• 10.05.2013
      16:00 Uhr
      Maybrit Illner Die besteuerte Republik - zahlt wirklich jeder, was er kann? | phoenix
       

      Gäste:

      • Cem Özdemir (Parteivorsitzender B'90/Die Grünen)
      • Christian Lindner (FDP, Vorsitzender der Landtagsfraktion in NRW)
      • Eric Schweitzer (Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Chef und Mit-Eigentümer des Entsorgungsunternehmens Alba)
      • Ursula Ott (Journalistin, Moderatorin, Buchautorin)
      • Jakob Augstein (Verleger und Journalist "der Freitag")
      • Jesco Idler (Diplom-Kaufmann, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer)

      Freitag, 10.05.13
      16:00 - 17:05 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo

      Gäste:

      • Cem Özdemir (Parteivorsitzender B'90/Die Grünen)
      • Christian Lindner (FDP, Vorsitzender der Landtagsfraktion in NRW)
      • Eric Schweitzer (Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Chef und Mit-Eigentümer des Entsorgungsunternehmens Alba)
      • Ursula Ott (Journalistin, Moderatorin, Buchautorin)
      • Jakob Augstein (Verleger und Journalist "der Freitag")
      • Jesco Idler (Diplom-Kaufmann, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer)

       

      Höhere Steuern für Reiche? Zwei Drittel der Deutschen finden das nach aktuellen Umfragen richtig. Das ist viel Zustimmung für die von SPD und Grünen geplanten Steuererhöhungen. Scheinbar vorbei sind die Zeiten, in denen nur Wahlparolen nach niedrigeren Steuern Massen mobilisieren konnten. Der Wind im Land der Multi-Jobber, Niedriglöhner und Aufstocker hat sich gedreht. Seitdem der Bayern-Boss Uli Hoeneß öffentlich eingeräumt hat, auf die Erträge seines in der Schweiz angelegten Kapitals über Jahre keine Steuern gezahlt zu haben, schaut auch manch ein Wähler das Thema mit neuen Augen an: Die da oben sollen zahlen!

      Doch bei Reichensteuer, Vermögensabgabe oder Spitzensteuersatz denken wohl die wenigsten Steuerzahler sofort an sich. Reich - das sind die anderen. Wer in den Augen der Grünen "reich" genug ist, um mehr Steuern zahlen zu können, das haben sie am vergangenen Wochenende festgelegt: Demnach soll der Spitzensteuersatz auf 49 Prozent steigen und für Einkommen ab 80.000 Euro gelten. Statt Ehegattensplitting würde es eine Individualbesteuerung geben, wobei der Grundfreibetrag übertragen werden kann. Zudem soll es auf Vermögen ab einer Million Euro eine auf zehn Jahre befristete Abgabe von 1,5 Prozent geben, die geschätzt rund 100 Milliarden Euro einbringt. Sonderregeln sollen dabei verhindern, dass Betriebe zu sehr belastet werden. Die Mehreinnahmen würden in Bildung, Infrastruktur und Schuldenabbau fließen. So weit, so gerecht?

      Wirtschaft und Regierungskoalition sagen klar: Nein. Die grünen Steuerpläne seien gefährlich für unser Land - und nichts anderes als ein kapitaler Raubzug durch die Mitte der Gesellschaft. Selbst vom auserwählten Koalitionspartner kommt Kritik. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel lehnt die Steuerpläne der Grünen als zu weitgehend ab. "Die Vorschläge der Grünen - vor allem die Kombination aus Steuertarif und Abschaffung des Ehegattensplittings - bergen die Gefahr, dass damit auch die Mittelschichten getroffen werden könnten." Stimmt es, dass das Grünen-Konzept nur die Reichen trift? Warum zahlen manche gern und manche lieber gar keine Steuern? Hat sich die Steuermoral verändert? Zahlen Vermögende zu wenig Steuern? Hat der Staat trotz historisch hoher Steuereinnahmen tatsächlich zu wenig Geld?

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