• 14.11.2012
      18:00 Uhr
      Mein Geld, mein Haus, mein Risiko Immobilienboom und Eurokrise | phoenix
       

      Maren und Frank M. wohnen mit ihren drei Kindern in Hamburg-Ottensen. Ihre Wohnung ist feucht und zu klein für die größer gewordene Familie. "Wir möchten gerne kaufen und nicht mieten. Die Zinsen sind günstig, und jetzt in der Eurokrise macht das Sinn", erklärt Frank M.. 400.000 bis 500.000 Euro darf das neue Zuhause kosten, doch die Familie musste die Erfahrung machen, dass eine halbe Million heutzutage nicht mehr reicht. "In den angesagten Stadtteilen fängt das bei 600.000 Euro für eine schöne Wohnung oder ein eigenes Haus erst an , sagt Maren M.. Die Familie würde gern in Ottensen oder im Hamburger Westen bleiben.

      Mittwoch, 14.11.12
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Maren und Frank M. wohnen mit ihren drei Kindern in Hamburg-Ottensen. Ihre Wohnung ist feucht und zu klein für die größer gewordene Familie. "Wir möchten gerne kaufen und nicht mieten. Die Zinsen sind günstig, und jetzt in der Eurokrise macht das Sinn", erklärt Frank M.. 400.000 bis 500.000 Euro darf das neue Zuhause kosten, doch die Familie musste die Erfahrung machen, dass eine halbe Million heutzutage nicht mehr reicht. "In den angesagten Stadtteilen fängt das bei 600.000 Euro für eine schöne Wohnung oder ein eigenes Haus erst an , sagt Maren M.. Die Familie würde gern in Ottensen oder im Hamburger Westen bleiben.

       

      Hier sind sie sozial vernetzt. Doch die Mieten sind in die Höhe geschossen, und der Quadratmeterpreis steigt auf bis zu vier- bis fünftausend Euro.

      Betongold hat Hochkonjunktur in Zeiten der Eurokrise. Günstige Zinsen und die Unsicherheit an den Aktienmärkten lassen immer mehr Deutsche in Immobilien investieren. Gleichzeitig zeigt sich der Markt extrem gespalten, in großstädtischen Lagen explodieren die Preise, in vielen ländlichen Regionen haben Verkäufer große Probleme, für ihre Immobilie Interessenten zu finden.

      So auch das Ehepaar A. im nordhessischen Gleichen. Der kleine Ort, in dem sie leben, hat in den letzten Jahren seine Infrastruktur komplett verloren. Es gibt keine Schule mehr, keine Kindergärten, keinen Bäcker. Seit zwei Jahren steht das Haus der Ehepaares A. nun schon leer. 145.000 Euro hatten sie anfangs verlangt, jetzt wären sie schon froh über 120.000.

      In das alte Fachwerkhaus hat das Ehepaar alles Geld gesteckt, das es hatte. "Da hätte doch damals niemand dran gedacht, dass wir dieses Haus nicht verkauft bekommen , erzählt Lydia A. traurig. Vor zwei Jahren mussten sie und ihr Mann Eduard aus gesundheitlichen Gründen das Haus und die 300-Seelengemeinde Gleichen verlassen. Heute leben sie in einem Seniorenheim, im vier Kilometer entfernten Gudensberg. "Die Pflegestation kostet uns jeden Monat sehr viel Geld.

      Unsere Rente ist in Ordnung, und wir wären auch wunderbar ausgekommen, wenn wir das Haus verkaufen könnten. Jetzt aber ist es ziemlich eng. Das gibt einem das Gefühl, dass man sich ein Leben lang an der falschen Schlange angestellt hat und am Ende mit nichts davongehen muss.

      Die "ZDF.reportage" begleitet Hauskäufer, Verkäufer und Makler und zeigt, wie wichtig eine gute Lage in Zeiten von Immobilienboom und Eurokrise ist.

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      Mittwoch, 14.11.12
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
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      Stereo

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