• 11.05.2013
      04:00 Uhr
      Im Fadenkreuz der Attentäter Reinhard Heydrich - Prag 1942 | phoenix
       

      Am 27. Mai 1942, verübten die beiden Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ihr Attentat auf Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Das Attentat auf Heydrich war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen NS-Funktionär in Europa.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 11.05.13
      04:00 - 04:25 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo

      Am 27. Mai 1942, verübten die beiden Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ihr Attentat auf Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Das Attentat auf Heydrich war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen NS-Funktionär in Europa.

       

      Am Morgen des 27. Mai 1942 verstecken sich Josef Gabcik und Jan Kubis in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle im Prager Vorort Liben. An dieser Stelle bildet die Strasse eine enge abschüssige Kurve. Etwas weiter oben steht Josef Valcik mit einem Taschenspiegel, mit dem er ein Zeichen geben soll, wenn sich das Auto nähert, auf das alle drei warten. In einem offenen Mercedes 320 C mit dem Kennzeichen SS-3 sitzt Reinhard Heydrich. Josef Gabcik und Jan Kubis waren im Dezember 1941 im Auftrag der tschechoslowakischen Exilregierung in England mit Fallschirmen über Böhmen abgesprungen.

      Monatelang hatten sie sich auf die Aktion mit dem Decknamen "Antropoid" vorbereitet. Gabcik und Kubis stehen also in der Kurve, ausgestattet mit einer zusammenlegbaren Maschinenpistole und einer Handgranate. Heydrichs Wagen, in dem sonst nur noch sein Fahrer Johannes Klein sitzt, fährt langsam durch die Haarnadelkurve. Einer der Attentäter, Josef Gabcik, hatte die Sten Gun unter seinem Mantel versteckt. Gabcik ging nun zur Kurvenbiegung. Dort wollte er schießen, als sich das Auto näherte.

      Nach den späteren Berichten der Gestapo betrug die Entfernung zwischen Gabcik und Heydrich nur anderthalb Meter. Aus irgendeinem Grund funktionierte die Maschinenpistole nicht. Heydrich befahl: Anhalten. Das war der Schlüsselmoment. Das Auto bremste und Heydrich griff zu seiner Pistole. In diesem Moment gab es eine Explosion. Kubis, der zweite Mann hatte seine Handgranate geworfen. Diese traf zwar nur das rechte Hinterrad, aber Splitter der Karosserie verletzten Heydrich und verursachten innere Verletzungen. Die Scheiben einer vorbeifahrenden Straßenbahn gingen zu Bruch und auch Kubis wurde durch herumfliegende Splitter verletzt.

      Heydrich versuchte noch, auf die fliehenden Attentäter zu schießen, doch auch aus seiner Waffe löste sich kein Schuss. Wahrscheinlich war die Waffe nicht geladen. Heydrichs Fahrer Klein verfolgte die Attentäter. Aber auch seine Pistole funktionierte nicht. Die beiden Attentäter konnten fliehen.

      Ein Film von Philip Nugus und Jonathan Martin.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 11.05.13
      04:00 - 04:25 Uhr (25 Min.)
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      Stereo

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