• 20.10.2018
      00:00 Uhr
      phoenix persönlich Henrik Enderlein (Ökonom) zu Gast bei Michael Krons | phoenix
       

      In der Sendung spricht Michael Krons mit Henrik Enderlein, Präsident der Hertie School of Governance, über die Frage, wie stabil Europa derzeit ist und was passiert, wenn begeisterte Europäer wie der französische Präsident Emmanuel Macron innenpolitisch an Rückhalt verlieren.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.10.18
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      In der Sendung spricht Michael Krons mit Henrik Enderlein, Präsident der Hertie School of Governance, über die Frage, wie stabil Europa derzeit ist und was passiert, wenn begeisterte Europäer wie der französische Präsident Emmanuel Macron innenpolitisch an Rückhalt verlieren.

       

      Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie, vermisst bei deutschen Politikern eine Begeisterung für das europäische Projekt: „Wenn ich einen Vorwurf an die deutsche Politik mache, quer durch die Bank, dann ist dieser Vorwurf, dass wir uns nicht ausreichend für Europa einsetzen. Europa ist der Sündenbock im nationalen politischen Geschäft und nie etwas, was wir positiv besetzen. Wenn sich das nicht ändert, haben wir ein echtes Problem.“

      In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Michael Krons mit Henrik Enderlein, Präsident der Hertie School of Governance, über die Frage, wie stabil Europa derzeit ist und was passiert, wenn begeisterte Europäer wie der französische Präsident Emmanuel Macron innenpolitisch an Rückhalt verlieren.

      Wenn Macron scheitere, dann scheitere Europa, davon ist Enderlein, der den französischen Präsidenten gut kennt, überzeugt: „Ich glaube, es gibt heute so etwas wie einen Macron-Kater in ganz Europa.“ Viele Menschen seien begeistert gewesen von Macron und würden sich nun fragen, ob sie übertrieben hätten. „Die große Vision ist das, wofür man sich schnell begeistern kann“, doch müsse man eben auch für Europa einstehen und kämpfen, wenn es beispielsweise um strittige Themen wie dem Schutz der Außengrenzen oder Maßnahmen gegen den Klimawandel gehe.

      Mit Blick auf den Brexit warnt Enderlein vor falschen Versprechungen: „Vielleicht ist die größte Gefahr im Augenblick, dass zu viele nationale Politiker erklären, sie könnten die Kontrolle zurückgewinnen. Dieses “take back control“ ist doch ein falsches Versprechen. Glauben wir wirklich, dass die nationale Politik heute noch Probleme lösen kann? Nein, umgekehrt wird ein Schuh draus. Man hätte in Großbritannien klar erklären müssen, wir gewinnen Souveränität und Kontrolle dadurch wieder zurück, dass wir die europäische Union stärken, nicht die nationale Souveränität aufgeben.“

      Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie, vermisst bei deutschen Politikern eine Begeisterung für das europäische Projekt: „Wenn ich einen Vorwurf an die deutsche Politik mache, quer durch die Bank, dann ist dieser Vorwurf, dass wir uns nicht ausreichend für Europa einsetzen. Europa ist der Sündenbock im nationalen politischen Geschäft und nie etwas, was wir positiv besetzen. Wenn sich das nicht ändert, haben wir ein echtes Problem.“

      In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Michael Krons mit Henrik Enderlein, Präsident der Hertie School of Governance, über die Frage, wie stabil Europa derzeit ist und was passiert, wenn begeisterte Europäer wie der französische Präsident Emmanuel Macron innenpolitisch an Rückhalt verlieren.

      Wenn Macron scheitere, dann scheitere Europa, davon ist Enderlein, der den französischen Präsidenten gut kennt, überzeugt: „Ich glaube, es gibt heute so etwas wie einen Macron-Kater in ganz Europa.“ Viele Menschen seien begeistert gewesen von Macron und würden sich nun fragen, ob sie übertrieben hätten. „Die große Vision ist das, wofür man sich schnell begeistern kann“, doch müsse man eben auch für Europa einstehen und kämpfen, wenn es beispielsweise um strittige Themen wie dem Schutz der Außengrenzen oder Maßnahmen gegen den Klimawandel gehe.

      Mit Blick auf den Brexit warnt Enderlein vor falschen Versprechungen: „Vielleicht ist die größte Gefahr im Augenblick, dass zu viele nationale Politiker erklären, sie könnten die Kontrolle zurückgewinnen. Dieses “take back control“ ist doch ein falsches Versprechen. Glauben wir wirklich, dass die nationale Politik heute noch Probleme lösen kann? Nein, umgekehrt wird ein Schuh draus. Man hätte in Großbritannien klar erklären müssen, wir gewinnen Souveränität und Kontrolle dadurch wieder zurück, dass wir die europäische Union stärken, nicht die nationale Souveränität aufgeben.“

      In „phoenix persönlich“ stellt sich eine Persönlichkeit mit interessanter Vita aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft oder Politik den Fragen der Gastgeber Michael Krons, Inga Kühn und Alfred Schier, die die Sendung im Wechsel moderieren. Ganz auf die Person konzentriert, steht „phoenix persönlich“ für ein intensives Gespräch über Hintergründe, Lebensentwürfe und Erfahrungen.

      In „phoenix persönlich“ stellt sich eine Persönlichkeit mit interessanter Vita aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft oder Politik den Fragen der Gastgeber Michael Krons, Inga Kühn und Alfred Schier, die die Sendung im Wechsel moderieren. Ganz auf die Person konzentriert, steht „phoenix persönlich“ für ein intensives Gespräch über Hintergründe, Lebensentwürfe und Erfahrungen.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.10.18
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.03.2020