• 24.03.2013
      15:00 Uhr
      TACHELES - Talk am roten Tisch Thema: "Die Rache ist mein: Brauchen wir härtere Strafen?" | phoenix
       

      Jan Dieckmann im Gespräch mit:

      • Friedrich Weber (Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig)
      • Helmut Kury (Kriminologe)
      • Rainer Wendt (Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft)
      • Bärbel Freudenberg-Pilster (Rechtsanwältin)

      Sonntag, 24.03.13
      15:00 - 16:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Jan Dieckmann im Gespräch mit:

      • Friedrich Weber (Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig)
      • Helmut Kury (Kriminologe)
      • Rainer Wendt (Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft)
      • Bärbel Freudenberg-Pilster (Rechtsanwältin)

       

      Unsere Justiz sei zu milde, heißt es häufig. Ist Sühne nicht mehr Sinn von Strafe? Heißt es nicht in der Bibel: Auge um Auge, Zahn um Zahn?

      Eine Gesellschaft könne nicht zulassen, wenn Menschen stehlen oder morden - und damit das Gesetz und nicht zuletzt die zehn Gebote brechen, sagt der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber. Der Staat dürfe aber nicht als Rächer auftreten. Die zentrale christliche Botschaft sei, Gewalt nicht mit Gewalt, sondern durch Liebe und Achtung zu überwinden und möglichst zu verhüten.

      Wir strafen zu viel und auf falsche Weise, meint der international renommierte Kriminologe Helmut Kury. Er war Gutachter in spektakulären Fällen, etwa des früheren Terroristen Christian Klar oder von Michael W., der ein Mädchen in ihrem Kinderzimmer erstochen hatte. Kury sagt, härtere Strafen würden die Gesellschaft keineswegs sicherer machen.

      Dem widerspricht die Berliner Anwältin Bärbel Freudenberg-Pilster, zuvor Direktorin des Amtsgerichts Schönebeck. Sie schrieb einen Brandbrief an die Berliner Justiz und fordert mehr Strenge, um gesellschaftlich ein Signal zu setzen.

      Strafe müsse wehtun, meint Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Er plädiert für den Warnschussarrest - gerade Jugendliche müssten früh erfahren, dass strafbares Handeln deutliche und rasche Folgen habe. Wenn der Staat seine Bürger nicht vor Gewalttätern schützen könnte, sollte ein polizeilicher Internetpranger zumindest ermöglichen, dass Bürger sich und ihre Familie selbst schützen könnten.

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      Sonntag, 24.03.13
      15:00 - 16:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

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