino hat sie bereits mit einem breiten Rollenrepertoire ihre schauspielerischen Fähigkeiten bewiesen. Zuerst sah man sie 1987 in Ulf Miehes "Der Unsichtbare". 1992 wirkte sie in Helmut Dietls erfolgreicher Satire "Schtonk!" und an der Seite von Robert Atzorn in der Fernsehserie "Unser Lehrer Doktor Specht" mit. Neben einigen Rollen im "Tatort" sah man sie 1996 in Sönke Wortmanns "Das Superweib" und ein Jahr später in Helmut Dietls "Rossini". Es folgte 1999 eine Hauptrolle in "Jacks Baby" (Regie: Jan Josef Liefers) und 2001 "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (Regie: Heinrich Breloer), in der sie die Nelly Kröger Mann spielte. 2005 sah man Veronica Ferres außerdem in "Kein Himmel über Afrika" (Regie: Roland Suso Richter). Schließlich wirkte sie in Dieter Wedels "Mein alter Freund Fritz" und Vivian Naefes "Die wilden Hühner und die Liebe" mit. Als Letztes konnte man ihren Auftritt in "Unter Bauern - Retter in der Nacht" (2009) verfolgen.

      Für ihre Rolle als Nelly Kröger Mann erhielt Veronica Ferres im Jahre 2002 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Außerdem im selben Jahr die Goldene Kamera für ihre schauspielerische Leistung in "Bobby" (2002, Regie: Vivian Naefe) und den Romy Gala Preis als beliebteste Schauspielerin. 2004 folgte nochmals der Bayerische Fernsehpreis für ihre Hauptrolle in "Annas Heimkehr" (2003, Regie: Xaver Schwarzenberger) und 2005 bekam sie den Bambi als beste Schauspielerin. 2008 wurde sie für ihre Rolle in dem Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie" mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin gekürt. Ebenfalls erhielt sie für denselben Film den Jupiter-Preis für den besten TV-Film. 2009 sollte ihr der Erich-Kästner-Preis verliehen werden, den sie jedoch ablehnte.

      Es folgten im Jahr 2011 vier TV-Filme: "Lena Fauch - Vater unser", "Tsunami - Das Leben danach", "Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis" sowie "Mein eigen Fleisch und Blut" und bereits zu Beginn des Jahres 2012 war Veronica Ferres dann in die "Lange Welle hinterm Kiel" zu sehen.

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